Vielen herzlichen Dank für deine Worte, Thomas. Damit das Gefühl nicht abreißt, hier ein neues kleines Update
Kommen wir nun zum (zweigeteilten) Kielschwein mit deren Schlemphölzer. Diese wurden nach Plan gefräst und nach weiteren Anpassungen am Schiff eingesetzt.
Ich habe lange überlegt wie ich die Bolzen bei diesem Schiff verwirklichen soll. Ein dunkles Vierkantholz auf 0.8mm zu fräsen oder zu schneiden misslang.
Auch GFK-Vierkantstäbe habe ich nicht in diesen Maßen finden können. Silber oder Messingdraht als Vierkant habe ich vorrätig, jedoch möchte ich die Bolzen diesmal dunkel halten, was ein nachträgliches brünieren auch ausschließt. Somit hab ich mich dazu entschlossen ein Stahlblech auf das Maß zu feilen um es vorsichtig in das Holz zu drücken, wo das Vierkantloch mit Wachs gefüllt wird.
Die Arbeit an der Heckkonstruktion hat mich erstmal richtig ausgebremst und viele nachdenkliche Stunden und Versuche gekostet, wie ich das am schlausten anstelle.
Letztendlich hab ich für mich einen guten Weg gefunden. Auch gewisse Bauberichte hier und in den anderen Foren haben mir sehr geholfen.
Die äußeren Heckstützen wurden mit Übermaß gefertigt um sie später innen und aussen anzupassen. Ich hoffe sie passen zum Schluss, da es nur eine perspektivische Ansicht dieser im Plan gibt und man daher mit gewissen Schnittpunkten die gestreckte Form rausmessen muss.
Danke, dass Du mir gerade zeigst, was ich niemals schaffen werde. Absolut bewundernswert. Da kommt man sich manchmal selber eher als Materialquäler vor, während Du der Former bist.
Bleib ich auf alle Fälle dran
Mit besten Grüßen,
Markus
Bedenke stets, dass alles vergänglich ist, dann wirst du im Glück nicht zu fröhlich und im Leid nicht zu traurig sein. Socrates (470-399 BC)
Vielen herzlichen Dank Markus für dein tolles Feedback, wo ich durch den ersten Satz erstmal schmunzeln musste. Es freut mich sehr wenn meine Arbeit gefallen findet.
Vor knapp einer Woche gab's jedoch einen kleinen Unfall mit dem Schiff. Das Schiff wurde aus dem Scherbrett genommen und an die Werkbankkante gelehnt und prompt kam natürlich eins zum andern.
Zum Glück brach nur der Gegenkiel, alles andere an den jeweiligen Klebestellen.
Nach 2 Tagen Pause ging's dann auch weiter. An bestimmten Stellen erkennt man den Schaden, der sich aber sehr gering hält.
Und so ist die Tage bis auf die Spiegelworpe die Heckkonstruktion vorerst fertig. Eine tolle Erfahrung so eine komplizierte Konstruktion herzustellen....
dass der "Unfall" nochmal glimpflich abgelaufen ist. Ich mag gar nicht näher darüber nachdenken.....ist ja nicht einfach ein "blöder Plastikhaufen", den man mal schnell im 10er Pack bestellen könnte. Das was du hier zeigst ist handwerkliche Kunst von aller aller Feinsten. Ich wünsche Dir, dass es weiterhin so gut klappt und schaue immer sehr sehr gerne zu
Mit besten Grüßen,
Markus
Bedenke stets, dass alles vergänglich ist, dann wirst du im Glück nicht zu fröhlich und im Leid nicht zu traurig sein. Socrates (470-399 BC)
Recht herzlichen Dank für die lobenden Worte, Markus
Die Spiegelwrange ist nun an ihrem Platz. Dafür wurde der provisorische Auflanger entfernt.
Irgendwie hab ich das Gefühl dass maßlich was nicht passt. Sollte nicht der Fall sein, dennoch sieht es so aus als wenn die Wrange zu tief sitzt oder der Ruderkoker zu hoch, nicht schräg genug nach hinten läuft etc etc. Wird man sehen wenn es um das Ruder geht.
Vorerst sind die Heckarbeiten abgeschlossen und wir beschäftigen uns mit den Balkwegern.
Vielen herzlichen Dank für deine lobenden Worte, Johann
Die letzten Tage hatte ich nicht viel Zeit fürs Hobby. Das Leben außerhalb der Werft muss natürlich auch mal gepflegt werden
Trotzdem hier ein kleines Update:
Bevor ich die Stückpforten setze benötige ich mehr Steifigkeit, nicht dass mir beim Sägen und feilen die oberen Füllstücke zwischen den Spanten brechen, da ist nicht viel "Fleisch".
Somit wurde der Unterbalkweger eingezogen. Hier habe ich mich an die Arbeitsweise von Oliver's Redoutable gehalten, der im Nachbarforum vertreten ist. Auch die Idee mit den Klemmen stammt von dem Baubericht. Wobei die Klemmen aus Messing wie Oliver sie hergestellt hat besser sind, da diese mehr aushalten wenn man die Klemmen festzieht.
Meine zieht es zum Teil durch das Langloch auf dem Gegenstück. Die werde ich nochmals herstellen mit schmaleren Langloch.
Recht herzlichen Dank Ingo für deine lobenden Worte
Die Stückpforten wurden gebohrt und ausgefräst, bevor diese ausgefeilt wurden.
Für die nächste Arbeit wurden die oberen und unteren Trempelrahmen hergestellt und so geht's die nächsten Tage weiter die Stückpforten dementsprechend weiter auszuarbeiten und diese einzusetzen.
Wahrlich nicht mein Material mit dem ich Schiffe baue.
Aber ich wollte einfach mal los werden, das ich es erstaunlich und faszinierend finde, wie du so präzise und saubere Holzschiffe aus den nichts entstehen lässt.
Ein stiller Mitleser.
Vielen herzlichen Dank Jörg für deine lobenden Worte
Ich bin mir sicher dass alle Holzschiffbauer das selbe über die Künstler hier im Forum denken, die aus den Baukästen anderer Materialien mit ihrem Können und Techniken ein Schiff jeglicher Art auf höchstem Niveau erschaffen.
Vielen Dank Michael für deine lobenden Worte! Das freut einen immer wieder sehr.....
Nach dem dritten Versuch sind mir auch die nächsten 2 Balkweger geglückt. Damit ich einen relativ gleichmäßigen Verlauf bekomme habe ich diese ohne die Laschungen hergestellt. Somit ist dieser Balkweger aus einem einzigen Teil (bis auf das letzte Stück am Heck). Die Position der Schwalbenschwanzverbindungen wurden wie beim unteren Balkweger hergestellt. Damit der Balkweger mit dem oberen Trempelrahmen abschließt wurden Bretter mit Keilen in die jeweiligen Stückpforten gesetzt. So liegt der Weger an jeder Pforte sauber auf. Um die nächsten Balkweger setzen zu können wurde am vorderen Doppelrahmen das kleine Füllstück angepasst und in Form gefeilt.
Die letzten Balkweger mit ihren Schwalbenschwanzverbindungen wurden wie bereits gezeigt hergestellt und montiert.
Für die Nagelung wurde ein Vierkanteisen ins Holz gedrückt und mit Wachs befüllt. Der Rest wurde abgezogen und mit Stahlwolle final bearbeitet. Evtl. werde ich dies aber noch ändern, so ganz zufrieden bin ich damit nicht.
Hallo Andreas,
ich schaue hier jetzt schon länger zu und mir fehlen einfach die passenden Worte...
Das ist schon Modellbau auf höchstem Niveau.
Ich selbst habe vor Kurzem die Santa Maria von Artesania gebaut (mein erstes und zugleich letztes Holzmodell) und etliche Teile und die Segel wegen der schlechten Qualität der Baukastenteile selbst hergestellt.
Aber in deine Höhen des Holzsegelschiff-Modellbau-Olymp werdes ich nie aufsteigen. Dafür fehlen mir schlicht das Können und die Geduld.
Ich selbst habe immer wieder staunend hier in die Schiffbauspalte geblickt.
Dann einfach selbst dank der Bauberichte die kleine Lady Nelson gebaut und mithilfe von Oliver's Bericht seiner Fly ebenso die Fly fertiggestellt.
Baukastenschiffe haben auf jedenfall ihren Reiz und sind eine gute Möglichkeit schöne Schiffe zu bauen. Jedoch merkte ich schnell dass man hier sehr eingeschränkt und abhängig vom Baukasten ist und brachte bei der Fly schon sehr viel eigenes mit ein und es blieb vieles im Karton oder wurde dazu hergestellt.
Nach der Fly ging das Interesse auf den Spantenbau, jedoch wollte ich dies erst mit einem Bausatz erledigen um zu sehen wie sich sowas herstellen lässt. Bei der Alert hatte ich viel Freude mit dem Bausatz, jedoch hier auch wieder viel eigenes gebaut.
Wobei so ein Schiff nur nach Plänen zu bauen schon nochmal was ganz anderes ist, hier gibt es nichts fertig. Alles muss geplant und selbst hergestellt werden. Allein die Pläne richtig zu lesen und zu verstehen fordert ein gutes räumiliches sehen. Aber genau hier liegt der Reiz etwas vom Papier aufs reale Holz herzustellen und vor sich zu sehen.
Somit bin ich beim Bau nur nach Plänen gelandet, wo die Venus das erste eigene Projekt wurde.
Aber schade dass du nicht beim Schiffbau geblieben bist.