Hallo Leute,
jetzt möchte ich doch auch endlich mal was "Konstruktives" beitragen...
Ich stelle Euch hier mein erstes - ja, Ihr lest richtig - in diesem Jahrtausend fertig gestelltes Modell vor. Also das Erste nach meiner knapp 20-jährigen Baupause...
Den 1995er Camaro habe ich allerdings bereits in meinem vorigen Modellbauer-Leben begonnen - genauer gesagt, die Lackierung. Man muss sich vor Augen halten, dass das noch das aktuelle Modell vom Camaro war, als der Bausatz begonnen wurde...

Ich erinnere mich noch daran, dass die erste Lackierung nichts geworden war und ich die Karo seinerzeit mit Bremsflüssigkeit entlackt habe. Danach habe ich ihn in dem jetzigen Metallic-Farbton lackiert, die Karo dann aber irgendwann mit dem Rest des Bausatzes wieder eingelagert.
Um nach der ganzen Zeit erstmal wieder reinzukommen, war das kein schlechtes Modell, denn es musste an der Karo quasi "nur" noch der Klarlack gemacht werden. Ich habe in der Folge bei diesem Modell dann vier (!) verschiedene Klarlacke ausprobiert. Tamyia Acryl und Revell Aqua ließen sich zwar prima aufbringen, brachten aber nur mäßigen Glanz. Alclad II war schon deutlich besser, stellenweise ist dann auch Revell Spray Color zum Einsatz gekommen. Ein echtes Experiment sozusagen...
Ach ja, die Sicken...

Auch die habe ich seinerzeit schon mit einem 0,1er Edding Fineliner gemacht. Schön schwarz sind sie. Damals fand ich das so in Ordnung, heute würde ich mich mit stark verdünnter, schwarzer Wasserfarbe um ein realistischeres Finish bemühen...
Ein paar andere Dinge sind auch nicht so geworden, wie sie sollten. Die Karo-Lackierung enthält leider ein paar "Macken", die normalerweise der Ausbesserung bedurft hätten. Aber das hätte u.a. das Risiko von Farbunterschieden (im Vergleich zu den Stellen mit 20 Jahre altem Lack) mit sich gebracht, andererseits wollte ich die bereits schon einmal entlackte Karo auch nicht über die Maßen hinaus strapazieren.
Bei diesem Modell habe ich ein paar Sachen neu ausprobiert. Im Innenraum wollte ich durch ein Washing Altersspuren darstellen und bin damit, insbesondere auf der Beifahrerseite, leider über das Ziel hinaus geschossen.
Im Großen und Ganzen hat der Bausatz zwar Spaß gemacht. An manchen Stellen hätte man sich etwas mehr Details gewünscht, an anderer Stelle ist es dann unnötig umständlich oder ungenau gewesen. Trotz weitgehender Passproben im frühen Stadium sind so z.B. noch späte Korrekturen im Bereich des Fahrwerks erforderlich gewesen.
Verfeinerungen wie Motorverkabelung sind im Moment noch kein Thema für mich, ich konzentriere mich erstmal auf das Wesentliche. Damit habe ich genug zu tun...
Ein paar kleine Modifikationen konnte ich mir jedoch nicht verkneifen:
- die Domstrebe im Motorraum (aus Evergreen)
- die Hitzeschutzverkleidung der Motorhaube (das ist so nicht original, aber ich wollte mal mit selbst gemachter BMF experimentieren --> aus Alufolie + Leim)
- die Auspuffblenden aus Aderendhülsen (die Bausatzteile gehen gar nicht)
Leider lagen dem Kit keine Decals der Chevrolet- bzw. Camaro-Embleme bei.

Daher habe ich mir die mittels Farblaser und etwas transparenter Klebefolie selbst gemacht.
Ich hoffe, der Camaro findet Anklang. Auf Euer Feedback, insbesondere auch konstruktive Kritik, freue ich mich!
P.S.: Die Corvette C6 Z06, die teilweise im Hintergrund zu sehen ist, ist ein "Projekt" meines 8-jährigen Sohnes. Lackieren mußte aber Papa - das erste Mal mit 2k-Klarlack. Eine Story für sich und in diesem Fall alles andere als perfekt gelungen...