Was die Münch angeht, da komme ich am Schluss mit einer "Studioaufnahme" darauf zurück. In meinem AJS-BB hatte ich sie bereits vorgestellt.
Hauptsache Spaß bei der frei wuchernden Kreativität!
Warum genau der hier? Nun, der ME 888 hat tatsächlich hervorragende Fahreigenschaften gegenüber seinem Vorgänger ME 880, somit lässt sich auch ein Schwergewicht in einer sauberen Linie um die Kurve zirkeln. Der Vorderreifen wurde dem Metzeler Roadtec Z8 180/55 ZR17 nachgebildet. Das ist eigentlich ein ganz ordentlicher Hinterreifen für Superbikes, hier kommt er, mit umgekehrter Laufrichtung, als Vorderreifen zum Einsatz.
Ich löste mein Profilierungs-Problem mit einer Schablone aus Blech, das ich passend zurechtschnitt, bog, und an den Reifen anlegte. Ich markierte die Abstände für die Profile. Dann konnte ich mit einem kleinen Fräser an der Kante entlang fahren und das Profil ausfräsen. Kleine Unsauberkeiten spachtelte ich nach.
Also fertigte ich Silikonformen und probierte wieder etwas Neues aus: Ebalta 951 PU-Gießmasse. Es weist nach dem Aushärten eine gummiähnliche Härte auf (Shore 70) und sieht tatsächlich besser aus als lackiert. So ging es los: Der Reifen-Prototyp bekam Gusskanäle aus Wachs und wurde zur Hälfte in Silikon eingebettet. Nach dem Aushärten wurde die 2. Lage Silikon eingefüllt.
Ich schicke gleich noch Bilder, wie man es besser nicht angehen sollte 
Das korrekte Mischungsverhältnis, Trennmittel und Geduld führen zum Ziel. Hier die Bilder:
Wie anfangs erwähnt, kann ich Deiner Arbeit nicht das Wasser reichen, aber wir beschreiten ja auch unterschiedliche Pfade zum gleichen Ziel: Die Schaffung besonderer oder sogar einzigartiger Modelle.
Hier die Skizze in 1:8:
Erst einmal ergänzte ich den Heckrahmen und fertigte Stoßdämpfer an.
Ab und zu haut auch mal was hin

Denn eins ist klar: Man muss nicht verrückt sein, um diesem Hobby zu frönen, aber es hilft

Die rechte Seite hätte ich natürlich technisch und optisch eleganter gestalten können, aber da hatte ich meinen Kopf schon in den Design-Wolken
Sie kamen also für ein Motorradmodell nicht infrage, da sie naturgemäß exponiert, und nicht verdeckt wie beim Auto montiert wurden. Glücklicherweise fertigt ein netter Mensch in Polen Zubehör für Pocher auf seiner CNC-Fräse. Hier sind die drei Schmuckstückchen:
Ich lade gleich noch Bilder mit dem neuen Farbkleid.
Und was Deine Schöpfungen angeht: Modelle kann man so oder so zusammenbauen, da kann ich das Kompliment nur zurückgeben.
)
Unten der komplettierte Kühler bereit zur Montage.
Und noch ein paar Kleinigkeiten ...
Ich hatte mich um ein paar Millimeter verschätzt. Ich sägte die Grundplatte kurzerhand quer durch und setzte einen Streifen ein, jetzt saß die Platte richtig auf dem Rahmen.
Da konnte ich mich wieder zurücklehnen und auf den selbst gepflückten Lorbeeren ausruhen. Ich musste ja schließlich Ideen sammeln für die nächsten Arbeitsschritte.
Die Kontrollleuchten bestehen aus Uhrmacher-Kleinteilen, die auf der Oberseite poliert und mit farbigem Klarlack veredelt wurden.
Kennzeichen und Halterung fräste ich aus dünnem Blech aus, in der Halterung fräste ich in mühsamer Kleinarbeit einen Skorpion aus. Das Kennzeichen erhielt eine Lackierung aus perlmut weiß metallik, bevor das Decal aufgezogen wurde, abschließend einen Schutz aus Klarlack. Es wurde schließlich mit Optiker-Schräubchen M1,0 an der Halterung fixiert und mit einer Micro-SMD illuminiert - Ordnung muss sein
Ich legte sie etwas nach hinten, das Moped ist eher nicht bei den Cruisern einzuordnen.
Alles sah schlüssig aus, die Formen und Linien verliehen dem Monster eine gewisse Leichtigkeit. Also, in XXL halt
Weiterhin viel Freude mit dem abscheulichen Monster
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