Öhm... Da muss ich Dir leider teilweise widersprechen, denn so ist die Aussage nicht ganz richtig. Es gibt durchaus Washes, die mit Nitro-Verdünner u.ä. verdünnt werden. AK Interactive möglicherweise (??? - mit denen hab ich null Erfahrung, das wissen bestimt die Anwender besser). Oder Ölfarben mit Terpentinersatz (aromatenfrei) oder, wie bereits richtig angesprochen, mit Feuerzeugbenzin... Dort empfiehlt sich wirklich eine Schutzschicht, und zwar optimalerweise glänzend, damit das Washing/die Ölbrühe auch in jede Ritze fliesst. Stichwort: Kapillarwirkung.
Ein konkretes Gegenbeispiel hierzu sind die bereits angesprochenen GW-Washings die man, wenn überhaupt, problemlos mit H2O verdünnen kann (aber eigentlich nicht muss). Da wird nichts angegriffen, und eine Zwischenschicht kann man sich in den meisten Fällen ebenfalls sparen. Die Washes sind so konzipiert, dass sie eigentlich problemlos in jede Ritze fliessen, mann KANN natürlich auf Nummer Sicher gehen, und hier vorher Glanzlack auftragen. Selbst das bei Flugzeugbauern so beliebte "Future" oder "Erdal Glänzer" wird benutzt. Der Effekt ist nur hier nicht das Versiegeln an sich, sondern die direkte Beeinflussung der Fliesseigenschaften, die aber, wie gesagt, schon ab Werk ziemlich gut sind.
Umgekehrt kommt dann wiederum sehr wohl Klarlack zum Einsatz, wenn die Mattheitsgrade zB bei einer Figur unterschiedlich sind (zB Hauttöne und Stoffe). Hier dient der Lack aber ausschliesslich dem Schlussfirnis wie gesagt, nicht als Zwischen(Schutz)schicht.
Beispiel 1:
hier wurde GW-Washing angewendet, unverdünnt. Anschliessend (Acryl!)Klarlack zum Versiegeln und zur Verstärkung des Metall-Effektes.
Beispiel 2:
Acrylbemalung komplett, Washing mit GW-Sepia, anshcliessend Vallejo-Mattlack (Acrylic Resin) als Schlussfirnis.
Lucas.