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91

Dienstag, 27. Januar 2026, 15:13

Die Saint Philippe ist ja nicht alleine. Es gibt da ja noch die ebenfalls französische Reine mit 100 Kanonen, die versuchsweise aus einer Phenix von Heller entsteht. Der Rumpf wurden bereits erheblich verbreitert, sowie um eine Stückpforte auf 15 plus der Jagdpforte im Bugteil verlängert.

Da ich noch genug von dem Spezialkleber von der Saint Phillipe habe, und bevor dieser bei drohender längerer Liegezeit evtl. austrocknet, habe ich nun auch die Rumpfhälften der Reine verklebt.Der Kleber braucht bis zur endgültigen Durchhärtung noch Zeit. Der Rumpf muss dann noch ein wenig nach vorne verlängert werden um dann das Bugteil anzukleben um diese Bauphase vorläufig abzuschließen.
Oder anschließend, wenn es erfolgversprechend scheint, einem Abguss in Resin zu erwägen.

92

Dienstag, 27. Januar 2026, 15:27

Der schönste Rumpf nützt ja nichts wenn der prächtige Figurenschmuck nicht für mich umsetzbar ist.

Deswegen habe ich mir bereits Gedanken zu der Dekoration der Schiffe gemacht. In einem noch ausstehenden Versuch werde ich auf Wachsschnitzen zurückgreifen. Hat da bereits jemand Erfahrung?

93

Dienstag, 27. Januar 2026, 17:32

Bei Ornamenten, die einen flachen Hintergrund haben (weil sie auf der Bordwand aufsitzen) empfehle ich das Modellieren mit Magic Sculp oder ähnlichen Materialien auf einer Oberfläche aus Kunststoff. Das gelingt auch dem Amateur, weil man sehr viel Zeit hat, an den Objekten zu arbeiten. Natürlich bekommt man sie im ausgehärteten Zustand nie und nimmer heil von ihrem Untergrund, aber ich gestalte sie so, dass ich sie ohne große Probleme abformen kann. Freistehende Ornamente wie menschliche Körper habe ich bislang durch Modifikation entsprechender Figuren aus der Modellbahnwelt hergestellt. Für ein Phenix-Derivat kämen da insbesondere Figuren in den Maßstäben 1:160 und 1:120 infrage.



Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

Beiträge: 2 408

Realname: Matthias

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94

Dienstag, 27. Januar 2026, 18:02


Ich kann auch Magic Sculp empfehlen. Das habe ich für sämtliche Reliefs und Vollfiguren verwendet. Die entsprechenden Vorgehensweisen findest du im Baubericht meiner Soleil Royal. Der Vorteil beim Modellieren ist halt, dass man Fehler immer wieder korrigieren kann, was beim Schnitzen schwierig ist. Ein Versuch ist es wert finde ich.

Übrigens: wenn man Reliefs wieder ablösen möchte, einfach auf
doppelseitigem Klebeband modellieren auf dem noch das Trennpapier ist.


Einfach mal machen! Könnte ja gut werden.


Fertig:
H.M.S. Prince 1670 , Millenium Falcon von mpc

Im Bau:
Soleil Royal Holzmodell 1:140

95

Mittwoch, 28. Januar 2026, 09:43

Danke für die Tipps.

Mit Magic Sculp habe ich in der Vergangenheit bereits ein Test gemacht. Für größeren Figuren kann ich mir das vorstellen, Die Reine hat da zwei Figuren am Heck und die Galionsfigur da könnte ich mir einen MS Einsatz vorstellen.
Für einen Umbau von Plaste Figuren verschiedener Hersteller und Größen bin vorbereitet. Ich habe einige Packungen verschiedener Größen vom FKK Strand rekruitiert. Dabei ist halt immer die Frage ob die Größe wirklich passt.


Übrigens: wenn man Reliefs wieder ablösen möchte, einfach auf doppelseitigem Klebeband modellieren auf dem noch das Trennpapier ist.


Simpel! :ok: Das könnte bei den anpassen der Relieffiguren der Engel, die dem großen Wappen zwischen Ihnen huldigen die Anpassungsarbeit erleichtern. Da hatte ich mir ja bislang ein herausarbeiten aus einer dünnen Wachsplatte vorgestellt.


Zitat

Der Vorteil beim Modellieren ist halt, dass man Fehler immer wieder korrigieren kann, was beim Schnitzen schwierig ist. Ein Versuch ist es wert finde ich.

Dein Argument zieht, Schnitzen ist problematischer.

Beiträge: 439

Realname: Holger

Wohnort: bei Limburg / Lahn

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96

Donnerstag, 29. Januar 2026, 17:00

DEm kann ich mich nur anschließen, nimm Magic Sculp. Mit ein wenig Übung funktioniert das prima, gerade in dem kleinen Maßstab.
Habe ich bei meinen letzten Modellen auch ausgiebig genutzt.
Achso, weiter so :thumbup:
:wink:
Holger
_______________________________________________________
Fertig: holländische Fregatte "Wapen van Edam" 1644 in 1/160
Im Bau: englisches Linienschiff "Royal Katherine" 1664 in 1/160

97

Freitag, 30. Januar 2026, 10:31

Moin Holger,

selbstverständlich probiere ich Magic Sculp für die Dekoration. :) Erst einmal für die Galionsfigur der St. Phillipe. Da es für dieses Schiff allerdings keine bekannte Abbildung der Galionsfigur gibt werde ich den Figurenschmuck der nachfolgenden St. Phillipe´s auswerten und schauen wie diese Figur um 1663 ausgeschaut haben könnte.

Als Grundschüler habe ich übrigens die Arbeit mit Ton und ähnlichen Materialien im Unterricht noch entschieden abgelehnt, das war mir viel zu schmierig. :pfeif:

Grüße

Jörg

98

Dienstag, 10. Februar 2026, 09:24

Moin!

Die Stückpfortenhöhe vom Heck/Plattgatt passte ja schon beim originalen Bausatz nicht zu den Pforten der Schiffsseiten. Das hätte mir bereits eine Warnung sein können. :rolleyes:

Die Stückpforten der Schiffsseiten hatte ich ja um je eine pro Seite reduziert, und beim einschneiden der neuen Pforten bei der Lage an die Berghölzer vom Gemälde der St. Phillipe angepasst. Das stellt sich nun am Modell nach den Einbau vom Plagatt, bei den hintersten 3 Pforten der Schiffsseiten, als nicht vorteilhaft heraus. Hier müssen drei Pforten nach hinten zunehmend in die Berghölzer abgesenkt werden, um bei der letzten Pforte auf das passende Höhenniveau der Pforten vom Plattgatt zu kommen. Die Alternative zum Einschneiden in die vorhandenen werkseitigen Berghölzer wäre den Verlauf der Berghölzer noch flacher als vorhanden zugestalten. Das entspräche aber nicht den Plänen vom Album de Colbert, und dafür müßten die vorhandenen entfernt werden.

Ich hoffe das ist verständlich?????

Hier nun das Foto


Edit:
Das sind so die Probleme wenn man einen Bausatz, Zeichnungen vom Album de Colbert und ein Gemälde der St. Phillipe (von dem ich über die Jahre immer höher auflösende Kopien finden konnte) samt dessen Daten halbwegs überein bringen möchte. Dazu kommt dann noch das die Bausatz Rumpfhälften unterschiedliche Dicken aufweisen. Das wird noch bzw. hat mir bereits am Bug Probleme bereitet.
Edit 2: Ein sekbstgemachtes Problem ist die lange Bauzeit, man muss sich immer wieder neu in die Materie einarbeiten. Mein Resümee ist lieber gleich aus Holz bauen und kontinuierlich dran weiter bauen.

Gruß

Jörg

99

Dienstag, 10. Februar 2026, 13:56

selbstverständlich probiere ich Magic Sculp für die Dekoration. :) Erst einmal für die Galionsfigur der St. Phillipe. Da es für dieses Schiff allerdings keine bekannte Abbildung der Galionsfigur gibt werde ich den Figurenschmuck der nachfolgenden St. Phillipe´s auswerten und schauen wie diese Figur um 1663 ausgeschaut haben könnte.


Die Dekoration der St.Philippe stammt übrigens von Nicolas Levray. ebenso wie die der „Royal-Louis“ jeweils nach den Zeichnungen von Le Brun. Dem Gemälde nach ist die Dekoration der St Phillipe glücklicherweiser nicht so üppig wie die der Royal Louis (I)

Und weil es vielleicht für Leser interessant ist:

Zitat

Bertis Einleitung im Album de Colbert besagt, dass diese Zeichnungen wahrscheinlich kurz vor 1677 von einer Werkstatt angefertigt wurden, die sich auf Auftragszeichnungen für bedeutende Persönlichkeiten spezialisiert hatte. Vermutlich wurden die Zeichnungen von vier gleich großen Kriegsschiffen kopiert, die zu dieser Zeit in Toulon gebaut wurden. Diese vier Kriegsschiffe waren die Saint-Philippe, die Lys, die Sceptre und die Royale Thérèse.

Zitat: Portanier (Google Übersetzung aus dem englischen.)
French Naval Sculpture under the Ancien Régime (1650-1789) Ronald Portanier

100

Mittwoch, 11. Februar 2026, 12:25

1. Ich hatte immer gedacht, das Album Colbert stamme aus dem Jahr 1670. Ich habe aber nie ein Exemplar des Nachdrucks in der Hand gehabt.
2. Tatsächlich müssen die vier hinteren Stückpforten meines Erachtens aus ästhetischen ebenso wie aus technischen Gründen ein Stück nach oben versetzt werden. Ich habe das an 7 meiner 8 Phenix-Modelle auch so praktiziert. Ich möchte aber zu bedenken geben, dass die hinteren Stückpforten entgegen entsprechender Darstellungen nicht unbedingt zum Ausfahren von Geschützen gedacht waren. Manchmal dienten sie auch nur zur Aufnahme von Gütern bzw. zum Auslegen eines Ankertaus über das Heck. Es ist auch nicht gesagt, dass die Decks immer in einer geschwungenen, aber nicht unterbrochenen Linie vom Heck zum Bug laufen. Man sehe sich dazu zum Beispiel die Vasa an.
3. Ich glaube, niemand kann so gut ermessen wie ich, welche „Besonderheiten“ der Phenix-Bausatz aufweist. Wenn man etwas genauer nachmisst, kann man feststellen dass die beiden Rumpfhälften nicht exakt deckungsgleich sind. Verständlicherweise, denn Mitte der 1960er Jahre wurden die Modelle nun wirklich noch nicht mit digitalen Zeichenprogrammen entworfen. Und die Graveure mussten die Pläne von Hand auf die Formen übertragen.
4. Zum Thema Barkhölzer: Nach meinen Erfahrungen kann ich nicht dazu raten, allzu große Veränderungen an der Gestaltung der Bordwände vorzunehmen, einmal abgesehen vom Schmuck an Heck und Bug. Ich bin jedenfalls schon schlimm daran gescheitert, weil jede Veränderung einen Rattenschwanz von anderen Modifikationen zur Folge hatte und ich mir dann „einen Wolf“ bastelte, mit anderen Worten: die Lust an der Arbeit verlor.
Weiterhin alles Gute für das Projekt, das ich höchst interessiert verfolge.
Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

101

Donnerstag, 12. Februar 2026, 10:24

Moin!

Zu 1.
Die in der Literatur zeitlich etwas schwammig gesetzte Grenze vor 1677 hat wohl den Grund weil auf den Zeichnungen noch vorhandene aber später abgebrandte Gebäude gezeigt werden.
Persönlich kann ich mir vorstellen das die in Toulon gebaute Saint Philippe Baubeginn 1661, ein Dreidecker des auf den Colbert Zeichnungen gezeigten Typs, eine Rolle bei der Erstellung der Zeichnungen spielte . Es war zeitweise größtes Schiff der Levant Flotte. 1665 bei der Schlacht von Cherchell François de Bourbon-Vendôme Duc de Beauforts Flaggschiff. Später als Flaggschiff durch die Monarque (siehe Candia Einsatz) ersetzt. 1672 wurde es als Flottenflaggschiff der Ponant Flotte bei der Seeschlacht von Solebay eingesetzt.
Die Monarque (nach dem Refit zum 84/80 Kanonenschiff) wäre m.E. auch ein heißer Kandidat als Vorbild für die Colbert Zeichnungen. Von dem Schiff soll es wohl auch eine Zeichnung der Heckdekoratioen gegeben haben die aber verschollen ist? Für den Bug existiert noch eine entsprechende Zeichnung.

Zu 2:
Schiffe der Zeit zeigen nicht selten in hinteren Teil der Geschützdecks, zum Heck hin, einen Knick im Decksschwung oder sogar einen Versatz des Decks abwärts. Vielleicht ein Versuch die achtere Gesamthöhe zu reduzieren bzw. das Gewicht der Geschütze tiefer zulegen?
Die Colbert Zeichnungen zeigen jedoch nur eine flachen Anstieg des Decks zu den Schiffsenden. Dem hatte ich nicht ausreichend Rechnung getragen.
Die Überreste der S.P. , das Schiff ging 1692 bei der Seeschlacht von La Hogue (siehe Soleil Royal) verloren, wurde inzwischen gefunden und man konnte den Spantenaufbau rekonstruieren und mit denen der anderen dort gefundenen Wracks vergleichen.

Zitat

mit anderen Worten: die Lust an der Arbeit verlor.

In der Tat, die Gefahr besteht immer. Aber bei mir nicht nur durch den Arbeitsaufwand, auch durch das wenig haltbare Material Plastik. :motz:

102

Dienstag, 14. April 2026, 17:25

Nun doch, die dritten Zähne, nein falsch. Das dritte Deck der Reine natürlich.

Der Bug ist angeklebt und das neue oberste Batteriedeck im Ansatz vorhanden. Vorerst provisorisch, aber damit können nun die Überlegungen für das weitere Vorgehen beginnen.
Das sieht jetzt noch richtig wild aus. Hilfe!! :D




Das Frontschott wird noch geöffnet und ist in dieser Form somit noch nicht endgültig. Nun können die Mastpositionen und andere Decksöffnungen z.b. für die Grätinge festgelegt und die Plankenstruktur aufgebracht werden.
Vermutlich bleibt das dritte Deck auch im weiter ausgebauten Zustand noch eine Weile abnehmbar. Es gibt ja noch eine Menge im Rumpf zu tun.

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