Mahlzeit allerseits!
Einigen wird aufgefallen sein, dass ich länger nicht aktiv war, zweien ist es ganz sicher aufgefallen, hallo Ingo und Jölle, nochmals meinen Dank für die Nachfragen! Hat gesundheitliche Gründe, ich kann auch jetzt noch nicht so wie ich will, aber immerhin kann ich überhaupt wieder etwas machen, halbstundenweise. Da bietet es sich an, kleine Dinge zu bearbeiten..
Das Mückengeschwader
3 x A6M Zero, 3 x D3A Val, 6 x B5N Kate. Diese Maschinen vertreibt Hasegawa auch einzeln mitsamt dem Decalbogen, der speziell Maschinen der Akagi zeigt, aber auch Markierungen für theoretisch alle Flugzeuge der Kido Butei enthält.
Zuerst die Jäger decaliert. Die Decals sind so winzig, dass der nur wenig überstehende Trägerfilm im Verhältnis zum Decal riesig ist, ich habe ihn da, wo es um die Kurve ging noch so knapp wie möglich zurückgeschnitten. Trotzdem war es auch mit Weichmacher kaum möglich, die Decals an die Rundung des Rumpfes anzulegen, insbesondere das rote Rumpfband hat mich fast zur Verzweiflung getrieben. Geholfen hat schließlich der ultimative Weichmacher: Tamiya Extra Thin Plastikkleber. Man muss das Decal ganz genau positionieren und dann mit Kleber unterlaufen lassen, der Trägerfilm löst sich dann regelrecht auf. Nichts für schwache Nerven, man hat nur einen Versuch..
Jäger und Sturzbomber fertig decaliert und mit Fahrwerken, Antennenmasten und Zielfernrohren aus dem Ätzteilsatz verfeinert.
Propeller und Motor als Ätzteil, Nabe als Druckteil. Sehr schön gemacht, allerdings mit einem kleinen sachlichen Fehler: 4Takt-Sternmotoren haben prinzipbedingt immer eine ungerade Zylinderzahl, erst 7, später auch 9 Zylinder. Das ist nötig um eine gleichmäßige Zündfolge mit identischen Kurbelwinkeln zu erreichen, 1-3-5-7-2-4-6 bzw 1-3-5-7-9-2-4-6-8. Hier sind es 6 bzw 8. Allerdings braucht man zum nachzählen eine Lupe..
Cockpit mit KristalKlear verglast und meinen dünnsten Elastikfaden als Antenne gespannt.
Die Hälfte ist geschafft!
Gemischte Beladung, die Kates waren gegen Schiffe meist zu gleichen Teilen als Horizontalbomber und als Torpedobomber ausgerüstet. Dass die Aussenlast etwas aus der Mitte ist ist Absicht, auf der anderen Seite ist ein Fenster für das Bombenzielgerät.
Und fertig bis auf Verglasung und Antenne. Die Maschine mit dem roten Leitwerk, die A I-301, ist die des Verbandsführers, farblich abweichend ist noch die A I-307 mit den weißen Peilstreifen auf dem Höhenleitwerk. Die sollte eigentlich auch silberne Außenflügel mit einem darübergenebelten grünen Mäandermuster nach Art der deutschen Nachtjäger bekommen, aber das ist in 1:72 eine Herausforderung für den Airbrushkünstler, in 1:350 übersteigt es definitiv meine Möglichkeiten.
Da fällt mir auf, dass bei einer Maschine der Motor verrutscht ist, das wird natürlich umgehend korrigiert. Dafür sind die gnadenlosen Macros ja wirklich nützlich.