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1

Montag, 6. April 2026, 17:10

Ferrari 312 von MFH in 1/20

Liebe Modellbaufreund*innen,
eigentlich hatte ich mir vorgenommen, keinen Ferrari mehr zu bauen. Doch dann ist mir dieses Modell in die Hände gefallen, und ich konnte einfach nicht widerstehen.
Die alten Modelle von Model Factory Hiro sind eher selten und erzielen mittlerweile fast Sammlerpreise. Trotzdem möchte ich das Modell nicht einfach einlagern, sondern es hier gemeinsam mit euch bauen – in der Hoffnung, dass der eine oder andere Gefallen daran findet. Von den vier Varianten möchte ich das Modell mit der Startnummer 18, die Monaco-GP-Version, bauen.

Vorangegangen ist, wie immer, eine gründliche Recherche des Modells und der damaligen F1-Verhältnisse. Die wichtigste Veränderung im Reglement war die Einführung stärkerer Motoren. Die Verdopplung des Hubraums auf drei Liter erwischte jedoch alle Teams auf dem falschen Fuß. Es waren schlicht keine passenden Motoren vorhanden, und eine Neuentwicklung benötigte Zeit. In der Not griff der Werksingenieur Mauro Forghieri auf einen 3,3-Liter-Motor aus einem Sportwagen zurück und reduzierte dessen Hubraum auf drei Liter. Der überarbeitete Motor war jedoch genauso schwer wie zuvor, hatte aber weniger Leistung und Drehmoment. Von 1966 bis 1969 gewann der Ferrari 312 in vier Formel-1-Jahren gerade einmal drei Rennen und wurde eher durch Unfälle bekannt. Der schwerste ereignete sich 1967 in Monaco, als Lorenzo Bandini tödlich verunglückte.









Bis demnächst
Günter

Beiträge: 359

Realname: Markus

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2

Montag, 6. April 2026, 17:40

Bin ich

schonmal dabei und nehme Platz. "Alte" Rennwägen finde ich optisch sehr cool, zwar auch nicht ganz meins, aber 100 mal lieber als irgendwelche frisierte asiatische Plastikschleudern. :ok:
Mit besten Grüßen,
Markus


Bedenke stets, dass alles vergänglich ist, dann wirst du im Glück nicht zu fröhlich und im Leid nicht zu traurig sein.
Socrates (470-399 BC)


3

Dienstag, 7. April 2026, 00:53

schonmal dabei und nehme Platz.

... dann herzlich willkommen,
viele Grüße
Günter

4

Dienstag, 7. April 2026, 10:07

Hallo Günter ,

schön das Du auch wieder ein Modell baust ist ja schon was länger her ...da bin ich doch auch wieder dabei und schau dir zu .

Wie ich dich kenne wirst Du sicher das ein oder andere dazubauen oder erweitern / ändern .

Ich bin gespannt :smilie:

Gruß
René

MFH hab ich auch noch hier liegen aber in 1:43 :cracy: :cracy:
Umgestiegen von Abo Bausätzen (die Ära endet) wieder zu den 1:43igern.Ja, ich bau das noch zu Ende an Abo-Bausätzen was hier bei mir noch rumliegt.

1:43 meist Ferrari Bausätze Strasse Motorsport usw..Vor fast 40 Jahren damit angefangen, mit 20 jähriger Pause .

Vereinzelt auch andere Hersteller als Bausatz.

Nun fange ich auch 1:43 LKW´s zu bauen .Auch als Resin Bausätze die aber alle was mit Ferrari zu tun haben.
Renntransporter usw.Bauberichte werden folgen in der nächsten Zeit.

5

Dienstag, 7. April 2026, 10:39

Hallo René,

auch Dir ein herzliches Willkommen.
Ein MFH-Modell habe ich bisher noch nicht gebaut, und ich sehe das Modell auch als ein experimentelles Unterfangen an. Mal sehen, was dabei herauskommt.

Viele Grüße
Günter

6

Dienstag, 7. April 2026, 18:36

Für die F1-Saison 1967 wurde das Chassis des 312 überarbeitet. Dennoch lag das Fahrzeug rund 50 kg über dem Mindestgewicht, was insbesondere auf dem Stadtkurs von Monaco zu thermischen Problemen an den Bremsen führte. Um dem entgegenzuwirken, brachten die Ingenieure seitlich im hinteren Bereich des Fahrzeugs trichterförmige Lufteinlässe an. Diese hatten die Aufgabe, die Bremsscheiben gezielt mit Frischluft zu kühlen.

Im Original bestehen diese Trichter aus Aluminiumblech, im Bausatz sind sie jedoch aus massivem Metall gefertigt, wobei die Öffnungen lediglich angedeutet sind. Um ein besseres Gefühl für das Material zu bekommen, habe ich diese bereits etwas tiefer ausgefräst. Außerdem habe ich die Steckwellen poliert.

Das Material lässt sich mit dem Dremel gut spanend bearbeiten, sofern man mit moderater Drehzahl arbeitet. Sind keine Lunker vorhanden, kann es zudem sehr gut mit Polierpaste auf Hochglanz gebracht werden.

Anbei ein paar Bilder meiner Versuche.










Beiträge: 359

Realname: Markus

Wohnort: Lkrs. Mühldorf am Inn

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7

Dienstag, 7. April 2026, 19:14

Perfekt!!!

Gefällt mir sehr sehr gut, weiter so :thumbsup:
Mit besten Grüßen,
Markus


Bedenke stets, dass alles vergänglich ist, dann wirst du im Glück nicht zu fröhlich und im Leid nicht zu traurig sein.
Socrates (470-399 BC)


Beiträge: 117

Realname: Arne

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8

Mittwoch, 8. April 2026, 06:18

Moin Günter,

zum Modell noch tolle Hintergrundinformationen. Das rundet den Modellbau ab. Wo findet man eigentlich diese seltenen Modelle? Auf Börsen? Im Internet? Auf Dachböden?
Auf jeden Fall schaue ich hier gerne zu!

Viele Grüße, Arne
Viele Grüsse, Arne


«Sehen und Verstehen »

9

Mittwoch, 8. April 2026, 08:17

Genau mein Kino :ok:

Da setze ich mich dazu und staune
Ja, so ein MFH steht bei mir auch noch auf der Liste.....


Also Günter, hau rein, laß Dich von mir nicht stören - ich kuck nur ;)



LG
Wolle

10

Donnerstag, 9. April 2026, 17:45

Hallo Arne, hallo Wolle,

es freut mich, dass ihr auch Interesse an meinem Baubericht habt und mit dabei seid.

Nachdem ich mich zunächst etwas intensiver mit der Bauanleitung vertraut gemacht hatte, habe ich die ersten, eindeutig zuzuordnenden Komponenten von Motor und Getriebe zusammengefügt. Hierbei kam ein Zweikomponentenkleber zum Einsatz, der mir – im Vergleich zu Sekundenkleber – ausreichend Zeit lässt, die Bauteile exakt auszurichten.

Im weiteren Verlauf zeigten sich jedoch die ersten Anpassungsprobleme. Am hinteren Ende des Motors wird eine Trägerplatte montiert, an der anschließend das Getriebe befestigt wird. An diesen Verbindungsstellen weisen die drei Bauteile jedoch ein deutliches Spiel auf, sodass sich das Getriebe gegenüber dem Motor axial um einige Grad in beide Richtungen verdrehen lässt.

Dies erweist sich insofern als kritisch, da die spätere Ausrichtung der gesamten Hinterachskonstruktion vom Getriebe abhängt. Meine derzeitige Überlegung ist daher, die betreffenden Bauteile exakt in einer Ebene auszurichten und zusätzlich durch Verstiften miteinander zu sichern, um eine möglichst spielfreie und stabile Verbindung zu gewährleisten. Aber dazu später mehr.

Viele Grüße
Günter




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Realname: Fredl

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USTID: 336/19590

Tel.: 089-7696665

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11

Donnerstag, 9. April 2026, 20:57

Abend Günther :wink:


Da hast Dir wieder was schönes ausgesucht. :ok:

Da guck ich auch wieder zu. :)


Gruß Fredl

12

Freitag, 10. April 2026, 00:45

Da guck ich auch wieder zu.


... gut gut, immer hereinspaziert, da freue ich mich sehr.

Übrigens, ich brauche bald wieder ein paar Dinge aus Deinem Shop. Die Schlauchellen und Kabelbinder sind der Hit.

Viele Grüße
Günter

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13

Freitag, 10. April 2026, 19:23

Abend Günter :wink:


Freut mich wenn Dir meine Artikel gefallen. Dann schreib mir bald, denn die Urlaubszeit kommt :)




Gruß Fredl

14

Freitag, 10. April 2026, 21:17

Servus Günter,

toll, dass Du uns hier wieder großes Kino zeigen wirst und das will ich nicht verpassen :)

Von Dir wird man immer wieder inspiriert und lernt was dazu. :ok:

Bin gespannt wie Flitzebogen, was Du daraus machst, aber der Beginn ist schon wieder sehr vielversprechend
:thumbsup:
Viele Grüße :wink:
Michi
Michis Modellbauseite

15

Samstag, 11. April 2026, 00:18

Hallo Michi,

es freut mich sehr, dass Du dabei bist.
„Tolles Kino“ ist Deine Webseite mit den wirklich beeindruckenden Modellen. Ich bin hingegen schon zufrieden, wenn ich meinen Modellbausatz „out of the box“ ordentlich zusammengebaut bekomme.

Es grüßt Dich
Günter

16

Samstag, 11. April 2026, 09:09

Ich bin hingegen schon zufrieden, wenn ich meinen Modellbausatz „out of the box“ ordentlich zusammengebaut bekomme.


Hallo Günter ,

jetzt Stapel mal nicht so tief ... das was Du hier an Bauberichten ablieferst ist erste Sahne mit Deinen Detailverliebtheit :respekt: :respekt:

Gruß
René
Umgestiegen von Abo Bausätzen (die Ära endet) wieder zu den 1:43igern.Ja, ich bau das noch zu Ende an Abo-Bausätzen was hier bei mir noch rumliegt.

1:43 meist Ferrari Bausätze Strasse Motorsport usw..Vor fast 40 Jahren damit angefangen, mit 20 jähriger Pause .

Vereinzelt auch andere Hersteller als Bausatz.

Nun fange ich auch 1:43 LKW´s zu bauen .Auch als Resin Bausätze die aber alle was mit Ferrari zu tun haben.
Renntransporter usw.Bauberichte werden folgen in der nächsten Zeit.

17

Sonntag, 12. April 2026, 15:07

Hallo René,

man sollte nicht vergessen, dass ich mich mit dem Bausatzmaterial auf eher unbekanntem Terrain bewege. Was ich bisher gesehen habe, haut mich die Passgenauigkeit nicht gerade vom Hocker. In einem anderen Forum wurde der Bausatz sogar als einer der schlechtesten von MFH bezeichnet – mangels Vergleich kann ich das aber nicht wirklich beurteilen.
Was mich allerdings ziemlich stört, sind die deutlich sichtbaren Druckertreppchen, die man fast auf jedem Bauteil findet. Schaut euch mal das Getriebegehäuse über dem Differenzial an.
Aber gut: Wenn am Ende alles zusammen ist, bekommt man ein wirklich interessantes Modell, das es so als Bausatz sonst nirgends gibt.

Wie schon geplant, habe ich Motor und Getriebe sauber ausgerichtet, spielfrei miteinander verstiftet und mit einer M2-Schraube fixiert. Dafür habe ich im Getriebegehäuse eine Mutter eingeklebt, an der Zwischenträger und Motor befestigt werden konnten. War etwas mehr Aufwand, hat aber den Vorteil, dass sich alles später wieder zerlegen lässt – zum Beispiel fürs Lackieren.
Danach ging’s an den Getriebekäfig. Fünf Teile, die in der Tüte in alle Richtungen verbogen waren – also erstmal richten angesagt. Ich habe alle Verbindungen mit 0,3er Kupferdraht verstiftet, ausgerichtet und verklebt. Momentan ist das Ganze noch provisorisch mit feinem Draht zusammengehalten.
Das hintere, schnabelförmige Teil ist übrigens ein Ölabscheider, der später unter den Käfig kommt. Im Original war das ein zusammengeschweißtes Aluteil, später wurde es dann durch einen simplen Kunststoffbehälter ersetzt.

So, das war’s erstmal von meiner Seite.

Bis demnächst
Günter














Beiträge: 368

Realname: Thomas

Wohnort: Oberösterreich

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18

Montag, 13. April 2026, 11:50

Hallo Günter,
da setzt ich mich gleich in die erste Reihe und schau dir wieder zu, wie du ein Meisterwerk machst.

Lg, Thomas

19

Dienstag, 14. April 2026, 07:41

Bin dabei :wink:


Hallo Günter,
da kuck ich neugierig zu
Das wird gut, bin ich jetzt schon davon überzeugt

LG
Wolle

21

Donnerstag, 16. April 2026, 13:57

Hallo zusammen,

für heute gibt es nicht allzu viel zu berichten. Ich habe die Teile an der Front verputzt und anschließend zur Kontrolle der Passgenauigkeit einmal lose zusammengesetzt.
Im Original ist die Front ein Teil des Rohrrahmens, der mit Aluminiumblech verkleidet war. Derzeit überlege ich, ob sich dieser Rohrrahmen später durch feine Gravuren im Weißmetall andeuten lässt. Die ersten Versuche in diese Richtung waren allerdings noch nicht wirklich überzeugend.
Auch die PE-Teile machen mir aktuell etwas zu schaffen, da in einige noch Löcher gebohrt werden müssen. Das Material ist ziemlich hart und entsprechend widerspenstig in der Bearbeitung.
Mal sehen, wie ich das am besten löse – ich halte euch auf dem Laufenden.

Bis später
Günter


22

Samstag, 18. April 2026, 15:36

Liebe Klebesüchtige,

die sogenannten Trichtersiebe werden üblicherweise einzeln über jeden Ansaugtrichter gesetzt. Beim Ferrari 312 ging man jedoch einen anderen Weg: Statt separater Siebe spannte man ein durchgehendes Gitter über sämtliche Ansaugtrichter hinweg.

Der Hintergrund dieser Lösung erschließt sich erst bei genauerer Recherche. Offenbar stammten die Ansaugtrichter aus einem Vorgängermodell, bei dem die Vergaseröffnungen sehr eng beieinander lagen. Um die Trichter überhaupt montieren zu können, wurden sie seitlich angeschliffen. Dadurch entstanden Öffnungen an den Seiten, wodurch einzelne Trichtersiebe ihre Funktion nicht mehr hätten erfüllen können. Das durchgehende Gitter stellte somit eine Kompromisslösung dar, um zumindest einen halbwegs wirksamen Schutz zu gewährleisten.

Darüber hinaus liegt die Vermutung nahe, dass auch pragmatische Gründe in den Jahren um 1967 eine Rolle spielten. In jener Zeit war das Unternehmen stark beansprucht, unter anderem durch die intensive Konkurrenz im Sportwagenbereich – etwa mit dem 330 P4 im Duell gegen den Ford GT40 – sowie durch wirtschaftliche und strukturelle Herausforderungen. Es ist daher gut denkbar, dass verfügbare Ressourcen bevorzugt in andere Projekte flossen und man im Formel-1-Bereich auf bereits vorhandene Teile aus der „Grabbelkiste“ zurückgriff.

Solche improvisierten Lösungen finden sich an diesem Fahrzeug durchaus häufiger. So ist beispielsweise das Lenkradkreuz des Teamkollegen Amon mit acht Schrauben befestigt, während es bei Bandini lediglich mit vier Schrauben auskommt. Man könnte fast meinen, Ferrari seien schlicht die passenden Senkkopfschrauben ausgegangen. ????

Beim MFH-Bausatz liegt ein feines Metallgitter bei, das mithilfe eines Formwerkzeugs in die passende Form gepresst werden kann. Der entstehende Überschuss wird abgeschnitten und das Gitter anschließend einfach über die Vergaser-Ansaugtrichter gestülpt. Diese Lösung erschien mir jedoch noch ausbaufähig.

Also habe ich die Gitterkonstruktion etwas anders umgesetzt: Zunächst habe ich um die Matrize einen 0,4 mm starken, versilberten Kupferdraht gelegt und so einen umlaufenden Kragen erstellt. An der Stoßstelle wurde das Gitter dann rundherum vorsichtig mit dem Rahmen verlötet, sodass ein stabiler und sauberer Abschluss entstand.

Anschließend habe ich links und rechts am Gasschieber jeweils eine Schraube eingesetzt, versehen mit einer Kunststoffhülse, die dem Durchmesser der MFH-Ansaugtrichter entspricht. Auf diese Konstruktion wurde das Gitter zusammen mit dem 0,4 mm-Drahtkragen aufgeschoben. Im nächsten Schritt wurden im Schieber entsprechende Bohrungen gesetzt, sodass ich Stützstifte von unten gegen das Sieb führen und ebenfalls verlöten konnte. Der verbleibende Überstand kann später von unten mit einer Zange abgetrennt und abschließend verklebt werden.

Diese Vorgehensweise kommt dem Original deutlich näher und sorgt zugleich für eine stabilere sowie optisch stimmigere Ausführung.

Soweit so gut – ich hoffe, es war für den einen oder anderen interessant.

Schönes Wochenende
Günter















23

Montag, 20. April 2026, 15:48

Hallo Günter,

für mich war es nur eine Frage der Zeit, bis Du bei einem MFH-Modell landen würdest. Nachdem Du dem Maßstab 1:43,wenn ich mich recht entsinne, nach dem Tameo-Sharknose final abgeschworen hast, war das eine logische Konsequenz. Man darf angesichts Deiner Fähigkeiten, Deiner Ideen und Deiner Ansprüche an das Resultat hier nichts weniger als einen Lackerbissen von Baubericht erwarten.
Dass die MFH-Bausätze trotz hoher Preise keine perfekten Selbstläufer sind, ist ja schon länger bekannt. Ich hoffe aber, dass die Basis und die Qualität dieses Kits dann unterm Strich den in (jederlei Hinsicht hohen) Aufwand rechtfertigen wird.
Ein Schwestermodell dieses Autos von MFH, nämlich der 1968er Nachfolger, ist bei einem für entsprechende Modelle bekannten Fachhändler übrigens derzeit für 295 EUR im Angebot. Ich hoffe, dass Du Deinen noch etwas günstiger "geschossen" hast! :)

Viel Erfolg und ich freue mich auf den weiteren BB!
Gruß
Thomas

Eine Übersicht meiner fertigen Bauten gibt es hier:
Modelle von Tommy124

KEEP CALM & MODEL ON!

24

Donnerstag, 23. April 2026, 18:16

Hallo Thomas,

ich habe inzwischen beide Modelle – den Ferrari 312 von 1968 mit der Startnummer 9, gefahren von Jackie Ickx, sowie das 1967er Modell, das ich aktuell baue und das von Lorenzo Bandini gefahren wurde.
Ursprünglich hatte ich den 68er Ferrari eher als zweite Wahl gekauft, da das 67er Modell zu diesem Zeitpunkt bereits ausverkauft und nicht mehr erhältlich war. Kurz darauf hieß es dann sogar, auch das 68er Modell sei inzwischen vergriffen. Umso überraschender war es, dass ich wenig später doch noch ein Angebot für den 67er fand – und natürlich habe ich dann sofort zugeschlagen. So kam es, dass ich nun beide Versionen besitze.
Preislich lagen die beiden Bausätze übrigens auch etwas auseinander: Das 68er Modell hat mich rund 250 Euro gekostet, während ich für das 67er Modell etwa 300 Euro bezahlt habe.
Gebaut wird allerdings nur das 67er Modell, das ich ja gerade in Arbeit habe. Den 68er werde ich dagegen aufbewahren und eventuell zu einem späteren Zeitpunkt wieder verkaufen. Zwei nahezu identische Modelle zu bauen, reizt mich letztlich nicht besonders – dafür sind die Unterschiede dann doch zu gering, auch wenn es einige kleine Abweichungen gibt.
Interessant ist allerdings, dass sich die beiden Bausätze konstruktiv deutlich unterscheiden. Das 68er Modell verfolgt ein anderes Konzept als das 67er. Allerdings macht diese alternative Herangehensweise den Bau nicht unbedingt spannender oder attraktiver.

Viele Grüße
Günter




25

Freitag, 24. April 2026, 20:56

Ich habe mich inzwischen intensiver mit dem Chassis auseinandergesetzt. Da die endgültige Bearbeitung, insbesondere im Hinblick auf ein mögliches späteres Polieren und Lackieren, noch nicht vollständig feststeht, habe ich die wesentlichen Komponenten zunächst lediglich provisorisch mit M2-Schrauben miteinander verbunden. Dazu gehört auch der Überrollbügel, der konstruktiv ohnehin für eine Verschraubung vorgesehen ist.
In Verbindung mit dem Harzteil zeigt sich am hinteren Ende eine zusätzliche Verstärkung, die im weiteren Bauverlauf jedoch noch entfernt werden soll. Genau an diesem Punkt sehe ich einem gewissen Problem entgegen. Mit dem Wegfall dieser Verstärkung wird die gesamte Konstruktion voraussichtlich im hinteren Teil spürbar an Stabilität verlieren.
Für diesen Bereich werde ich mir später noch eine passende Lösung überlegen, wie ich das Cockpit sauber und stabil mit dem Chassis verbinden kann.

Ein schönes Bastelwochenende wünscht Euch
Günter








Beiträge: 4

Realname: Uwe

Wohnort: Mönchengladbach

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26

Samstag, 25. April 2026, 10:14

Hi Günter,

das ist ein klasse Projekt... und wie ich sehe, hast du das voll im Griff. Freue mich auf weitere Bilder und Infos,...
Habt Spaß und bleibt gesund!

topse

Moderator

Beiträge: 2 158

Realname: Tobias

Wohnort: Kirchenlamitz

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27

Samstag, 25. April 2026, 10:45

Viel spass beim bauen schaut intressant aus.



Gruß Tobias

28

Samstag, 2. Mai 2026, 13:53

Hallo Uwe, hallo Tobias,

vielen Dank für eure netten Kommentare und das Interesse an meinem Baubericht. Es freut mich sehr, dass euch das Projekt gefällt.
In der vergangenen Woche habe ich mich intensiver mit dem Pilotensitz beschäftigt. Genau genommen war der „Sitz“ beim Ferrari damals eigentlich gar kein richtiger Sitz, sondern eher eine einfache Decke oder dünne Polsterauflage. Der Bausatz vermittelt hier jedoch eher den Eindruck eines stark gepolsterten Sitzes, weshalb eine Überarbeitung notwendig war.
Also habe ich zunächst mit der Fräse vorsichtig Material abgetragen und die ausgedünnten Bereiche anschließend leicht in Form gebogen, um den Anschein einer dünnen Decke darzustellen. Zwischendurch gab es immer wieder eine feine Schicht Tamiya-Grundierung, damit sich die Oberfläche und die Konturen besser beurteilen lassen.
Das Ergebnis ist sicherlich noch nicht perfekt, wirkt aber meiner Meinung nach deutlich lebendiger und kommt dem Vorbild inzwischen näher. Im weiteren Bauverlauf sollen außerdem noch ein Keder sowie einige Druckknöpfe ergänzt werden, damit der Bereich noch etwas authentischer erscheint.

Das war es erst einmal wieder von meiner Baustelle.

Bis zum nächsten Mal
Günter










29

Montag, 4. Mai 2026, 21:44

Für einen Moment dachte ich, du hast diese Teil abgeformt und mit dieser 2-Komponenten-Knetmasse modelliert...

Respekt, Metall wie Polster wirken zu lassen, Hut ab :respekt:
Ich mag keine Menschen, die überall suchen, was sie stört...
Ich mag Menschen, die überall etwas finden, was sie fasziniert

Beiträge: 117

Realname: Arne

Wohnort: Wilhelmshaven

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30

Dienstag, 5. Mai 2026, 23:26

Moin Guenter,

wirklich klasse, wie Du aus einem hochwertigen Modell noch soviel mehr rausholst. Der Kniff mit dem Sitz ist beeindruckend.
Viele Grüsse, Arne


«Sehen und Verstehen »

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