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121

Sonntag, 4. Januar 2026, 21:29

Mahlzeit allerseits!

Mit Kleinkram geht es der Fertigstellung entgegen..



Hier sieht man einen inzwischen natürlich korrigierten Fehler: Die Fangseile hatte ich nur an den Enden verklebt, über Nacht haben sie sich dann in der Mitte hochgewölbt. Also auf gänzer Länge mit Ätzteilkleber eingepinselt, das hat gereicht, damit sie sich brav wieder hinlegen.



Es gibt auch zwei Fangseile am Bug, wo sie, jenseits vom Fangzaun und jenseits von dem Punkt, wo ein Pilot, wenn er kein Fangseil erwischt hatte das Durchstartmanöver einleiten musste, überhaupt keinen Sinn ergeben. Des Rätsels Lösung: Vor dem Krieg hatte man experimentiert, z.B. bei beschädigtem Flugdeck über den Bug zu landen. Die Versuche wurden bald aufgegeben, aber die Fangseile blieben.



Zwischendurch immer mal etwas an den Fliegern gemacht, hier haben sie ihren Grundlack XF-12 J.N. Grey bekommen.



Und hier fertig zum decalieren. Der Hasegawa-Decalbogen hätte den 1:72er Fliegern meiner Kindheit Ehre gemacht..



Landesignallichter zur Anbringung an den hinteren Flakplattformen.



Aufklappbare Antennenmasten, aus irgendwelchen Gründen wurden die etwas kleineren an Backbord mit Elektromotoren betätigt, während es an Steuerbord nur Handkurbeln gab.



Die seitlichen Flugdeckbeleuchtungen. Sie müssen etwas über das Deck hinausragen, so dass ich, zur Anpassung an geätzte Basis und Holzdeck, ihren Fuß mit einem Stück Microrohr verlängert habe. Um 0,2mm. Bei 12 Stück lohnt es sich schon, eine Vorrichtung zum Ablängen zu basteln.



Der kleine Signalmast hinter der Brücke, Rohbau aus je zwei Dreh- und Ätzteilen.



Aus zerschnippelten und verbogenen Leitern habe ich zuerst Häkchen für die Flaggenleinen gebastelt, sind etwas zu mächtig gegenüber den originalen Rollen, aber dafür kann ich die Leinen so sauber paarweise spannen. Später mal..



Windmessapparate, habe ich in solcher Feinheit noch nicht gesehen.



Hier der Vergleich zum nicht einmal schlechten Bausatzteil.



Letzte große Baugruppe: Die im Vergleich zum Schiff winzige Brücke.



Erste Details von unten.



Weitere Details von oben.



Und das Steuerhaus. Kompass und Peilgläser gibt es bausatzseitig, Steuersäule und Maschinentelegraf habe ich aus der Kramkiste ergänzt.
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

122

Montag, 5. Januar 2026, 09:34

Moin,

läuft bei dir :ok:

Die Windmessanlage ist wahrlich filigran (so weit man es erkennen kann :pfeif: )

Auf deine fertigen Flieger bin ich schon gespannt, vor allem auf die Decals.
Apropos:
fertig zum decalieren
Wieder mal eine sehr geile Formulierung von dir. Danke dafür :hand:

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


Liste meiner Modellbau-Projekte im Portfolio

123

Montag, 5. Januar 2026, 09:45

Mahlzeit Ingo!
(so weit man es erkennen kann :pfeif: )

Ja, da kommt meine Handykamera schon an ihre Grenze. Aber für eine ordentliche Spiegelreflex reicht das Geld nie, ich geb ja immer alles für Modelle aus... :abhau:
Aktuell in der Post habe ich den leichten Kreuzer Karlsruhe von 1929 als vollständig gedruckten Bausatz. Bin sehr gespannt!
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

124

Montag, 5. Januar 2026, 10:07

Moin,

auf den Kreuzer bin ich auch gespannt 8)

Ich kann mir gut vorstellen, dass da die Zukunft des Modellbaus liegt. Entweder die fertig gedruckten Bausätze verkaufen, oder nur die Druckdaten. Der Entwicklungsaufwand dürfte der gleiche sein.

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


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125

Montag, 5. Januar 2026, 10:52

Ich kann mir gut vorstellen, dass da die Zukunft des Modellbaus liegt.

Sehe ich auch so, 3D-Druck ist jedenfalls gekommen um zu bleiben. Ich persönlich denke sogar, dass die Lawine gerade erst anrollt, quantitativ wie qualitativ. Diese Akagi hier zeigt z.B. bei Flakgeschützen oder Kommandogeräten Details, die in dieser Feinheit und Plastizität mit allen anderen Produktionstechniken nicht erreichbar sind. Wobei ideal sicher eine Kombination verschiedener Techniken ist, eine geätzte Reling bietet einen besseren Kompromiss aus Feinheit und Stabilität, gedrehte Geschützrohre sind runder als aus Layern aufgebaute, und ein Rumpf aus Spritzguss hat zwar hohe Formkosten, dafür aber niedrigere Stückkosten. Nur kann man all das nicht als Datei versenden, herkömmliche Bausätze werden also nicht ganz aussterben. So oder so, es bleibt spannend..
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

126

Montag, 5. Januar 2026, 14:16

Hallo Jochen,

der Mast ist spitzenmässig!
Ätzteiltechnik + 3-D Druck werden sich
Wohl die Bühne teilen.

Dein neues Modell weckt Erwartungen.

"Alles, was ein Mensch sich heute vorstellen kann, werden andere Menschen einst verwirklichen." - Jules Verne


Eine großartige Modellbauzeit wünscht
Ray

127

Montag, 5. Januar 2026, 15:41

Moin,

Ätzteiltechnik + 3-D Druck werden sich Wohl die Bühne teilen.
Das denke ich auch.
Bei unseren XXIer-Booten war es ja auch schon so. Druckdaten und Ätzteile zum Kauf und dazu gedrehte Sehrohre.

Man denke sich nur: Rumpf und Aufbauten Spritzguss, Details als Druckdaten, dazu noch Ätzteile und Echtholzdeck ... :love:

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


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128

Montag, 5. Januar 2026, 15:54

Einsame Klasse, Jochen.

Da bin ich bei euch.
Was die 3D Drucktechnik für neue Möglichkeiten eröffnet ist enorm. Wenn ich da an meine Beiboote denke, schon der Hammer.
Und auf deinen Kreuzer bin ich auch schon sehr gespannt. :ahoi:
Grüße, der Jölle.

Folgt mir auf Instagram:

129

Montag, 5. Januar 2026, 17:02

Dank euch für das Interesse und natürlich für das Lob!

Ich gehe mal davon aus, dass dieser Kreuzer nicht durchgehend so fein detailiert ist wie Jölles Boote oder die Kleinteile meiner Akagi, der Druck würde sonst wahrscheinlich Wochen dauern. Wir werden sehen, eben deshalb habe ich ja ein mittelpreisiges Modell bestellt und nicht gleich ein Schlachtschiff.

Jetzt muss das Paket erstmal den weiten Weg aus China schaffen, ohne dass zwischenzeitlich die Weltordnung kollabiert..
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

130

Freitag, 9. Januar 2026, 18:45

Mahlzeit allerseits!



Das ist nur der Rohbau..



Peilantenne. Ein Plastikteil oder ein Druckteil, 7 Ätzteile und zwei Drahtschnipsel. Eine glatte Verzehnfachung der Teilezahl, wenn ich das mal für den Gesamtbau übernehme komme ich auf rund 8000 Teile. Gezählt habe ich nicht.



Die fertig möblierte Luftbeobachtungsplattform. Man muss sich zu jedem Gerät noch ein bis zwei Männekes dazudenken, wird reichlich eng. So ein riesiges Schiff, und man hat kaum Platz um mal tief Luft zu holen.



Weiß jemand, was diese beiderseits der Brücke angebrachte Apparatur darstellt? Sieht aus wie ein Glockenspiel, aber das wird es wohl nicht sein. Kommt mir aber allgemein bekannt vor, ist nicht Akagi-spezifisch.



Die seitlichen Ausleger sind für Funkantennen, leider wurden ihre Gegenstücke an der Deckskante vergessen. Da werde ich improvisieren.



Voraussichtlich letzte Luftpinselung des Baus.



Sicherheitsnetze gibt es in zwei Formen, diese breiteren zur Montage mittschiffs und halb so breite an Bug und Heck.
Kagero schreibt, dass ein Teil davon aus unbekannten Gründen im Kriegseinsatz demontiert war, bei der Passprobe sieht man den Grund aber schnell: Neben anderen Einrichtungen verdecken die Netze auch die schwere Flak. Deshalb mussten sie weg, und im Krieg (gegen China) war das Schiff seit 1937. Also lasse ich sie weg, das Problem der Sicherheit kann man ja auch lösen, indem man einfach Befehl gibt, nicht über Bord zu fallen. Wer es trotzdem tut, ist dann kein Unfallopfer, sondern ein Deserteur..



Geblieben sind von den Netzen, auch auf Vorbildfotos sichtbar, nur diese trapezförmigen Lochbleche.



Für die Flaggen liegen nur Decals bei, mir sind die auf dünnem Papier (Tamiya) ja lieber. Decals ziehe ich dann auf dickere Alufolie (Kaffeglasverschluss) auf und sichere sie vorsichtshalber extra mit Decalkleber, so kann man die Flagge gefahrlos etwas verbiegen.



Die Flaggenleinen mache ich aus dem feinsten Faden meines Fundus, der hat 20den, hart an der Unsichtbarkeitsgrenze. Eine kontrastierende Unterlage erleichtert die Handhabung wesentlich.



Fertig zur Montage.
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

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131

Freitag, 9. Januar 2026, 19:11

Hallo Jochen,
Einfach phantastisch was du hier zeigst :respekt:
Welches Hilfsmittel benutzt du eigentlich um so kleine Ätzteile zu biegen?


Gruß Udo


132

Freitag, 9. Januar 2026, 20:00

Moin,

das ist wirklich Modellbau vom Allerfeinsten, meinen absoluten Respekt :ok:

Ich bin immer wieder beeindruckt, welche Details du in diesem Maßstab darstellen kannst. Allein die Flagleinen ... :verrückt:

Ingo
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133

Freitag, 9. Januar 2026, 20:29

Dank euch!

@Udo: Das Meiste mache ich mit zwei Pinzetten, einer breiten rechteckigen und einer spitzen. Rundungen mache ich mit dem Handballen über irgendwelchen runden Körpern, Bohrer, Pinselstiele etc. Ich habe auch eine kleine Biegevorrichtung (erst seit kurzem), aber die benutze ich eher selten.
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
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-Otto von Bismarck

134

Freitag, 9. Januar 2026, 21:10

Moin Jochen

Mal wieder ein Augenschmaus ^^ :love:
Heiko
Eine kleine Weisheit fürs Leben

--Pople niemals in der Nase wenn Du über Kopfsteinpflaster fährst --

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135

Freitag, 9. Januar 2026, 22:46

Danke für die Info Jochen.
Gruß Udo

136

Mittwoch, 14. Januar 2026, 10:08

Wahnsinn was du uns hier wieder zeigst.
Modellbau in Vollendung. :ok:
Grüße, der Jölle.

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137

Heute, 21:09

Mahlzeit allerseits!

Einigen wird aufgefallen sein, dass ich länger nicht aktiv war, zweien ist es ganz sicher aufgefallen, hallo Ingo und Jölle, nochmals meinen Dank für die Nachfragen! Hat gesundheitliche Gründe, ich kann auch jetzt noch nicht so wie ich will, aber immerhin kann ich überhaupt wieder etwas machen, halbstundenweise. Da bietet es sich an, kleine Dinge zu bearbeiten..

Das Mückengeschwader



3 x A6M Zero, 3 x D3A Val, 6 x B5N Kate. Diese Maschinen vertreibt Hasegawa auch einzeln mitsamt dem Decalbogen, der speziell Maschinen der Akagi zeigt, aber auch Markierungen für theoretisch alle Flugzeuge der Kido Butei enthält.



Zuerst die Jäger decaliert. Die Decals sind so winzig, dass der nur wenig überstehende Trägerfilm im Verhältnis zum Decal riesig ist, ich habe ihn da, wo es um die Kurve ging noch so knapp wie möglich zurückgeschnitten. Trotzdem war es auch mit Weichmacher kaum möglich, die Decals an die Rundung des Rumpfes anzulegen, insbesondere das rote Rumpfband hat mich fast zur Verzweiflung getrieben. Geholfen hat schließlich der ultimative Weichmacher: Tamiya Extra Thin Plastikkleber. Man muss das Decal ganz genau positionieren und dann mit Kleber unterlaufen lassen, der Trägerfilm löst sich dann regelrecht auf. Nichts für schwache Nerven, man hat nur einen Versuch..



Jäger und Sturzbomber fertig decaliert und mit Fahrwerken, Antennenmasten und Zielfernrohren aus dem Ätzteilsatz verfeinert.



Propeller und Motor als Ätzteil, Nabe als Druckteil. Sehr schön gemacht, allerdings mit einem kleinen sachlichen Fehler: 4Takt-Sternmotoren haben prinzipbedingt immer eine ungerade Zylinderzahl, erst 7, später auch 9 Zylinder. Das ist nötig um eine gleichmäßige Zündfolge mit identischen Kurbelwinkeln zu erreichen, 1-3-5-7-2-4-6 bzw 1-3-5-7-9-2-4-6-8. Hier sind es 6 bzw 8. Allerdings braucht man zum nachzählen eine Lupe..



Cockpit mit KristalKlear verglast und meinen dünnsten Elastikfaden als Antenne gespannt.



Die Hälfte ist geschafft!



Gemischte Beladung, die Kates waren gegen Schiffe meist zu gleichen Teilen als Horizontalbomber und als Torpedobomber ausgerüstet. Dass die Aussenlast etwas aus der Mitte ist ist Absicht, auf der anderen Seite ist ein Fenster für das Bombenzielgerät.



Und fertig bis auf Verglasung und Antenne. Die Maschine mit dem roten Leitwerk, die A I-301, ist die des Verbandsführers, farblich abweichend ist noch die A I-307 mit den weißen Peilstreifen auf dem Höhenleitwerk. Die sollte eigentlich auch silberne Außenflügel mit einem darübergenebelten grünen Mäandermuster nach Art der deutschen Nachtjäger bekommen, aber das ist in 1:72 eine Herausforderung für den Airbrushkünstler, in 1:350 übersteigt es definitiv meine Möglichkeiten.
Da fällt mir auf, dass bei einer Maschine der Motor verrutscht ist, das wird natürlich umgehend korrigiert. Dafür sind die gnadenlosen Macros ja wirklich nützlich.
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

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