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Beiträge: 439

Realname: Holger

Wohnort: bei Limburg / Lahn

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481

Dienstag, 17. März 2015, 18:16

Zitat

Was mir früher auch schon aufgefallen war ... ich zuvor aber als unwichtig beiseite gelassen hatte ...
ist besonders auf diesem Bild und auch auf der zusammengeschossenen Brengerode sehr auffällig ...
nämlich die praktisch vollflächige Stoffabdeckung eines oder mehrerer Decks ..
mit rundem Ausschnitt um den Mast ... es muß sich also um perfekt angepaßte "Persennings" gehandelt haben.

War diese aufwendige und prachtvolle Ausstattung gar nur einem Flaggschiff wie der Brengerode vorbehalten ?

Schade, daß das Bild nicht farbig ist ... hätte mich interessiert ob die Zeltbahn über Deck auch rot war ... ?
das könnte auf Modellen sehr interessante Darstellungsmöglichkeiten ermöglichen.


Nein, gab es öfters. Bei der Parade-Prince oben (#458 ) ist das Stoffdach ebenfalls gut zu sehen. Es hat hier die gleiche rote Farbe wie die Bahnen an der Bordwand.
:wink:
Holger
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Fertig: holländische Fregatte "Wapen van Edam" 1644 in 1/160
Im Bau: englisches Linienschiff "Royal Katherine" 1664 in 1/160

482

Dienstag, 17. März 2015, 19:59

Mensch Holger .. danke ... ich hab den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen ... unfaßbar

das Stoffdach war dann ja ganz schön stabil ...
also falls die Zeichnung stimmt denn da sind gleich ein paar Besatzungsmitglieder oben drauf zu sehen

Gut zu wissen, daß es das demzufolge praktisch baugleich auch bei den Engländern gab ...
und auch nur auf einem der ganz großen Schiffe

War das dann der sichtgeschützte Decksbereich für Kapitän und Admiräle ?
Schmidts Theorie dazu gefällt mir immer besser ..
der Feldherrnhügel auf dem Meer ... sehr einleuchtend
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

"When all else fails ... Read the instructions" ( LINDBERG 1965 )

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Realname: Johann

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483

Dienstag, 17. März 2015, 20:10

Was bleibt einem da noch zu sagen, außer, dass es phantastisch aussieht.
Der Faltenwurf der Tücher sieht total realistisch aus.
Die farbliche Gestaltung, und auch dieses Detail machen dieses Modell zu
etwas ganz Besonderes.

484

Mittwoch, 18. März 2015, 19:52

Diese Tücher sehen wahnsinnig toll aus !!! :respekt: :love:
Ich habe stets mehrere Modelle im Bau, oft gibt es längere Pausen. Aktuell im Bau, bzw. in den letzten Monaten immer mal etwas dran gemacht: die hier gezeigten Modelle im Thread "Querbeet". --- Ansonsten viel Gartenarbeit beim Erstellen eines neuen Gartens auf einem komplett runtergekommenen Geröll- und Müll-Grundstückes. usw .

485

Montag, 23. März 2015, 08:49

Den Handtuchständer am Bugschott habe ich noch einmal neu gemacht, weil ich nicht weiß, wie ich sonst die Taue belegen soll, die vom Bugspriet kommen. Vorbild war Holgers Wappen von Edam. Die Belegnägel (im Bausatz nicht vorgesehen) sind 0,5 mm Messingdrähte mit Leimköpfchen.




Auch über dem Heck liegt ein Tuch, was, wie ich finde, gut zusammenpasst.




Abschließend wurden alle Tücher, wie von Holger angeregt, leicht gealtert. Ich fürchte allerdings, das ist auf dem Foto nicht zu erkennen.




Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

Beiträge: 3 621

Realname: Hans Juergen

Wohnort: Bitburg

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486

Montag, 23. März 2015, 09:01

:thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: einen kleinen Nachteil sehe ich allerdings : das Rot zieht den Blick so auf sich daß die restlichen tollen Details etwas in Hintertreffen geraten
Fertig:RC U-Boot der Gato Klasse 1/72 - Sea Tiger
Fertig:RC: DH 2 Airco von MICROACES 1/24 mit Flugvideo
Fertig:RC:
HMY Britannia 1893

487

Montag, 23. März 2015, 09:10

Wunderherrlich :-)

XXXDAn
... keine Angst, der will doch nur spielen ...



Feinste Ätzteile für HMS Victory 1:100
http://www.dafinismus.de

488

Montag, 23. März 2015, 09:22

...wenn das mal nicht inspiration für meine sovy ist!!!! I :love: the läpphchen and the whole farbgebung!!!
LG elsbär

Beiträge: 439

Realname: Holger

Wohnort: bei Limburg / Lahn

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489

Montag, 23. März 2015, 10:48

très chic :ok:
:wink:
Holger
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490

Montag, 23. März 2015, 10:55

Danke allerseits. Was die "Ablenkungsfunktion" der Tücher angeht: Das sehe ich ähnlich. Aber es kommen ja auch noch die hellen Segel dazu. Und von den alten Gemälden kenne ich diese Schiffe auch als eher dunkle Körper mit hellen Schwingen. Außerdem soll das ganze ja in ein Schlachtenbild gesetzt werden, das noch seine besondere Ausleuchtung bekommen wird. Man wird sehen.
Roland, du weißt in der Tat sehr gut, wie ich deine SotS zu Ende bauen würde!

Schmidt
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Beiträge: 1 225

Realname: Dirk Wörner

Wohnort: Harsewinkel

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491

Montag, 23. März 2015, 10:58

....wundervolle Arbeit und Farbgebung. :ok: Superbe! :love:

Das Modell könnte man auch auf meine Lieblings-Modellanlage "Reede von Texel" stellen und würde wunderbar dahin passen... nur... leider ist die Prince eine Engländerin. :rolleyes:

Ich werde ein immer größerer Fan des Öldraken!!!!!!

Gruß, der Dirk. :ok:

492

Montag, 23. März 2015, 17:58

Oooch ... an einer attraktiven Engländerin gibts doch absolut nichts auszusetzen ..
das dachten sich damals auch die Holländer ...
und so holten sie sich die eine oder andere nach einem intensiven Techtelmechtel ... ehm Gemetzel

Guckst Du:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/c…l_Prince%27.jpg

so könnte sich ein englisches Schiff mit sehr ähnlicher farblicher Gestaltungen
auf dem angesprochenen Diorama ganz gut machen


@Schmidt
Wenn alle Taue so wie hier im historischen Modell von unten her an die Belegnägelgeführt wurden
dann ist das später mit dem Tuch in den aufgesetzten Gestellen doch kein Problem ..

einzig die Tauführung von unten her mit den Umlenkrollen ist ein reichlich Stück Arbeit
vor allem in dem Maßstab ... ist das überhaupt sinnvoll machbar ?

https://collectionsonline.nmsi.ac.uk/det…40640&t=objects

und dann stimmts nachher auch mit dieser Ansicht:
https://17thcenturywarships.com/shipprince.html
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

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Beiträge: 2 408

Realname: Matthias

Wohnort: Schwetzingen, Baden-Württemberg

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493

Montag, 23. März 2015, 18:03

Ich find´s nur schade, dass das Tuch über dem Heck so viel von den wunderschönen Schnitzereien verdeckt ;(.
Einfach mal machen! Könnte ja gut werden.


Fertig:
H.M.S. Prince 1670 , Millenium Falcon von mpc

Im Bau:
Soleil Royal Holzmodell 1:140

494

Montag, 23. März 2015, 18:27

Matthias: Ich weiß ja, was drunter ist.... ;)

Showrodder: Das ist bislang alles nur gesteckt und lässt sich wieder leicht entfernen.

Was übrigens die Takelung des Londoner Modells betrifft, werde ich immer spektischer! Schau mal bitte auf das verlinkte Foto vom Bugschott, da sind mehrere Taue an einem Nagel belegt. Das geht so nicht! An anderer Stelle ist schon darauf aufmerksam gemacht worden, dass die Masten zu moderne Elemente erhalten. Schließlich ist die Takelage ja 200 Jahre nach dem Modell gebaut worden und kann daher keinen Anspruch auf Originalität anmelden.

Ich denke, ich werde mein Modell höckeln. Was das heißt? Es gibt von Herrn Höckel ein Buch uber den Modellbau von Schiffen des 16. und 17. Jahrhunderts.

https://www.zvab.com/basicSearch.do?anyWords=H%F6ckel+modellbau&author=&title=&check_sn=on


Da sind hübsch nacheinander jede Spiere und jedes Tau beschrieben, so wie man sie damals "in der Regel" baute und führte. Gewissermaßen der Größte Gemeinsame Nenner der damaligen Takelung. Nicht so ausführlich wie der Mondfeld, dafür konzentrierter und auch nicht schlecht bebildert. Ich denke, danach werde ich vorgehen. Dann mache ich einerseits nichts so richtig falsch. Und andererseits schenke ich mir die vielen nervenaufreibenden Fragen danach, wie es denn nun ausgerechnet auf diesem Schiff takelmäßig zuging. Solche Fragen führen gerne zu nicht endenden Erwägungen - und außerdem ist im Maßstab 1:180 sowieso kein Platz für historische Debatten.

Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
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495

Montag, 23. März 2015, 19:04

Hi Schmidt,

für die Takelage kann ich Dir auch den Andersen "The Rigging of Ships in the Days of the Spritsail Topmast, 1600-1720", auch wenn es schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel hat, empfehlen.
Die farbigen Tücher sehen klasse aus.
Gruß Christian

in der Werft: HM Cutter Alert, HM Sloop Fly im Maßstab 1/36 nach eigenen Rekonstruktionen


"Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

496

Montag, 23. März 2015, 19:30

Der Andersen ist natürlich der Klassiker schlechthin. Bedankt sich Landström nicht im Vorwort zu "Das Schiff" bei ihm? Ein Sternekoch der Takelage! Im Vergleich dazu ist Höckel trocken Brot ohne Butter - aber für das Takeln von 1:180 -Schiffen ist das vielleicht besser. Man kommt dann nicht auf Ideen, die sich eh nicht verwirklichen lassen.


Schmidt
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497

Montag, 23. März 2015, 20:49

Hallo Schmidt

Ich bin ja ein Bewunderer Deiner Detailverliebtheit und Deiner Ölfarbenalterung - aber die Tücher hauen mich vom Hocker. Einfach genial.

:wink:


Günther
You never know where the edge is............`til you step over

498

Montag, 23. März 2015, 21:36

Hi Schmidt,

der Fall der Tücher ist Dir sehr gut gelungen.
Kann man die Tücher an Stellen, wo sie mit der Takelage in Konflikt kommen, nicht etwas reffen?
trinkt aus Piraten joho

Gruß Matthias



Im Bau: Zeesboot 1:20 um 1920 und Lotsenschoner Phantom 1:50
Fertig: Galeone SAN FRANCISCO 16. Jh. 1:90

499

Montag, 23. März 2015, 22:50

Die Handtuchständer bleiben vorerst nur gesteckt. Schon, damit sie beim Takeln ggf. abgenommen werden können. Vielleicht mache ich dann später noch eine dritte Variante für den Bug, bei der die Tücher locker über die Taue hängen, die vom Bugspriet kommen, Mal sehen.
Schmidt
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500

Dienstag, 24. März 2015, 01:12

Mit der Belegung auf so wenige Pins hast Du ganz sicher recht ...
ist ja noch Platz für ein paar mehr ...

Mir gings um die ganz grundlegende Überlegung:
Wie war es möglich, daß damals Schiffe trotz der Vorhänge, die ja in ihrer Größenordnung locker fallend
vielfach zeichnerisch dokumentiert sind, voll einsatzfähig waren ?

Wie viele Wege führen von A nach B ?
Zumindest der direkte Weg horizontal durch den Vorhang war es ganz offensichtlich nicht.
Also was bleibt ?
Auf mehreren zeitgenössischen Abbildungen sind Taue parallel zum Bugspriet nach unten verlaufend zu sehen ...

Nachdem die Taue ganz offensichtlich nicht durch die Vorhänge gehen bleibt technisch als machbare Lösung
dann nur noch der beschriebene Weg von unten über die Umlenkrollen ...
und dafür taugts als Anschauungsmodell dann schon und es wäre dann auch keine zu moderne Lösung

Alternativ wäre noch denkbar, daß die Taue unten an der Gallion festgemacht wurden und gar nicht wieder nach oben geführt wurden.
Auch das würde das weitgehend glatte Fallen der Vorhänge erklären.

Denn die Frage an dieser Stelle ist:
warum es auf den Abbildungen zwar parallel zum Bugspriet verlaufende Taue zu sehen gibt ...
aber keine die wieder zur Brüstung hoch führen ...
und auch keine die vom Bugspriet mehr oder weniger horizontal direkt zur Brüstung führen ?
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

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501

Dienstag, 24. März 2015, 08:53

Zitat

Schau mal bitte auf das verlinkte Foto vom Bugschott, da sind mehrere Taue an einem Nagel belegt. Das geht so nicht!
Da möchte ich Dir widersprechen, das war nicht generell unüblich: Taue die nur zusammen belegt und losgeworfen wurden, waren häufiger zusammen an einer Belegstelle festgemacht. Hagen weiß diesbezüglich mehr, da wir ebenfalls schon mal über sowas diskutiert haben, schreib ihn mal an, bei Bedarf :ok: .
@Showrodder: Das stimmt, es gab Tauwerk, das parallel zum Spriet verlief, das dann zumeist, wenn nicht gleich am Spriet seitlich belegt, durch zwei Tausendbeine (Mehrfachblöcke) lief, aber von dort auf die Backreling umgelenkt wurden, und solche, die direkt oder durch Umlenkblöcke oder einen Leitkragen an die vorder Backschottreling geführt wurden. Auch gab es kleine Nagelbänke im Gallion, vor allem unter dem Spriet in der "Spitze" der Regeln.

Schöne Grüße

Chris :ahoi:
"Go and tell Lord Grenville that the tide is on the turn. It's time to haul the anchor up and leave the land astern. We'll be gone before the dawn returns. Like voices on the wind..." (A. S.)

"Mayflower"

"La Santissima Madre"



502

Dienstag, 24. März 2015, 18:04

Danke. Man lernt eben nie aus.
Im Zuge dieses Umlernens habe ich bereits dem armen schwachen Airfix-Besanmast die Mastbacken runtergeschliffen. Jetzt ist das ein besserer Zahnstocher. Gebe es der Große Bastel, dass ich ihn mit den Wanten und Stagen stabilisiere und nicht knicke!
Schmidt
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503

Sonntag, 29. März 2015, 13:58

Ab sofort heißt es stark sein, meine Lieben. Schmidt (moi) wird jetzt NICHT beginnen, seine Airfixprince zu takeln, sondern er wird eine Takelage SIMULIEREN. Ich habe mir das Modell lange angesehen, die Materialien und meine Fähigkeiten kritisch geprüft und dann entschieden, etliches nicht zu bauen, sondern zu simulieren. So perfekt wie Pollux bei der Wappen vorgeht, als sei es ein Modell im Maßstab 1:80, kann und will ich nicht sein. Zudem habe ich als Zimmermannianer ja die Lizenz zum Pfuschen, äh Simulieren.
Beginnen wir mit den geborgenen Segeln. Hier werden die meisten von euch sicher nicht protestieren, denn die Methode "Nasses Tempo" ist ja ziemlich verbreitet. Die nächsten Fotos zeigen das Procedere.









Und das nächste Foto soll (mich!) daran erinnern, dass man den Vorgang besser auf Glas durchführt, um ein zu frühes Ankleben des sehr empfindlichen Tempotuchs zu verhindern.




Und hier noch zwei Fotos, die zeigen, dass erst eine Bemalung mit einer leicht bräunlichen, matten Farbe den schönen "Faltenwurf" des getrockneten Tempos zur Geltung bringt.






Aber jetzt wird's ernst. Es geht an die Wanten des Sprietmastes. Die kleinsten kaufbaren Junfern sollen 2 mm Durchmesser haben, tatsächlich sind es knapp drei, also in 1:180 über 50 cm. Außerdem hatte ich Angst, den schon einmal gebrochenen Sprietmast beim regelrechten Durchsetzen von 6 Wanttauen zur Spirale zu biegen oder erneut zu brechen. Also habe ich die Wanten gleich durch den Mars gezogen, unten durch ein Löchlein im Bugspriet und sie dann unterhalb des Marses jeweils verknotet. Hatte ich schonmal hübsch steife Wanten.
Aber jetzt: Von einem 2mm (tatsächlich!) Plastikstab habe ich Scheibchen abgesäbelt und denen an der Rückseite mit der Laubsäge eine Nut eingesägt. Die Scheibchen der richtigen Stelle auf/in die Wanten geklebt (mit der Nut) und an der Vorderseite mit je zwei vorher in Sekundenkleber gehärteten Taustückchen beklebt:




Ja, das ist Fake! Aber wenn es bemalt ist....




... sieht es der "richtigen" Version gar nicht mal soooo unähnlich. Und hat den Vorteil
a: das Mästlein zu schonen und
b: ein fast schon richtiges Größenverhältnis zu zeigen. (Man beachte den Größenvergleichsdaumen im ersten Bild. Der ist echt.)

Oder bin ich doch zu verdammen. :roll:

Schmidt
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504

Sonntag, 29. März 2015, 14:56

Not macht erfinderisch.
Bei meiner "USS Olympia" habe ich einen ähnlichen Fake gemacht.
Aber als Fake würde ich es gar nicht bezeichnen, denn in diesem Maßstab ist es so eben die sinnvollste Möglichkeit um so realistisch wie möglich zu sein, bei vernünftigem Zeitaufwand.
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505

Sonntag, 29. März 2015, 15:15

Hi Schmidt! :wink:
Die Übergänge zwischen "Takelage erstellen" und "Takelage simulieren" sind doch sowieso im Grunde fließend... Ich sach nur: Bauen wir drehbare Scheiben in Blöcke?? (Abgesehen wohl von den hier üblichen Verdächtigen (um nicht zu sagen Genies, um nicht zu sagen Wahnsinnigen ;) ...). Nö. :du:
Wichtig ist, was hinten rauskommt. Also ich sehe auf dem Bild Eins A getakelte Sprietmastjungfern, nicht mehr und nicht weniger. :ok:

Schöne Grüße

Chris :ahoi:
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506

Sonntag, 29. März 2015, 15:49

Hi Schmidt, bekommst Du evtl. 3Taue gefakt? Dann wirkt das Ganze noch realistischer
Gruß Christian

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507

Sonntag, 29. März 2015, 16:28

Hi Schmidt, bekommst Du evtl. 3Taue gefakt? Dann wirkt das Ganze noch realistischer


Das sieht schon sehr gut aus;
wenn auch das 3. Tau der Jungfer das i-Tüpfelchen wäre. Aber ich denke, dass das schon extrem schwierig
umszusetzen ist.

508

Sonntag, 29. März 2015, 16:33

Wunderbar gefaked :-)

Ich hätte noch die Dopplung über der Jungfer angedeutet, dort, wo das freie Ende beigebunden ist. Hilft der Illusion bestimmt auch noch Mal.

Lieber Gruß, DAniel
... keine Angst, der will doch nur spielen ...



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509

Sonntag, 29. März 2015, 23:57

Danke für Zuspruch, Absolution und Tipps. An den Stengewanten wird es Version 2.0 geben.
Schmidt
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Beiträge: 439

Realname: Holger

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510

Montag, 30. März 2015, 08:18

Philip Reed macht es bei manchen seiner Modelle ebenso, bist also in bester Gesellschaft. :D
Den dritten Faden würde ich an deiner Stelle aber noch reinfriemeln, das kommt dann noch realistischer rüber.
Bei den Segeln gefällt mir die zweite Variante besser, hier scheinst du die Ecken erst eingefaltet zu haben, dadurch wird es außen dünner und in der Mitte dicker.
Das ist realistischer, war in Realität durch die Geitaue ja auch so.
:wink:
Holger
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