Zum Original:
Ich bin kein Trekkie, nein wirklich nicht, zumindest muss ich das durch dieses Projekt meiner Holden nun mehrmals täglich glaubhaft klarmachen! Das ist auch nicht abwertend gemeint, denn ich gucke sehr gerne Star Trek. Aber mein Wissen ist derart oberflächlich gehalten, dass ich mich nicht zu diesem Kreise von Menschen zählen kann. Sollte hier jemand unter uns weilen, der selbigs Fachwissen besitzt, so darf er dieses gerne kundtun. Man lernt ja nie aus, gelle?
Das Modell das ich hier baue ist die U.S.S. Enterprise NCC-1701. Lange Zeit war sie das erste bekannte Enterprise-Schiff im Star Trek Universum, bis auf hier und da eingeschobene Prototypen etc. Zwar kam dann zu Beginn dieses Jahrtausends eine neue Prequel-Serie mit dem NX-Modell, dieses wurde jedoch von vielen Fans nicht gerade positiv aufgenommen. Ich mag die Serie, aber lassen wir das lieber.
Zu sehen war dieses Schiff in der Originalserie Ende der 60er mitsamt Kirk, Spitzohr, Pille und dem genialen 9-Finger-Scotty. Zudem aber auch in mehreren Kinofilmen, bevor es letzlich durch Selbstzerstörung aufgegeben wurde.
Ich bin nicht in der TOS-Ära groß geworden sondern in der TNG-Ära. Schade, weil ich die NCC-1701 einfach immernoch am elegantesten finde und diesen Kult gerne live miterlebt hätte. TNG gefiel mir damals überhaupt nicht, und so bin ich irgendwann über die Kinofilme zu Star Trek gekommen. Faszinierend finde ich übrigens, dass die Serie damals ein Riesenflop war und sich dennoch solch ein Hype entwickelt hat...
2. Verkabelung und Zusammenbau der Warpgondeln
Sodale, jetzt gehts ans Eingemachte...
Nachdem ich ja nun nicht gerade der LED-Experte bin, hatte ich Bedenken bzgl. Anzahl der LEDs, Widerstandsberechnung usw. Deshalb habe ich es mir einfach gemacht und über einen Fachhändler ein fertiges LED-Set bestellt. Zwar musste natürlich alles noch mit Widerständen versehen und verlötet werden, aber das komplette Beleuchtungsmaterial war im Set enthalten und ich konnte hier schonmal nix mehr falsch machen. Ich steigere mich hier einfach von Modell zu Modell.
Damit die Warpgondeln aber leuchten, muss man sie erst mal öffnen. Werksseitig sind die Bausatzteile verschlossen und ein Gitter ist angedeutet, das musste wech. Also habe ich das ganze angeohrt, ausgeschnitten und schließlich glattgefeilt:
Fertig fürs vorher-nacher-Bild. Komisch, hier ging das jetzt schnell...
Und alle Gondelteile:
Danach machte ich mich dran, das ganze lichtundurchlässig zu machen. Dafür habe ich schwarze Farbe aufgetragen, bzw. schwarz und danach Silber in den Spitzen. Von Silber im hinteren Teil habe ich abgesehen, damits etwas dunkler wird.
Keine Sorge, das ist matte Farbe, hier trocknet grade nur die hintere Schicht.
Nun musste das Schlitzgedöns natürlich wieder abgedeckt werden, aber wie? Klarsicht wäre zu grell, es soll ja "mystisch" leuchten. Ich verwende zwar warmblaue LED-Streifen, aber dennoch muss da was Stumpfes vor. In der Grabbelkiste fand ich dann diesen Kunststoff hier:
Der ist auf einer Seite sehr rau, dadurch wirkt das Licht wesentlich realistischer. Diese Platten habe ich also zurechtgeschnitten und von hinten eingeklebt. Vorher habe ich aber die Schnittkanten schonmal bemalt! Ein User hier aus dem Forum hat klare Strohhalme dafür verwendet, auch ne geile Idee!
Fertig leuchten die Warpschlitze dann so:
Bis dahin gab es aber noch einiges zu tun. Die Gondelspitzen habe ich mit jeweils einer orangenen LED ausgeleuchtet, das hintere Klarsichtteil mit Tamiya-klar rot bemalt:
Übrigens chapeau Revell, an allen wichtigen Stellen sind schon genaue Löcher für 3mm-LEDs vorbereitet, klasse!!!
Hier wurde der Streifen und die LED bereits eingesetzt und miteinander verlötet. Die Verkabelung läuft dann später weiter durch das V-Stück.
Nochmal das Gesamtbild mit den verwendetet Materialien:
Anmerkung: Die Farbe der Gondeln bleibt natürlich nicht so, keine Angst. Zur Farbe gleich mehr.
Das V-Stück dient später nicht nur als Halterung sondern auch als Kabelkanal. Daher habe ich das Teil ebenfalls lichtundurchlässig gemacht und Löcher für die Kabel gebohrt:
Klarsichtteile klebe ich mit Holzleim. Dieser trocknet klar aus und ist abwaschbar. Dadurch versaue ich mir nix mit Kleber...
Hier nun das Grau das ich für die Hülle verwende:
Lötarbeit getan, Zeit für einen Lichttest:
Alles funktioniert, also habe ich jeweils einen 3er-LED- Streifen für das V-Stück hinzugelötet und das Ganze dann zusammengebaut:
Leider war die Passgenauigkeit der linken Gondel am V-Stück grottig. Nach genauem Hinsehen erkannte ich auch wieso: Fehlguss! Aber nix was Sekundenkleber, Spachtelmasse und Schleifpapier nicht lösen können.
So, nun müssen nurnoch die Schlitze verspachtelt werden, dann kanns an die Bemalung gehen. Mehr dazu im 4. und 5. Teil des Berichtes. Abschließend noch ein Lichttest:
Ich hoffe es gefällt euch bis hierhin...