Hallo Ralf,
auch von mir ein großes Kompliment, das Schiff ist echt sauber gebaut. Ich hoffe, Dir jetzt nicht auf die Zehen zu treten, aber meine Meinung über (die meisten) Baukästen hat sich auch hier wieder bestätigt. Einige Dinge sind mir auf den ersten Blick aufgefallen. Dort, wo sich bei Deinem Modell Grätings im Deck befinden, sollten eigentlich die Ladeluken sein. Da Du das Schiff unter Segeln zeigen willst, sollten die geschlossen sein. Hast Du Dir schon Gedanken darüber gemacht, in welchem Zustand Du die "Cutty Sark" zeigen willst? Der achterne Niedergang auf der Poop wurde nämlich nachträglich eingebaut, ursprünglich gab es nur den vorderen. Zu dieser Zeit führte das Schiff schon das reduzierte Rigg, das ihr Richard Woodget verpasst hatte: Keine Leesegel, verkürzte Spieren und kein Skysegel. Vor der Brandkatastrophe hatte das Schiff in Greenwich allerdings das ursprünglich Rigg und den zweiten Niedergang. Meines Wissens nach ist nach dem Wiederaufbau allerdings der Ursprungszustand wiederhergestellt mit nur dem vorderen Niedergang. Leider hatte ich seither keine Möglichkeit, das Schiff zu besuchen. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, die vordere Nagelbank auf der Back gehört einen Tick nach vorne, und dort war auch ganz sicher nicht das Vorstag belegt. Ich kann aber gerne in meinen Plänen nachsehen, wie und wo es genau befestigt war. Jetzt aber genug der Kritik, die sich noch einmal ausdrücklich nicht auf Deine Umsetzung bezieht.
Viele Grüße,
Matthias
Hallo Matthias,
Ich bin nicht bös sondern ich Freue mich über jeden Hinweis/Tipp/Rat, aber manchmal muss man sich halt grenzen setzen.
Es gibt eigentlich immer verschiedene Zustände, in denen man ein Modell präsentieren kann.
Aus eigener Marineerfahrung weiß ich, das nach jeder Überholung in der Werft mit ziemlicher Sicherheit ein anderer Stand hergestellt wurde, den man im Modellbau dann hinterherjagen kann aber nicht unbedingt muss.
Tja das Thema Baukasten oder nicht ist aus meiner Sicht sicherlich eine Glaubensfrage.
Wenn man Historisch exakt bauen will, kann man keinen Baukasten verwenden, aber auch so manch ein "historischer Bauplan" ist nicht immer korrekt.
Wenn man nur ein schönes Modell bauen mag (ohne historisch wissenschaftlichen Anspruch), kann man auch zu einem Baukasten greifen (ist ja manchmal auch einfach auch eine Frage des Geldes)
Der Spass am Bau sollte immer im Vordergrund stehen
Also wer ohne Fehl und Tadel ist, werfe den ersten Stein oder gehe erst einmal ein Bier trinken oder so...
Das Modell sollte gem. Baukasten ohne Segel gebaut werden. Damit wäre erklärt, warum keine Luken vorgesehen waren.
Zu dem Bau mit Segeln habe ich mir später entschlossen und die Grätings vergessen durch Luken zu ersetzten (was ja auch logisch ist).
Allerdings habe ich mich zu der "mit Segel Fassung" überreden lassen bin aber nach wie vor nicht 100% ig überzeugt.
Bis jetzt gibt es ja nur das Besansegel und das Schiff als Hafenlieger mit gebrassten Rahen an einer selbstgebauten Holzpier stell ich mir auch nicht schlecht vor.
Da ich nur eingeschränkt beweglich bin, habe nicht die Möglichkeit, sofern noch vorhanden, die Original Schiffe zu besuchen.
Von daher nehme ich natürlich auch gerne Hinweise / Ratschläge an.
Das Thema Niedergänge sehe ich nicht ganz so tragisch.
Aber was die vordere Nagelbank und das Vorstaag angeht, wäre ich Dir für einen Blick in Deine Pläne sehr dankbar
Das ist das Gute an so einem Forum, wenn man still und wahnhaft vor sich hinwerkelt, übersieht man leicht mal was
Ab und zu muss man halt geweckt werden.
Darum Vielen Dank für Deine Hinweise

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