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5 041

Mittwoch, 18. Februar 2026, 09:34

Hallo Stefan,
halle Ingo,

Danke für euer Interesse und Begleitung meines Bauberichts.
Und hier wieder etwas für den Überblick ... :D

Fortsetzung: Fockmarsrah – Refftakel – Palanquin de ris
Bei den Refftakeln (Palanquins de ris) der La Créole blieben einige Punkte zunächst unklar. In der Monographie sind hierfür Taljen vorgesehen, die demnach auf der Mars angeordnet sein müssten. Weder am Pariser Originalmodell der La Créole noch an anderen zeitgenössischen Modellen des Musée national de la Marine lassen sich jedoch solche Taljen nachweisen.


Im Atlas du Génie Maritime finden sich Darstellungen der Refftakel, allerdings ebenfalls ohne Taljen. Damit liegt die Annahme nahe, dass auch auf der La Créole die Refftakel über die Scheibgatts der Rahnocken zum Marsstengetop liefen, dort durch die Stengewantblöcke (Poulies de baraquettes) geführt wurden und anschließend – ohne Talje – durch das Soldatengatt über Umlenkblöcke zur Nagelbank achtern des Fockmastes liefen.


Quelle: Atlas du Génie Maritime

In der zeitgenössischen Fachliteratur, etwa im Manuel du gréement von F. A. Coste (1829), ist zwar von Taljen die Rede, dies bezieht sich jedoch überwiegend auf größere Schiffe.
Ob an den Refflegeln der La Créole Blöcke angeschlagen waren – wie im Atlas du Génie Maritime dargestellt – lässt sich nicht eindeutig sagen. Am Pariser Originalmodell sind die Refftakel lediglich mit Knoten (z. B. Achterknoten) an den Scheibgatts der Rahnocken befestigt, da das Modell ohne Segel getakelt ist.
Gerade ohne Taljen erscheinen Reffblöcke jedoch sinnvoll, da sie das Reffen deutlich erleichtern – ein praktischer Vorteil in jeder Hinsicht.
Beim Modell der La Bergère (1832) finden sich Refftakel mit Reffblöcken. Da auch dieses Modell ohne Segel getakelt wurde, hat man die Refftakel in die Beschläge der Stengewanten eingehängt. Besonders überzeugend ist dabei der Vergleich mit der La Bergère, einer nahezu gleich großen Korvette derselben Epoche, die ebenfalls Refftakel ohne Taljen, jedoch mit Reffblöcken zeigt.


Auf Grundlage meiner Recherchen komme ich für meine Korvette zu folgendem Ergebnis:
Ich werde die Refftakel ohne Taljen, jedoch mit Reffblöcken ausführen.
Damit ergeben sich weitere sechs Blöcke mit Haken in der Größe von etwa 3,5 –4,5 mm – eine Konsequenz, mit der ich gut leben kann.
Fortsetzung folgt …

5 042

Mittwoch, 18. Februar 2026, 10:34

Moin,

ich bin immer wieder von deinen akribischen Recherche begeistert 8)

Ingo
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5 043

Montag, 23. Februar 2026, 15:48

@feuermann6147

Danke Ingo, man bemüht sich ... :thumbup:

Fortsetzung: Fockmarsrah – Refftakel, Bauch- und Nockgordings – Palanquin de ris, cargue-fonds et cargue-boulines
Im Zuge der Arbeiten an der Fockmarsrah hatte ich zuletzt die Führung und Ausführung der Refftakel konkretisiert.
Dabei blieb eine Detailfrage offen: Wie wurde der stehende Part des Refftakels historisch korrekt an der Marsrahnock befestigt?
Der Atlas du Génie Maritime zeigt die Führung der Takel zwar eindeutig, lässt jedoch die konkrete Befestigungstechnik nicht klar erkennen.
Rundtörn_mit_zwei_halbschlägen_Atlas.jpg

Quelle: – Atlas du Génie Maritime, annexe Nr. 1, Pl. 25 - Bildausschnitt

Zur Klärung habe ich ergänzend französische zeitgenössische Literatur herangezogen und im Manuel du Gabier (1875) den Tour mort avec des demi clefs (Rundtörn mit Halbschlägen) identifiziert – dort als die „am häufigsten verwendete“ Methode beschrieben, um ein Tauende an Rundhölzern wie Rahen, Spieren etc. oder leicht zu umfassenden Teilen der Takelage zu befestigen.

Quelle: Manuel du Gabier, Paris 1875

In Verbindung mit der Darstellung im Atlas du Génie Maritime – ergibt sich für mich eine schlüssige, historisch plausible Lösung:
Der stehende Part des Refftakels wird mit einem Törn und zwei Halbschlägen an der Rahnock festgesetzt.
Zur Veranschaulichung der Knoten an der Fockmarsrah zeige ich hier drei Beispiele: Links ein Törn mit zwei Halbschlägen für die stehende Part des Refftakels, rechts ein Achterknoten als Sicherung gegen Ausrauschen. Da ich ohne Segel takle, werden auch die Bauch- und Nockgordings auf diese Weise gesichert. In der Mitte ist ein Achterknoten aus 0,25 mm Tauwerk im Modellmaßstab dargestellt, um die tatsächliche Feinheit der Ausführung zu zeigen.


Zwischenzeitlich wurden auch die Blöcke für die Refftakel (Palanquins de ris) angefertigt sowie mit Stroppen und Haken versehen.


Auf dem nächsten Bild sind die Bauchgordings zu sehen, die durch die Scheibenklampen an der Saling laufen sowie die Nockgordings. Diese führen über die an das Vormarsstengestag angebändselten Blöcke. Weiter ist auf diesem Bild der backbordseitige Stengewantblock mit dem Refftakel und dem Toppnant zu erkennen.


Das nächste Bild zeigt das backbordseitige Refftakel mit dem stehenden Part, wie es über den Reffblock zurück zum Scheibgatt in der Rahnock in Richtung Stengewantblock läuft.


Abschließend noch ein Bild mit einem Detail zum stehenden Part des Refftakels: Törn mit zwei Halbschlägen


Fortsetzung folgt …

5 044

Dienstag, 24. Februar 2026, 11:41

Hallo Johann,
deine Arbeit ist einfach ein Augenschmaus! Vor allem die Mühe der Recherche. Und dazu möchte ich, falls es nicht schon an anderer Stelle passiert ist, auch darauf eingehen.

Mich haben die vielen Begrifflichkeiten schon immer gewundert, Worte, die wie aus dem Plattdeustschen klingen oder von den Niederländern gestohlen. Und auch, warum eigentlich jedes Teil seinen eigenen Namen hat, gab es doch so viele ähnliche Teile an Bord, da wäre es doch einfacher gewesen, nur einen Oberbegriff zu wählen. Doch heute weiß ich, das war überlebenswichtig! Bei Nacht und Regen, Sturm und Wellen muss das Kommando des Steuermanns 100% passen! Deswegen mussten auch die Teile alle 100% zugewiesen werden können. Ein Aspekt, den ich so nicht vor Augen hatte, aber eigentlich komplett Sinn ergibt.

In der Tat wurden die Begriffe von der norddeutschen Sprache, damals viel Platt, geprägt. Gerade im 13ten bis 17ten Jahrhundert war die Hanse die prägende Seemacht, aus der heraus sich die Begriffe etablierten. Ab dem 16ten und 17ten Jahrhundert kam der niederländische Einfluß zum Tragen und auch die Matrosen mischten sich durch. So wuchsen auch die Bezeichnungen teils zusammen oder sie ähnelten sich so sehr, dass klar war, worum es geht.

Und weil es nie einen Grund gab, diese Bezeichnungen zu erneuern, verwendet man sie heute noch. Wo kein Druck und keine Notwendigkeit, da hat Tradition und Bewährtes sein gutes Recht!

Und ich wäre selber nie darauf gekommen, das zu recherchieren, wenn ich von deiner Arbeit hier nicht so angetan wäre!

Schade eigentlich, dass du keine Segel machst, auch keine gerafften. Aber die Entscheidung hast du getroffen und die ist ja auch gut!

Gruß Stefan
Die Intelligenz auf einem Planeten ist eine Konstante. Nur die Zahl der Bevölkerung wächst!

Jean-Luc Picard

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5 045

Mittwoch, 25. Februar 2026, 12:30

Hallo Stefan,

vielen Dank für deine Rückmeldung – freut mich sehr.
Die Vielfalt der seemännischen Begriffe fasziniert mich ebenfalls. Wie du schreibst, war diese Präzision kein Selbstzweck, sondern überlebenswichtig: Bei Dunkelheit, Sturm und Lärm musste jedes Kommando eindeutig sein. Dass viele Bezeichnungen aus dem Niederdeutschen und Niederländischen stammen, ist historisch gut nachvollziehbar – Hanse, niederländische Seefahrt und später die französische Marine haben sich gegenseitig stark beeinflusst.

Zu den Segeln vielleicht noch ein Wort: Der Verzicht darauf ist eine bewusst getroffene Entscheidung. Zum einen möchte ich die Takelage in ihrer ganzen Klarheit und Ästhetik zeigen, ohne dass Segel sie teilweise verdecken. Zum anderen sind Segel im Maßstab 1:48 eine enorme Herausforderung – Stoffstruktur, Spannung oder Darstellung von Wind. Wirklich überzeugende Beispiele kenne ich fast nur von zeitgenössischen Werftmodellen.
Und schließlich spielt auch der Zeithorizont eine Rolle: Ich möchte ja noch ein weiteres Schiff in diesem Leben bauen... :ok:

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5 046

Samstag, 7. März 2026, 12:19

Fortsetzung: Belegung des laufenden Gutes an Fock- und Fockmarsrah
Momentan passiert an meinem Modell nichts wirklich Spektakuläres – abgesehen davon, dass ich mich gelegentlich über meine eigene Ungeschicklichkeit ärgere. Beim Arbeiten mit der Kopfbandlupe bleibe ich immer wieder in der Takelage hängen. Gerade beim Belegen der Taue braucht man einen größeren Arbeitsabstand, und instinktiv geht man näher ans Modell heran, um die Details besser zu erkennen.
Bisher hatte ich Glück, und es ist nichts Ernstes passiert. Das Grundproblem der Kopfbandlupe ist der relativ große Vorbau. Deshalb werde ich nun eine Vorsatzlupe ausprobieren, die direkt auf das Brillengestell gesteckt wird. Soweit ich mich erinnere, arbeitet Daniel @dafi sehr erfolgreich mit so einem System – und seine filigranen Ergebnisse sprechen für sich.
Derzeit belege ich das laufende Gut an der Fock- und Fockmarsrah. Wichtig ist dabei, dass sich die Taue nicht kreuzen und möglichst frei nach unten zu den jeweiligen Belegstellen geführt werden. Besondere Aufmerksamkeit erfordern die Taue, die durch die Wegweiserblöcke (Moques de conduits) an den Wanten sowie die Umlenkblöcke im Wassergang laufen. Gerade bei den Tauen, die über die Wegweiserblöcke laufen, braucht es ein gutes Gefühl für die richtige Spannung. Zu viel Zug zieht die Wanten ungewollt nach innen, zu wenig lässt die Taue lose und ungeordnet erscheinen.
Die Tauenden kürze ich an den Belegstellen noch nicht endgültig, um später bei Bedarf nachjustieren zu können.


Der von mir erstellte Belegplan für den Fockmast – einschließlich Bugspriet und Klüver – basiert insbesondere auf den Erkenntnissen aus der Monographie, zeitgenössischer Literatur und dem Pariser Originalmodell. Die drei Quellen ergänzen sich gut: Die Monographie liefert die Systematik, das Pariser Modell zeigt die praktische Ausführung, und die zeitgenössischen Beschreibungen helfen bei Details der Tauführung. In der gleichen Art und Weise werde ich die Belegung für den Großmast und den Kreuzmast auch noch festlegen.


Zum Abschluss meines heutigen Berichts noch ein paar Aufnahmen zum Stand der Takelarbeiten:






Fortsetzung folgt …

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Realname: Harald

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5 047

Samstag, 7. März 2026, 12:59

Fortsetzung:................. Das Grundproblem der Kopfbandlupe ist der relativ große Vorbau. Deshalb werde ich nun eine Vorsatzlupe ausprobieren, die direkt auf das Brillengestell gesteckt wird. ..........................

Fortsetzung folgt …

Ich kann dir nur empfehlen sich von Lupenbrillen zu verabschieden!
Am Besten zum Optiker deines Vertrauens gehen und sich eine Lesebrille mit starker Dioptren-Zahl anfertigen lassen.

Ich möchte das Teil nicht mehr missen. Da sieht man auf einmal Details und Macken in den Bausätzen, von denen man gar nicht wusste, dass sie da waren/sind :D . Und der Tragekomfort ist auch deutlich besser als bei dem ganzen Lupengerödel (und billiger ist diese Lösung auch).
Unabhängig davon. Größte Hochachtung vor deinen modellbauerischen Fähigkeiten, von denen ich weit entfernt bin. :respekt:
Grüsse von Harald

5 048

Samstag, 7. März 2026, 18:14

Moin Johann,

die Bilder deiner La Creole laden zum Träumen ein. Einfach nur wunderschön ... :love:

Ingo
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5 049

Montag, 23. März 2026, 18:33

Hallo Kollegen,
vielen Dank für die netten Kommentare.
Entsprechend Deiner Empfehlung Harald,
teste ich derzeit eine einfache Lösung: Zwei günstige Lesebrillen (+2 und +3 dpt) in Kombination mit dem Arbeiten ohne meine Gleitsichtbrille (–2,25 dpt). Noch bin ich in der Erprobungsphase, aber die unterschiedlichen Arbeitsabstände wirken vielversprechend und erleichtern das präzise Arbeiten bislang deutlich.

Und hier geht es im Baubericht weiter:

Bramfall – Drisses de perroquet
Bin derzeit immer noch beschäftigt, das laufende Gut von Fockmars- und Fockrah in Ordnung zu bringen und zu belegen.
Bevor es noch eine Etage höher zur Takelung der Fockbramrah geht, ist zu klären, wie das Fockbramfalls – bzw. allgemein das Bramfall – für eine französische Korvette um 1830 historisch zutreffend ausgesehen haben könnte.
Die Monographie zeigt eine vereinfachte Variante: ein durchgehendes Drehreep, das direkt in das Fall, ohne Talje übergeht, über einen Umlenkblock im Wassergang geführt wird und an der Nagelbank am Schanzkleid belegt ist. Diese Darstellung ist funktional, aber eher schematisch.
Beim Studium des mir vorliegenden Bildmaterials des zeitgenössischen Originalmodells fielen jedoch Einfachblöcke im hinteren Bereich des Bramstengetops auf. Für diese Blöcke bot sich keine andere plausible Zuordnung an als die zum Bramfall.
Eine Überprüfung in der zeitgenössischen Literatur bestätigte diesen Befund: Im Manuel de gréement von F. A. Coste (1829, S. 120–131, „Drisses de perroquet“) wird u. a. genau diese Variante beschrieben.
Dort läuft das Drehreep der Bramrah durch ein Scheibgatt der Bramstenge, an dessen Ende ein Einfachblock angestroppt ist. Der stehende Part des Bramfalls ist an einem Augbolzen an der Bordwand befestigt. Der laufende Part führt hoch zum Einfachblock am Drehreep, dann wieder nach unten über einen Umlenkblock im Wassergang und schließlich zur Nagelbank am Schanzkleid, wo er belegt wird. Die Länge des Drehreeps ist so bemessen, dass die Bramrah bis auf das Eselshaupt der Marsstenge niedergeholt werden kann.
Zum Vergleich: Die britische Praxis dieser Zeit sah vor, die Bramfalltalje auf dem Mars zu befestigen – eine andere Bedienlogik, aber für französische Schiffe dieser Epoche nicht zutreffend.

Quelle: Rigging Period Ship Models - Lennarth Peterson, Seite 41

Damit ergibt sich für meine Korvette eindeutig, dass die am Originalmodell sichtbaren Einfachblöcke im Bramstengetop zur französischen Ausführung des Bramfalls gehören und nicht zu einem anderen Part des laufenden Guts.
Hier ist eine kurze Dokumentation und Darstellung zu den Feststellungen bezüglich des Bramfalls am Pariser Originalmodell der La Créole. Wie auch eindeutig zu erkennen, führt das Bramfall auf die Steuerbordseite.
Bramfall_drisse_de_perroquet_wett.jpg

Bis demnächst …

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5 050

Donnerstag, 26. März 2026, 06:20

Anbringen der Fockbramrah – Vergue de petit perroquet
Wie angekündigt, rückt die Arbeit am Fockmast nun eine Etage höher zur Fockbramrah. Nach der theoretischen Planung folgt nun die praktische Umsetzung am Modell.
Besondere Aufmerksamkeit erforderte das Einbinden des Fallblocks in das Drehreep: Hier kamen originalgetreue Plattbändselungen zum Einsatz, um eine stabile und historisch korrekte Verbindung zu schaffen. Das weitere laufende Gut der Bramrah – Toppnanten, Brassen und Geitaue – ist bereits provisorisch angebracht. Die finale Herausforderung besteht nun darin, diese Leinen kollisionsfrei am stehenden Gut vorbei zu ihren jeweiligen Belegpunkten zu führen.

Anbei ein paar Bilder zum Sachstand der Takelarbeiten an der Fockbramrah:






Fortsetzung folgt ...

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5 051

Donnerstag, 2. April 2026, 11:38

Fortsetzung: Fockbramrah – Fockbramfall – Drisse de petit perroquet
In den vorhergehenden Beiträgen berichtete ich über die Recherche zu den Bramfallen. Im Zusammenhang mit der Installation des Fockbramfalls war noch zu klären, wie die Befestigung des stehenden Parts im Bereich außen an der Bordwand konkret ausgesehen haben könnte.
Am Originalmodell der La Créole im Pariser Museum hat der zeitgenössische Modellbauer die stehenden Parts der Bramfallen (Drisse de vergue perroquet) an den Pardunenbeschlägen festgeknotet – eine Lösung, die ich für eine Vereinfachung halte.
Da sich in der zeitgenössischen Fachliteratur wie auch in den üblichen Quellen keine eindeutigen Angaben zur Befestigung dieser stehenden Parts finden, entschied ich mich für einen eingespleißten Haken. Diese Variante ist technisch plausibel, betrieblich sinnvoll und für vergleichbare Anwendungen der Zeit belegt. Ein ähnliches Prinzip findet sich auch bei der Replik des französischen Kutters La Renard 1812.
Für die praktische Umsetzung am Modell habe ich mich wieder mal am Spleißen eines Taues mit ø 0,35 mm versucht.
Nach anfänglicher Eingewöhnung gelang es wieder zuverlässig – der alte Spruch „Übung macht den Meister“ bestätigt sich einmal mehr.
Das folgende Bild zeigt den eingespleißten Haken im Detail.


Auf dem folgenden Bild ist zu sehen, wie der laufende Part des Fockbramfalls über den rechten Umlenkblock zur Belegstelle am Schanzkleid führt.


Der stehende Part wurde hinter der Fockstengepardune in einem Augbolzen eingehakt.


Auf dem letzten Bild ist schließlich die Fockbramrah mit dem Einfachblock des Bramfalls zu sehen.


Nach dem Belegen der Schoten, Geitaue und Anbringen der Fockbrambulins kann im nächsten Schritt die Fockroyalrah gesetzt werden.
Bis demnächst …

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5 052

Samstag, 4. April 2026, 21:01

Fortsetzung: Fockbramrah – Bulins – Boulines de perroquet
Während ich die Knebel für die Bulins der Fockbramrah herstellte, bot sich die Gelegenheit, gleich auch ein Paar Knebel für die Fockroyalrah mit anzufertigen. Diese warten nun auf ihren Einsatz. Anschließend widmete ich mich den Spleißen der Bulintauen – eine kleine, aber filigrane Arbeit, die auf dem folgenden Bild neben den Knebeln gut zu erkennen ist:


Nachdem die Spleiße einigermaßen sauber saßen, konnten die Bulins der Fockbramrah über die Knebel angeschlagen werden. Von dort laufen sie elegant hinunter zum Dreifachblock am Klüverbaumtop und weiter nach vorn Richtung Vorschiff, wo sie schließlich belegt wurden.
Die Führung der Leinen wirkt im Modell fast selbstverständlich, doch jeder dieser Wege will vorher gut durchdacht sein.


Zum Abschluss noch ein Blick auf die Fockbramrah mit bereits installierten Bulins – ein kleiner Schritt im Gesamtprojekt, aber einer, der das Bild des Fockmastes wieder ein Stück weiter komplettiert.


Fortsetzung folgt …

Zum Schluss wünsche ich euch allen ein erholsames Osterfest, ein paar ruhige Stunden am Werktisch und gutes Gelingen bei euren Projekten. Bleibt gesund und genießt die freien Tage.

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5 053

Freitag, 10. April 2026, 10:08

Einfach Klasse, deine Arbeiten zu betrachten.

Ich habe jetzt mein erstes und auch zugleich letztes Segelschiffmodell (die Santa Maria von Artesania Latina) gebaut und weiß daher was da an Arbeit und Können dahinter steckt. :respekt:
Vieles an meinem Modell habe ich auch selber ergänzt (die Segel, das Takelgarn und die mangelhafte Bauanleitung eine Katastrophe und Frechheit zu dem ausgelobten Preis :cursing: ).
Wobei ich bei dem Taklegarn und meiner Frage na dich angekommen bin! Was für Takelgarn verwendest Du? Das sieht nämlich auch wie Takelwerk aus und nicht so wie das Fusselzeug aus meinem Baukasten.
Grüsse von Harald

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5 054

Freitag, 10. April 2026, 10:35

@Harald_D

Hallo Harald,

freut mich, dass es Dir gefällt.
Das Takelgarn, das ich verwende, schlage ich auf meiner Reeperbahn selbst. Als Ausgangsmaterial nehme ich Seidengarn von Gütermann und japanische Seide für die dünneren Durchmesser von YLI oder Kimono.

5 055

Sonntag, 12. April 2026, 08:50

Hallo Johann.

Es erfreut einfach das Auge wenn man sieht, wie sauber und mit welcher Akribie hier das Takelgarn installiert wird.
Einfach nur ein Genuß. :respekt:
Grüße, der Jölle.

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Dienstag, 28. April 2026, 22:07

Bugspriet – Vervollständigung des laufenden Gutes
Bevor ich mit der Fockroyalrah fortfahre, widmete ich mich zunächst der Komplettierung des laufenden Gutes am Bugspriet mit Klüver- und Außenklüverbaum der La Créole.
Im Fokus standen dabei die Klüver- und die Außenklüverleiter (Draille du grand foc und Draille de clinfoc), die jeweils durch die bereits vorbereiteten Ausholringe zum Vorschiff geführt werden. Diese lederbezogenen Ringe warten schon länger auf ihre endgültige Einbindung in das Rigg.
Besonderes Augenmerk galt der Frage, wie diese Segelleiter am Topp lösbar befestigt wurden – sei es zum Abschlagen der Segel oder bei Verschleiß. Historisch belegt ist eine Ausführung mit einer Gabelung, analog zu den der Stage. Als Referenzen dienten u. a. der Atlas du Génie Maritime sowie das Originalmodell im Musée national de la Marine in Paris.
Wie beim Vorbild wurde ein Abzweig in das Haupttau eingespleißt, dessen Enden jeweils in einem Augspleiß münden. Diese Konstruktion erlaubt es, die Leiter für Klüver und Außenklüver am Topp der Vorstenge bzw. Vorbramstenge über die vorhandenen Stage aufzulegen und mit einer Lasching zu sichern.
Die Umsetzung dieses Details zeige ich auf dem folgenden Bild mit den einzelnen Arbeitsschritten:


Eine Besonderheit betrifft in diesem Zusammenhang das Vorstengeborgstag, dieser übernimmt hier gleichzeitig die Funktion als Leiter für das Vorstengestagsegel - eine Doppelnutzung, die auch bei anderen Nationen üblich war.
Der Sturmklüver (Tourmentin) wurde hingegen nur bei Bedarf am massiven Fockborgstag gefahren; feste Vorrichtungen waren nicht vorgesehen. Entsprechend ist am Modell nichts dauerhaft anzubringen.
Bei der Ausführung der Fallen orientierte ich mich strikt an der Monographie von Jean Boudriot:
Für den Außenklüver (Clin-foc) und das Vorstengestagsegel (Petit foc) waren somit ein einfaches Fall ohne Blockübersetzung vorzusehen. Für den Klüver (Grand foc) hingegen habe ich mich für einen zweiteiligen Fall entschieden. Der entsprechende Fallblock wurde mit einem Block und Haken ausgeführt.


Schließlich mussten die notwendigen Blöcke für die Fallen am Vorbramstengestopp bzw. Vormarsstengetopp angebracht werden. Da die Monographie hierzu keine Details liefert, boten der Atlas du Génie Maritime und das Manuel de Gréement von F. A. Coste ausreichend Hinweise. Die Blockstropps habe ich so ausgeführt, dass die Fallblöcke exakt auf Höhe der Segelleiter zu liegen kamen.
Auf dem folgenden Bild ist der Segelleiter des Außenklüvers sowie der Fallblock zu sehen.


Für den stehenden Part des zweiteiligen Klüverfalls verwendete ich einen tour mort avec deux demi clefs zur Befestigung, Rundtörns mit Halbschlägen, welcher um das Vorstengetopp gelegt und mit einem Seizing gesichert wurde.


Um die Fallen des Vorstengestagsegels, des Klüvers- und Außenklüvers bei abgeschlagenen Segeln authentisch zu sichern, verknüpfte ich sie mit den jeweiligen Niederholern. Für das Vorstengestagsegel und den Außenklüver erfolgte es mit einem Nœud de vache oder Nœud d’ajut - Trossenstek, nicht zu verwechseln mit dem Kreuzstek.

Quelle: Manuel du Gabier; 1875, Seite 4

Der Trossenstek wird in zeitgenössischen Quellen ausdrücklich für temporäre Verbindungen empfohlen, die sich leicht wieder lösen lassen. Da hier keine Segellast getragen wird, sondern lediglich Ordnung im laufenden Gut gefragt ist, halte ich diese Lösung für historisch plausibel und betrieblich sinnvoll.


Das Klüverfall wurde über den Haken mit dem Niederholer verbunden. Für diese temporäre Verbindung boten sich der Nœud de griffe oder Nœud de palan an.

Quelle: Manuel du Gabier; 1875, Seite 11



Die aus der Monographie von Boudriot ablesbare Reihenfolge der Manöver am Rollenleiter ist schematisch und folgt der funktionalen Zuordnung der Taue, nicht unbedingt der realen geometrischen Führung. In der Praxis müssen die Manöver jedoch nach ihrer tatsächlichen Position am Bugspriet geordnet werden (Außenklüver außen, Klüver innen, Bulin der oberen Rahsegel außen), um Kreuzungen, Scheuerpunkte und unklare Wege zu vermeiden.
Am Modell habe ich nach zahlreichen praktischen Versuchen eine empirisch ideale Tauführung ermittelt, die sich exakt an diesen seemännischen Grundsätzen orientiert: Je weiter außen das Segel, desto weiter außen seine Manöver am Rollenleiter. Die umgesetzte Führung bildet eine realistische Ordnung ab und entspricht der zu erwartenden tatsächlichen Tauführung auf vergleichbaren Schiffen.




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5 057

Mittwoch, 29. April 2026, 20:14

Durch den freundlichen Hinweis von Andreas (@Cpt.Barbossa) ist mir aufgefallen, dass der Knoten am Haken des Klüverfalls in meiner Ausführung nicht korrekt gelegt war.
Ich habe den Knoten inzwischen richtig gelegt, so sieht er korrekt aus:

Erstaunlich ist, wie sich der Knoten durch diese Führung im Haken selbst bekneift und daher hält, aber sich bei Bedarf wieder leicht lösen lässt.

5 058

Donnerstag, 30. April 2026, 08:27

Moin,

wie immer sehr schöne Deatils :love:

Der Knoten am Haken (Hakenschlag) wird auch heute noch verwendet. Wir haben ihn immer dann genutzt, wenn etwas an einer Talje angeschlagen wurde. Schnell gemacht und genauso schnell gelöst ;)

Ingo
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5 059

Samstag, 2. Mai 2026, 16:55

Hallo Ingo,

Danke für den Zuspruch.
Schön, dann habe ich die richtige Wahl getroffen.

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5 060

Montag, 4. Mai 2026, 19:21

Belegstellen – Taubunsche
Mittlerweile habe ich einen guten Teil des laufenden Gutes am Fockmast belegt. Die Vorrichtung zur Herstellung der Taubunsche ist – wie vor einiger Zeit angekündigt – inzwischen fertiggestellt. Damit lassen sich aus den Reststücken des laufenden Gutes zwischendurch die benötigten Bunsche anfertigen.


Der Anfang des Taues wird im Sägeschnitt fixiert, anschließend wie gezeigt um die Messingstifte geführt und das Ende erneut eingeklemmt und abgeschnitten. Nach dem Einstreichen mit verdünntem Weißleim können die Bunsche nach dem Trocknen entnommen werden. Durch den Leim lassen sie sich später durch leichtes Befeuchten noch formen, sodass sie nach dem Einhängen an der jeweiligen Belegstelle ein möglichst natürliches Erscheinungsbild erhalten.
Auf dem folgenden Bild sind die Belegstellen für das Vormarsfall, das Vorstengestagfall und das Vorbramfall mit den zugehörigen Umlenkblöcken zu sehen.


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Sonntag, 17. Mai 2026, 21:51

Installation der Fockroyalrah - Fockroyalfall – Vergue de peitit cacatois - Drisse de petit cacatois
Vor der Installation der Fockroyalrah erforderte es noch einiges an Recherchearbeit, denn die Belegung für das Fall dieser Rah wie sie in der Monographie zur La Créole von J. Boudriot dargestellt erschien mir im Vergleich zum Vorbramfall (steuerbordseitig am Schanzkleid belegt) nicht schlüssig.
Insofern sah ich mich veranlasst, die einschlägigen Standardwerke von F. A. Coste (Manuel de gréement, 1826) und M. Verdier (Nouveau manuel complet de marine, première partie: gréement, 1837) wieder einmal zu Hilfe zu nehmen.
Beide Autoren beschreiben eindeutig, dass das Fockroyalfall an der Bordwand innen (Schanzkleid) achtern des Fockbramfalls belegt wurde. Soweit ich es an Hand der Tauführung richtig verfolgen kann, scheint es am Originalmodell genauso so ausgeführt zu sein.
Wie beim Fockbramfall wird das Fockroyalfall vor dem Belegen über einen Fußblock der am Wassergang eingehakt ist, geführt. Diese Einscheibenblöcke sind mit Eisenbeschlägen ausgerüstet.
So sieht das ganze nach der Umsetzung am Modell aus:

Von links nach rechts: Fockmarsfall, Fockstengestagsegelfall, Fockbramfall,Fockroyalfall

Später erhalten die Belegstellen noch die Taubunsche.
Fortsetzung folgt …

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5 062

Montag, 18. Mai 2026, 21:32

Fockbram- und Fockroyalfall – Übersetzungsungenauigkeit führt zu verdrehter Logik
Beim erneuten Durchgehen meines letzten Bauberichts wurde mir bewusst, dass ich einer Fehlinterpretation aufgesessen war. Der entscheidende Satz près du dormant de la drisse de perroquet – nahe dem stehenden Part des Bramfalls – war mir beim ersten Übersetzen nicht in seiner ganzen Bedeutung aufgefallen. Dadurch entstand eine Logik, die mich immer wieder irritierte: Warum sollten Bramfall und Royalfall hintereinander auf derselben Seite belegt sein, obwohl die französische Praxis eindeutig eine seitlich entzerrte Fallführung bevorzugt?
Diese Frage beschäftigte mich weiter und ließ mich nicht los.
Erst das nochmalige, sehr genaue Lesen der Originaltexte von F. A. Coste (Manuel de gréement, 1826) und M. Verdier (Nouveau manuel complet de marine, première partie: gréement, 1837) hat die Sache klar gemacht: Beim zweiteiligen Bramfall liegen stehender (backbord) und laufender Part nicht auf derselben Seite. Und damit wird auch die Belegung des Royalfalls eindeutig:
Das Royalfall gehört nahe dem stehenden Part des Bramfalls, also backbordseitig belegt – nicht hinter dem laufenden Part (steuerbordseitig), wie ich es zuvor fälschlicherweise angenommen hatte.
Insofern muss ich lediglich das Fockroyalfall und den stehenden Part des Fockbramfalls auf der gegenüberliegenden Seite belegen bzw. festmachen.

Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie schnell eine kleine Ungenauigkeit – sei es beim Übersetzen, Interpretieren oder einfach beim ersten Eindruck – eine gesamte Schlussfolgerung in die falsche Richtung lenken kann. Ich war zu schnell bereit, meine erste Annahme als richtig zu akzeptieren und sie zu veröffentlichen, ohne die innere Unstimmigkeit wirklich ernst zu nehmen.
Der zweite, bewusst genaue Blick hat dann bestätigt, dass meine erste Interpretation nicht stimmte. Für mich ist das ein klarer Lerneffekt: Bevor man etwas ins Netz stellt, lohnt es sich, einen Moment länger innezuhalten, kritisch zu prüfen und die eigene Einschätzung zu hinterfragen.

Ich hoffe, dass ihr meinem Baubericht trotzdem weiterhin Aufmerksamkeit schenkt.

Bis zum nächsten Mal …

  • »archjofo« ist der Autor dieses Themas

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Gestern, 19:35

Nur ein kurzes Update für heute – aber immerhin wieder ein sichtbarer Fortschritt … :D

Fortsetzung: Fockroyalrah – Vergue de peitit cacatois
Wie auf dem foldendem Foto zu sehen ist, sitzt die Fockroyalrah nun an ihrer endgültigen Position. Die Takelung folgt der zuvor recherchierten Anordnung; das Fockroyalfall läuft über den Fußblock am Wassergang und wurde backbordseitig am Schanzkleid belegt.


Die nächsten Schritte betreffen die Feinarbeiten am laufenden Gut der Fockbram- und Fockroyalrah.
Fortsetzung folgt …

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