Hallo Vielleicht darf ich hier mal klugscheißen
Bremsen mit Öl: der Hydrodynamische Retarder
Hydrodynamische
Retarder arbeiten mit Öl, das bei Bedarf in ein Wandlergehäuse geleitet
wird. Das Wandlergehäuse besteht aus zwei sich gegenüberliegenden
Schaufelrädern, einem Rotor, der mit dem Antriebsstrang des Fahrzeugs
verbunden ist, und einem feststehenden Stator. Der Rotor beschleunigt
das zugeführte Öl; die Zentrifugalkraft drückt es nach außen. Durch die
Form der Rotorschaufeln wird das Öl in den Stator geleitet, der dadurch
den Rotor und in weiterer Folge dann auch die Gelenkwelle/Kardanwelle abbremst.
Einfach gesagt: Der hydrodynamische Retarder ist eine elegant
konstruierte Ölpumpe, die Öl in einem Kreislauslauf pumpt. Die
Bremswirkung entsteht durch den Arbeitswiederstand der Pumpe, der
regelbar ist.
Durch Reibung wird die Bewegungsenergie in Wärme
umgewandelt, die durch einen Wärmetauscher wieder abgeführt werden muss,
dies erfolgt meistens mit Hilfe des Kühlwasserkreislaufs des Motors.
Die Ansteuerung des Retarders erfolgt pneumatisch, über eine
Druckluftsteuerung: Zum Aktivieren wird der Retarder mit Öl aus einem
Vorratsbehälter geflutet, welches bei Druckabbau durch die Schaufelräder
selbsttätig wieder zurückgepumpt wird.
Der hydrodynamische Retarder
wurde unter anderem von der Firma Voith in Heidenheim an der Brenz
entwickelt. Eine neuere Entwicklungsstufe aus Heidenheim ist der
Aquatarder, der Wasser statt Öl als Bremsflüssigkeit verwendet.
Gruß Berni