Moin Männers,
weiter ging es an der Endy. Im Buch von Marquardt sowie auf den Bildern des Bastelbogens sind mir die Verbolzung der von außen angebrachten Reelingstützen (Drehbassenstock) für die Drehbassen aufgefallen. Vom Maßstab ein Detail, was sich durchaus darstellen lässt. Vom Beplanken hatte ich auch noch die passenden Nägel über. Sollte also dem Vorhaben nichts im Wege stehen.
Mittels Handbohrer habe ich die nötigen Löcher in die Stöcke gebohrt. Anschließend wollte ich die Nägel in die Bordwand schlagen. Ihr könnte es euch denken - das Unheil nahm somit seinen Lauf. Verlief das Versenken des ersten Nagels noch rech glimpflich, folgte beim zweiten die Katastrophe. Die letzte Plankenreihe des Achterdecks brach auf voller Länge aus

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Tja, nun war ich um eine Erkenntnis reicher. Die restlichen Nägel in der abgebrochenen Planke versenkt und alles wieder an Ort und Stelle geklebt. Als Dank dafür gab es komplett einen neuen blauen Anstrich auf Back- und Steuerbord.
Nachdem es nun sehr rabiat zuging und ich keine Lust auf Ösen biegen hatte, widmete ich mich der Problematik Abdeckung der Großluke.
Nun gab es 2 Möglichkeiten:
1. geschlossene Abdeckung der Luke (Vorschlag Marquardt)
2. Abdeckung mittels Gräting laut Shipyardt
Ich entschied mich für 2. Variante, da ich in der Nähe der Großluke eine LED verbaut hatte und ich es schade gefunden hätte, den Einblick in den Rumpf an der Stelle zu versperren. Also unternahm ich mit den übrig gebliebenen Gräting-Bauteilen von meiner San Franzisco einen Versuch, die Gräting zu bauen. Leider waren die Abstände der einzelnen "Balken" einfach für den Maßstab viel zu groß. Ein Versuch, diese aufzupeppen scheiterte kläglich.
Nun war guter Rat teuer

und die Uhr sagte mir, Zeit fürs Bett und eine Nacht darüber schlafen, wie es nun weiter gehen könne

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Es ging im Schlaf immer zwischen Möglichkeit 1 und 2 hin und her. Am nächsten Morgen dann die Erleuchtung

. Wieso hat man schöne Bastelmaschinen, wenn man sie nicht nutzt. Also schnell die Unimat rausgekramt, den Koordinatentisch und ein Stück Birnenholz vorbereitet und schon konnte es los gehen:
Mit 1 mm Abstand wurden zig 1 mm Löcher in das Brett gebohrt. Anschließend wurden die Bohrungen noch mit einer Vierkant-Schlüsselfeile so gut wie es in dem Maßstab möglich war in eine eckige Form gebracht. Mit dem Skalpell zog ich noch die Balkenstruktur der Gräting nach. Fertig war der erste Prototyp.
Nun stand die Stunde der Wahrheit an und es musste ein Direktvergleich zwischen den Artisania Latina Kram und dem Eigenbau her.
Meine Frau hat die Arbeit für gut befunden und somit stand der Herstellung der zwei noch fehlenden Gräting nichts mehr im Wege. Dafür bekam sie natürlich noch einen fetten
So, nun werde ich mich doch um das Ösen biegen nicht mehr drücken können, um den Rumpf endlich fertig zu bekommen. Das Deck wartet noch mit diversen Aufgaben und in die Höhe sollte es eigentlich dieses Jahr auch noch gehen.
Gruß Jan