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. Anschauungsunterricht vom Feinsten
jo-ho!
Lektüremässig habe ich die üblichen Verdächtigen bemüht: Marquardt, Mondfeld und Hoeckel, der Rest war mir soweit von anderen Modellen bekannt. Allerdings orientiere ich mich beim gesamten Bau sehr an Anderssons "Das Jahrhundert des Sprietsegels"
Zitat
Könntest du mir verraten, welchen "Stoff" du genutzt hast bzw. du die
Segel fertiggestellt hast (Nahtmuster bzw. vielleicht eine vorhanden
Lektüre?)? Ich denke das wäre sicher für viele sehr informativ.![]()
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, daher auch einige Details, die ich so "schlauscheißend"
benenne im Baubericht.
, im nassen Zustand sah alles schmutzig braun-olivgrünlich
aus, nach dem Trocknen war es dann aber ein relativ dunkles und warmes Grau, was man auf den Bilder so aber nicht richtig sieht. Aber ich finde den Farbton aber so auch ganz passig
.

. Habe dazu aber mal eine Frage: Das ist ja ein Taschenbuch. Und dann gibt es da drin ja ein par Abbildungen von getakelten Schiffen/Modellen. Also ich kann darauf gar nichts erkennen, also was wohin kommt, und vor allem: wo es belegt werden soll. Braucht man die Bilder nicht, wenn man den Text aufmerksam liest? Habe ich im Detail noch nicht getan, da ich ja noch lange nicht soweit bin, aber eins habe ich schon verinnerlicht: mit der Rechersche kann man nicht zu früh anfangen
.
. Das hatte schon fast was von Loriot, wenn man es mit Humor nimmt. Aber er beschreibt vieles im Text sehr nachvollziehbar und vor allem hat er vernünftige einfache Skizzen beigefügt, anhand der eigentlich alles verständlich wird.
DANKE!
Daher möchte ich die auch so realistisch "nahe" haben.
jo-ho!
…) ist, dass die Bug- oder Bauchgordings einem anderen Prinzip folgen. Statt über die Rah hinweg hinter den Mast und an Deck geleitet, laufen sie nun durch Einzelblöcke unter der vorderen Marsquersaling nach vorne zum hinteren Backschott, wo sie belegt werden. Das Prinzip ist hier wieder das gleiche wie bei Nockgordings: zwei Taue, die jeweils vom Liek durch einen Zwillingsblock und wieder zurück zum Liek laufen. Auf der anderen Seite wird verkürzt durch einen Läufer, der an der Backschottreling befestigt ist, dann das andere Ende des Zwillingsblocks durchläuft, dann weiter durch einen Leitblock am Schott und von dort dann an die Belegstelle. Auch hier sind die Bilder ganz hilfreich, um das soeben beschriebene besser zu verstehen.



hab ich mich doch gleich draufgestürzt. Bewundernswert auch, wie du dich mit den ganzen Fachausdücken auskennst. Für mich sind das größtenteils böhmische Dörfer
, sieht aber auf jeden Fall wieder Spitze aus
Ich habe aber auch mittlerweile zigmal den Andersson durchgelesen, irgendwann kennt man dann die Protagonisten. Aber wenn was unklar sein sollte- immer bitte nachfragen!
jo-ho!
. Hatte das Buch auch mal, allerdings leider verliehen und nie wiedergesehen. Schade eigentlich...
Dabei ist mir eine Sache aufgefallen, so Detailverliebt du auch bist, aber erkennen konnte ich das bei deinen Segeln nicht.
jo-ho!
Die Marssegel kommen ja nun als nächstes an die Reihe, die sind noch nicht ganz fertig: Die Reffbänder sind, wie man erkennen kann, bereits an/auf den Segeln, die Reffbändsel noch nicht. Warum? Zunächst müssen dort erst noch alle Legel an den Lieken angebracht werden (Schothörner sind bereits dran, aber die Legel für Bulins und Gordings fehlen noch), versteift sind sie mir zu hart zum Drannähen. Dann werden die Segel erstmal leicht versteift und erst nachträglich die Reffbändsel eingefädelt. Sonst würrden mir die auf den Segeln festkleben, das wollte ich nicht. Die Löcher für diese werde ich aber vor dem Versteifen bereits anbringen mit einer scharfen Kanüle und Lineal, das Geht prima, sie vershließen sich auch nicht wieder ganz, da die kanüle schneidet und nicht nur "pierct". Selbstverständlich kommen auch noch die Reffe dran, die entsprechenden Legel ebenfalls. Ich habe daher die Rahnocken (kannst Du auf dem Bild erkennen) der Epoche entsprechend länger ausgearbeitet und mit vertikalen Bohrungen versehen, die die Scheibgatts in den Nocken simulieren sollen, wo die Reffe durchlaufen. Die Refftaljen über den Marsrahen habe ich bereits angebracht und schon eingefädelt, das untere Teil, das eigentliche Refftau, das das Segel vertikal in Richtung Rah hebt beim Verkürzen, muss dann noch an den vorgesehenen Legeln auf Höhe des Reffbandes seitlich befestigt werden.
Zitat
Hast du bei den "Reffen" der jeweiligen Segel auch eigentlich Reffbänder mitverarbeitet bzw. auch Refflegel?
Völlig richtig, waren sie!
Zitat
Bin mir da jetzt nicht ganz sicher, aber zur der historik der Schiffsart waren die glaube ich noch Bestandteil oder?!![]()
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Ja, gesehen habe ich das die Reff"bänder" bereits eingearbeitet sind und lediglich die Reffbändsel fehlen und zusätzlich Refflegel.
Hast du die Schothörner mit Zurringe (die ja aus dem Liektau gebildet werden) versehen oder mit Ringen versehen? Mit Ringen wäre das sicherlich noch eine zusätzliche Arbeit.
Ich meine einige Bulins wurden direkt am Schothorn für die Refflegel mit verbunden oder? Aber tiefen Respekt das du dir die Arbeit machst, ich beobachte das mit ganz viel Spannung und Freude auf jeden weiteren Schritt.
Also ich bin ja immer mehr geschockt, wie umfangreich die Takellage mit der Segelbindung früher war. Aber zugleich erstaunt welches können damals abverlangt wurde um ein Schiff zu manövrieren, geschweige in Takt zu halten.
jo-ho! Ja, das stimmt. Das fasziniert mich auch nach wie vor sehr und daher lege ich da bei meinen Modellen auch immer sehr den Schwerpunkt (mit) drauf. Segelschiffe waren hochkomplexe mechanische Maschinensysteme, in sich hochbeweglich und flexibel und dabei gleichzeitg stabil, in denen offensichtlich sehr viel Erfahrungswerte und daraus abgeleitetes Wissen steckt(-e), immerhin wohl weit über tausend Jahre Tradition und internationaler Kulturaustausch.
Zitat
Also ich bin ja immer mehr geschockt, wie umfangreich die Takellage mit
der Segelbindung früher war. Aber zugleich erstaunt welches können
damals abverlangt wurde um ein Schiff zu manövrieren, geschweige in Takt
zu halten.![]()
Aber bemerke, die Blöcke sind zwar altmodisch, aber in der Epoche der "Reaper" gängig gewesen. So finde ich, kann man in Betracht des Zeitalters, wenn man sich dort befindet, schon von "modern" sprechen.
jo-ho!
Die Marssegel kommen ja nun als nächstes an die Reihe, die sind noch nicht ganz fertig..
jo-ho!
Ich weiß nicht, ob auf Deinem Moni meine Bilder eventuell auf dem Kopf stehen..?
Aber ich versteh Dein Post auch nach mehrmaligem Lesen irgendwie nicht
... Ich habe doch noch gar keine Mars-und Bramsegel angebracht- die beiden letzten waren doch Vor- und Großuntersegel...
Als nächstes kommen tatsächlich die Marssegel an die Reihe, sprich werden vorbereitet, mit allen notwendigen Leinen ausgestattet, versteift und inklusive eingefädelter Reffbändsel (mal schauen, ob pro Kleid ein oder zwei, was realistischer wäre, aber das entscheide ich später nach Optik...) an die Rahen gebracht und "angeschlossen".
Äh, René?! Ich weiß nicht, ob auf Deinem Moni meine Bilder eventuell auf dem Kopf stehen..? Aber ich versteh Dein Post auch nach mehrmaligem Lesen irgendwie nicht ... Ich habe doch noch gar keine Mars-und Bramsegel angebracht- die beiden letzten waren doch Vor- und Großuntersegel...
Oder hat mein Bild mit den lediglich provisorisch mal angeklemmten Segeln irritiert? (Dort, wo Du wegen der Reffs nachgefragt hattest.)
jo-ho! Bin gespannt!
Zitat
Ich mache heute Abend mal ein Foto von dem, woher ich diese "Erkenntnis"
habe, warum ich so argumentiert habe bzw. warum darauf kam.
Da ich ja jetzt mich erst seit einer Woche mit der historischen Materie befasse, muss ich das echt klären.
jo-ho!
Und wie Du auf den Bildern erkennen kannst, sind die Mars- und Bramsegel nur drangesteckt, diese kommen also -wie schon gesagt- als nächstes, die Untersegel sind bereits dran.
Äh, René?! Ich weiß nicht, ob auf Deinem Moni meine Bilder eventuell auf dem Kopf stehen..? Aber ich versteh Dein Post auch nach mehrmaligem Lesen irgendwie nicht ... Ich habe doch noch gar keine Mars-und Bramsegel angebracht- die beiden letzten waren doch Vor- und Großuntersegel...
Oder hat mein Bild mit den lediglich provisorisch mal angeklemmten Segeln irritiert? (Dort, wo Du wegen der Reffs nachgefragt hattest.)
Und wenn ich dann die dort aufgehangenen Segel an deiner Reaper sehe, also dergleichen von der Reihenfolge. Also:
Als nächstes kommen tatsächlich die Marssegel an die Reihe, sprich werden vorbereitet, mit allen notwendigen Leinen ausgestattet, versteift und inklusive eingefädelter Reffbändsel (mal schauen, ob pro Kleid ein oder zwei, was realistischer wäre, aber das entscheide ich später nach Optik...) an die Rahen gebracht und "angeschlossen".
Danach dann mehr oder weniger analog hierzu die Bramsegel. Ich rigge immer von unten nach oben gehend auf.
Ja, kann ich mir bei dem Maßstab vorstellen und bei dem Stoff, dass es zur einer Versteifung führt oder auch nicht. Weil wenn wie bei der Skizze vielleicht nur zwei Reffbänder, so wie du sie am Marssegel eingenäht hast, ebenfalls einnähst, glaube ich fast es ginge noch. Ich glaube darüber können wir nur spekulieren, solange es nicht ausprobiert wird.Die Reffbänder an den Untersegeln habe ich bewusst weggelassen, da sie zu ungewollter Verdickung/-steifung der Segel geführt hätten und das Aufgeien und den halbwegs natürlichen Faltenwurf erschwert bis verhindert hätten. Außerdem sieht man sie im Grunde bei augegeiten Segeln sowieso nicht oder zumindes sehr wenig davon. da war mir dieser Kompromiss wichtiger als die vollständige/ tatsächliche Darstellung der Segel.
Ich bin mir sicher, du würdest es hinbekommen. Ich glaube dir auf jeden Fall das es sehr viel Arbeit ist, im Bezug auf die Herstellung der Segel. Schöne Grüße und ich hoffe, ich konnte es Dir nun etwas deutlicher/verständlicher machen?
jo-ho!
Das brauchst Du keinesfalls
Zitat
Da komm ich mir so klein vor![]()
. Meine Golden Hind würde heutzutage nur schwer mit Deiner mithalten können. Im Laufe der Zeit wird man dann pö a pö etwas erfahrener und auch vielleicht wagemutiger, Baupläne werden unwichtiger und das Wissen um die Thematik lernt man dazu. So was kommt mit der Zeit. Aber es stimmt schon, an dem aktuellen Bausatz habe ich dermaßen viel modifiziert rückblickend betrachtet, ich wunder mich selber manchma
l. Früher hätte ich mich das jedenfalls gar nicht getraut, aus Angst was zu versauen. Aber ich hab ja bei anderen gesehen, dass (fast) nichts irreversibel oder nicht zu richten ist. (Nicht wahr, dafi, Leimprinz etc....? )Ich finde es schon wichtig, auch mal näher zu erklären, was ich wie wozu gemacht habe und was der (technische/historische) Kontext dazu ist. Das für mich damals auch sehr wichtig, da ich selber oft ohne Ende Fragen hatte, und ich froh war, wenn mir jemand diese beantworten konnte. Jetzt versuche ich eben auch, dieses Wissen weiterzugeben. Leider oft nur in Fachchinesisch, was oft aber schneller geht, als alles zu umschreiben. Aber man kann ja auch nachfragen, wenn man was nicht verstanden hat oder nicht weiß, was gemeint ist
Zitat
Aberan lernt es nirgends besser als bei dir hier.
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Leider oft nur in Fachchinesisch, was oft aber schneller geht, als alles zu umschreiben.
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