Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Das Wettringer Modellbauforum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

391

Samstag, 18. April 2026, 06:08

Sehr schönes Tutoriell zum Verarbeiten von Styrol.

Mit den Bildern, fast wie eine PowerPoint Präsentation.
Gut gemacht. :ok:
Grüße, der Jölle.

Folgt mir auf Instagram:

392

Samstag, 18. April 2026, 06:27

Danke Ingo für die tolle Anleitung :hand: . Bis auf einen Messschieber habe ich alles hier, diesen werde ich mir noch holen und dann hoffen das ich auch Kleinteile bei Eigenbauten sauber anfertigen kann :)

Bernd

393

Samstag, 18. April 2026, 10:32

Moin,

vielen Dank für das positive Feedback :hand:
Freut mich, dass ich helfen konnte 8)

Messschieber gibt es schon für relativ kleines Geld, nur sollte man nicht zu wenig dafür investieren. Die Modelle unter 10 € aus Fernost dürfen gern dort bleiben. Auch die Digitalen finde ich persönlich für diesen Zweck nicht geeignet. Zum Anlegen des Lineals muss man sie ja flach auf den Tisch legen, mit dem großen Block für Batterien, Anzeige und Elektronik ist das sehr umständlich. Ratet mal, woher ich die Erkenntnis habe ... :S

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


Liste meiner Modellbau-Projekte im Portfolio

394

Samstag, 18. April 2026, 11:40

Vielen Dank für das Tutorial! Da habe ich doch tatsächlich etwas über den nicht-elektrischen Schieber gelernt, das ich peinlicherweise noch nicht wusste.
Vielleicht darf ich an dieser Stelle noch einen zusätzlichen Vorschlag zur Arbeit mit Polystyrol geben? Manchmal schlage ich Teile mit einer (scharfen) Klinge für das Teppichbodenmesser auf Form, indem ich die Klinge möglichst exakt auf der Schnittkante aufsetze und ihr dann einen gleichermaßen präzisen wie kräftigen Hammerschlag versetze. Insbesondere bei dünnerem Polystyrol (unter 2 mm) gibt das schnell eine saubere und gerade Schnittkante. Natürlich eignet sich die Technik nicht für größere Teile.
Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

395

Samstag, 25. April 2026, 12:02

Moin,

@Schmidt: Danke für den Hinweis. Diese Praktik hatte ich schon mal irgendwo von dir gelesen, muss aber zu meiner Schande gestehen, dass ich sie noch nicht ausprobiert habe :pfeif:

In den letzten Tagen habe ich hauptsächlich am PC ein paar Teile für die Brücke konstruiert, bzw. vorhandenes ein wenig umgebaut. An dieser Stelle nochmal Danke an Herbert, der mir auch ein paar Druckdaten zur Verfügung gestellt hat :hand:
Nachdem ich dann alles zusammen hatte, was meiner Meinung nach an gedrucktem auf die Brücke soll, hab ich den ollen Resinspritzer angeschmissen und seine Arbeit machen lassen. Ich zeige euch jetzt, was es für die Brücke im Moment so gibt. Hier erst mal zwei Übersichtsbilder.
Von Backbord:


Von Steuerbord:


Dann ein wenig mehr im Detail. Hier die Backbordseite der Brücke. Auf dem Deck die Bodenplatte für die 20 mm Oerlikon, an der Seite der geöffnete Spind für die Bereitschaftsmunition, zwei Spinde (gem. AOTS "Signalman's reading lamp") und achtern der Locker für die Signalflaggen:


Nochmal der Blick von vorn. Da ich keine Informationen habe, in welcher Konstellation die Spinde auf HMCS Thorlock standen, werde ich mal sehen was am besten aussieht und dann final stellen. Hier sind auch schön die einzelnen Fächer vom Flaggenspind zu sehen. Wandstärke: 0,3 mm:


Steuerbord, die gleichen Teile, nur ist der Munspind geschlossen und neben dem Flaggenspind steht der "Locker for AM flags"


Hier die Spinde im Detail. Teilweise hab ich sie schon lackiert, um zu sehen, ob die Farbe passt:


Für die Außenkante der Brücke habe ich die Reling in einem Stück konstruiert und gedruckt. War ein mächtiges Gefummel um sie vom Support zu lösen, ohne die einzelnen Holme zu brechen, die haben nur 0,8 mm Durchmesser. Für die Stellprobe sind sie noch nicht versäubert. Auf den Bildern oben sieht es an manchen Stellen so aus, als wenn die Reling nicht genau auf die Umrandung passt, die ich hier angebracht habe. Doch das täuscht. Die Reling steht rundum mittig auf der Umrandung.
Backbord:


Steuerbord:


Die Reling wird noch eine Persenning bekommen. Hier ein Probestück mit einer Lage aus einem Recycling-Papiertaschentuch einer großen DrogerieMarkt-Kette. Angeklebt mit verdünntem Weißleim wird das richtig hart. Da kann ich sogar mit einem 0,3er-Federstahldraht ein Loch reinstupfen und dann mit 0,1er Takelgarn die Persenning ordentlich anbändseln. Ja so verrückt bin ich :verrückt: :lol: (Leider kein Bild davon gemacht)

So sieht es an Bord aus:


Ein Versuch mache ich noch mit getrocknetem Einwegbrillenputztuch. Das hat eine schöne Struktur auf der Oberfläche. Ich zeige euch dann was es geworden ist …
Ganz nebenbei: Jölle, was verwendest du für deine Persenning auf der Mikasa?
EDIT: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil ... Steht ja in deinem Baubericht: Seidenpapier ;)

Hier der Magnetkompass, wie er aus dem Drucker kam. Man erkennt, dass ich noch ein wenig versäubern muss:


Der Peildiopter:


Der braucht noch eine wenig Nacharbeit in der Konstruktion. Die beiden Stummel an den Seiten enden eigentlich in Halterungen für Sprachrohre. Die sind mir aber regelmäßig bei allen fünf gedruckten Teilen beim Lösen des Supports abgebrochen :motz: :!! :will:


Da kommt eine stabilere Version ran, der Rest ist in Ordnung.

Die Bodenplatten sind 0,75 mm hoch, die Antirutsch-Beschläge stehen dann zusätzlich 0,25 mm über:


An den geraden Rändern zwei, drei Züge mit 320er-Schleifpapier, dann passen sie perfekt auf die Brücke:



Und hier mit der 20 mm Oerlikon von Swordfish ... :love:


Nebenher habe ich noch eine Seiltrommel bestückt. Da kommt noch eine weitere Lage, dann können sie an Bord. Stellplatz wird der kleine Aufbau unter dem Schornstein, insgesamt vier Stück.


Das war es schon wieder. Wie es weiter geht, erzähle ich euch beim nächsten Mal.

Schönes Wochenende
Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


Liste meiner Modellbau-Projekte im Portfolio

396

Samstag, 25. April 2026, 12:29

Servus Ingo,
Ja so verrückt bin ich :lol:
ich nicke wissend und zustimmend ;) Schön zu sehen, wie detailreich Du das Projekt voranbringst :thumbup:
LG Reinhard

397

Samstag, 25. April 2026, 13:54

Sehr cool dieses Mischung aus Styrol und gedruckten Bauteilen, Ingo. 8)
Ein Modellbaufest. :respekt:
Grüße, der Jölle.

Folgt mir auf Instagram:

398

Samstag, 25. April 2026, 17:58

Moin,

Wenn es ein Lob von solchen Modellbau-Koryphäen wie euch gibt, geht das natürlich doppelt runter wie Öl ...
Danke :hand:

Da kann ich sogar mit einem 0,3er-Federstahldraht ein Loch reinstupfen und dann mit 0,1er Takelgarn die Persenning ordentlich anbändseln. Ja so verrückt bin ich :verrückt:
Ja, verrückt genug bin ich, aber gefällt es mir auch?

Ich hab mal ein paar Stiche mit schwarzem Takelgarn gemacht ... hmmm ... :nixweis:


Und mit ein bisschen Abstand:


Das muss ich jetzt erst mal wirken lassen.

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


Liste meiner Modellbau-Projekte im Portfolio

399

Samstag, 25. April 2026, 18:46

Zitat

hmmm ...

Hmmm ..., erinnert irgendwie an Frankensteins Naht. Mit einer anderen helleren Takelgarn-Farbe und vielleicht auch etwas dünneren Garn wirkt es vielleicht schon anders?

Die Persennig sieht gut aus. Auch das die Relingspfosten durchscheinen gefällt, allerdings wirkt es auch ein wenig unrealistisch bei dem dicken und festen Vorbildmaterial

400

Samstag, 25. April 2026, 19:03

Das sieht alles wieder einmal super aus.
.
.
.
Ich habe stets mehrere Modelle im Bau, oft gibt es längere Pausen. Aktuell im Bau, bzw. in den letzten Monaten immer mal etwas dran gemacht: die hier gezeigten Modelle im Thread "Querbeet". --- Ansonsten viel Gartenarbeit beim Erstellen eines neuen Gartens auf einem komplett runtergekommenen Geröll- und Müll-Grundstückes. usw .

401

Sonntag, 26. April 2026, 20:14

Moin,

Mit einer anderen helleren Takelgarn-Farbe und vielleicht auch etwas dünneren Garn wirkt es vielleicht schon anders?
Ich bin auch nicht ganz glücklich mit der Bändselei :(
Dünneres Takelgarn geht nicht mehr, das ist schon 0,1er Morope, aber an der Farbe werde ich nochmal drehen. Ich hab noch helles da:


Auf einem anderen Probestück habe ich mal zwei- und dreilagiges Papiertuch ausprobiert. Ich denke, mit dem dreilagigen (links vom Knick) werde ich ins Rennen gehen:



Das sieht alles wieder einmal super aus.
Danke :hand:

Ich teste jetzt noch das helle Garn, dann sehen wir weiter. Ergebnisse zeige ich euch beim nächsten Mal.

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


Liste meiner Modellbau-Projekte im Portfolio

402

Sonntag, 26. April 2026, 21:42

Servus Ingo,
Dünneres Takelgarn geht nicht mehr, das ist schon 0,1er Morope
ich bewundere eh schon, wie Du das wieder hinpfriemelst :thumbup: Vielleicht könnte chirurgisches Nahtmaterial dienlich sein. Die feinsten Stärken, synthetisch geflochten, USP 7-0 = ca. 0,5 - 0,6mm oder USP 6-0 = ca. 0,7 - 0,8mm könnten ganz gut hinkommen. Zudem befindet sich an einem Ende eine kleine Nadel, die man mit der Pinzette gut führen könnte. Das erspart dann auch das extra "Löcher stupfen". Ich würde zu "atraumatischen" Nadeln raten, die sind einfach nur rund, ohne extra geschliffene Schneiden an der Spitze. Vielleicht hat ja Dein persönlicher Mikrochirurg ein paar abgelaufene Exemplare rumliegen ;)

LG Reinhard

403

Montag, 27. April 2026, 07:42

Moin,

Danke Reinhard für den Hinweis :hand:

Die kleine Nadel am Ende klingt recht reizvoll, würde sicherlich einiges erleichtern. Leider habe ich keinen Mikrochirurgen in meinem Umfeld, darum wüsste ich nicht wie ich da drankomme :nixweis:

Auch die Stärke ist ein wenig zu dick. Das verwendete Takelgarn ist mit 0,1 mm angegeben, hat real um die 0,3 mm. Unten schön zu sehen: Die gedruckte Reling hat 1 mm Durchmesser.


Ich versuche jetzt nochmal ein helleres (beige) Takelgarn und werde den "Querläufer" (rot markiert) nach hinten verlegen. Das zeige ich euch dann beim nächsten Mal.

Einen guten Wochenstart wünscht
Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


Liste meiner Modellbau-Projekte im Portfolio

Beiträge: 32

Realname: Harald

Wohnort: Schwaikheim

  • Nachricht senden

404

Montag, 27. April 2026, 09:32

Moin,


Ich versuche jetzt nochmal ein helleres (beige) Takelgarn und werde den "Querläufer" (rot markiert) nach hinten verlegen. Das zeige ich euch dann beim nächsten Mal.

Einen guten Wochenstart wünscht
Ingo

Hallo Ingo,
ich würde es mal mit geflochtenem Angelgarn versuchen! Z.B. dem https://www.amazon.de/Robinson-Geflochte…hdGY&th=1&psc=1 da.
Gibt es mit deutlich geringerem Querschnitt als Takelgarn und auch in verschiedenen Farben. Zudem deutlich reissfester als herkömmliches Takelgarn (und fusselt nicht). Habe ich schon öfters für Zurrungen an Modellen verwendet.
Grüsse von Harald

405

Montag, 27. April 2026, 13:24

Moin Harald,

vielen Dank für den Link. Ich denke, bei meiner nächsten Bestellung beim großen A landet das mit im Warenkorb ...

Das von mir verwendete Takelgarn besteht aus drei einzelnen Kardeelen, vielleicht kann ich auch so eine verwenden? Mal sehen :nixweis:

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


Liste meiner Modellbau-Projekte im Portfolio

406

Dienstag, 28. April 2026, 12:08

Moin,

Wie angekündigt habe ich gestern noch mit hellem Takelgarn und dem Querläufer auf der Innenseite. Ich denke damit werde ich ins Rennen gehen:



Als nächstes Stand ein Test auf dem Programm, ob ich die Persenning mit Wasserfärben einfärben kann. Ja, geht :) Also steht dem Altern auch nichts mehr im Wege:


Und dann noch die Feststellung, dass wenn ich anstelle eines 0,3 mm Federstahldraht einen 0,3 mm Bohrer zum "vorstupfen" verwende, dann werden die Löcher deutlich kleiner:


Alles in Allem ein erfolgreicher Abend. Ich habe einen Plan für die Persenning :tanz:

Wie es weiter geht ... yap, beim nächsten Mal

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


Liste meiner Modellbau-Projekte im Portfolio

407

Donnerstag, 30. April 2026, 08:23

Moin,

gestern habe ich mal wieder den Luftpinsel geschwungen. Nachdem ich Anfang der Woche die Teile für die Brücke nochmal gedruckt habe konnte ich diese jetzt lackieren. Das ist, meiner Meinung nach, mit einer der größten Vorteile des 3D-Drucks. Die Teile für die Brücke (z.B. Flaggenspind) hatte ich ja bereits mit dem Pinsel lackiert um zu sehen wie es wirkt. Das ist natürlich bei weitem nicht so schön wie mit dem Luftpinsel. Also nochmal neu drucken und dann sauber lackieren. Kleinere Korrekturen, in dem Fall einen höheren Sockel, konnte ich auch gleich mit einarbeiten.
Die Bodenplatte unter den 20 mm - Oerlikons zeigt wieder die typische Druckoberfläche. Das lasse ich aber, weil es mir in dem Fall ganz gut gefällt. Hier lose aufgelegt:


Nach dem Verkleben Stellprobe mit der Eisenspritze und Reling:


Und nochmal an Steuerbord:


Und dann war es mal wieder zeit für eine richtige Stellprobe. Bis auf die Ausrüstung auf der Brücke mal alles zusammengestellt. Das geht schon sehr in die richtige Richtung und es wird immer mehr eine modified Flower Class der Royal Canadian Navy ...







Und dann noch ein Bild mit dem Turm von U 190. Netter Größenvergleich ;)


LCdr John Eugene Francois gefällt was er sieht 8)


Wie es weiter geht, zeige ich euch beim nächsten Mal.

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


Liste meiner Modellbau-Projekte im Portfolio

Beiträge: 145

Realname: Armin

Wohnort: Reichenau

  • Nachricht senden

408

Donnerstag, 30. April 2026, 09:00

Moin Ingo,

bisher wirklich schön gemacht, Gratulation von meiner Seite! Die Druckteile sehen überzeugend aus. Ich verarbeite bei meinen Modellen auch sehr viele gedruckte Teile und habe schon manche negative, aber eben auch sehr viel positive Erfahrungen damit gemacht. Aber man lernt ja nie aus und vielleicht darf ich dir ein paar Anregungen geben und ein paar meiner Erfahrungen mit dir teilen.

Der Druck weist ja, egal wie hoch ich die Layer drucke, immer ein paar sichtbare Stufen auf. Um diese unsichtbar zu machen, grundiere ich alle meine Druckteile mit Mr. Surfacer 1000 und schleife die sichtbaren Stellen dann mit 1200er Nassschleifpapier glatt. Das Ergebnis überzeugt und man kann keine Layer mehr erkennen. Hier ein aktuelles Beispiel, der Geschützturm ist bis auf den Handlauf komplett gedruckt:


Dieser Geschützturm der USS TEXAS (1892) im Massstab 1:100 hat eine leicht gewölbte Decke. Auf einer solchen Wölbung sieht man immer irgendwo die Layer des Drucks. Ich habe das Bauteil nach der oben beschriebenen Methode behandelt und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Ich drucke in meinem Massstab (1:100) zwar keine Reling aber dennoch viele kleine Strukturen mit "Drahtstärken" bis herunter zu 0,4mm. Das Abtrennen und verschleifen der Supportstützen ist immer etwas "Tricky". Ich lasse diese feinen Strukturen meist nur 1. Minute im UV-Licht und bearbeite sie dann mit einer kleinen Diamantfeile. Damit kann man die "Pickel" der Stützen recht gut entfernen. Anschliessend grundiere ich, wie oben beschrieben, mit Mr. Surfacer 1000. So kann man die "vergessenen" Pickel recht gut erkennen und das Bauteil nacharbeiten. Manchmal ist es sinnvoll beim Schleifen ein kleines Hölzchen zum gegenhalten zu nehmen.

Vielleicht kannst du die noch sichtbaren Pickel an deiner später sichtbaren Reling entfernen. Reling ohne Persenning ist für das Auge immer im Fokus und diese Pickel würden dein tolles Ergebnis sicherlich ein wenig schmälern. Wenn du noch Fragen hast, gerne heraus damit.

LG und weiter so!

Armin

409

Donnerstag, 30. April 2026, 09:55

Moin Armin,

vielen Dank für dein Lob und die angebotene Hilfe :hand:

Ich denke, du meinst diese Bereiche:


Die unlackierte Reling ist bis jetzt nur grob vom Support befreit. Das feine Versäubern kommt noch.

Ich gehe ähnlich vor. Nach dem Drucken und Waschen belichte ich auch nur eine Minute bevor ich mit Schleifpapier, 600er aufwärts, die Feinarbeit mache und dann nochmal 2 Minuten belichte. Wenn ich dann beim Lackierten noch unschöne Stellen enrtdecke gehe ich nochmal ran.

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


Liste meiner Modellbau-Projekte im Portfolio

Beiträge: 32

Realname: Harald

Wohnort: Schwaikheim

  • Nachricht senden

410

Freitag, 1. Mai 2026, 12:03

Hallo Ingo,
deine Probleme mit den Druckoberflächen sind mir schon bei deiner Ankerwinde aufgefallen.
Ich drucke ja auch sehr viel mit meinem relativ alten SLA Drucker habe diese Probleme aber nicht (bei meinem Ausdruck deiner Dateien hatte ich absolut keine Riefenbildung und eine glatte Oberfläche).
I.d.R. bekommt man dieses Problem auch mit einer geeigneten Antialiasing Einstellung, gray level function und einer geeignete Anordnung der zu druckenden Teile auf der Druckplatte ganz gut in den Griff.
Ich hätte zum Beispiel an deiner Stelle die Geschützplattform der Oerlikon Kanone flach auf der Druckplatte angeordnet.
Grüsse von Harald

411

Samstag, 2. Mai 2026, 10:16

Moin Harald,

vielen Dank für deine Hinweise :hand:

Ich gestehe, das ich solche flachen Teile gerne hochkant stelle, um Platz auf der Druckplatte zu sparen :pfeif: Ich werde aber mal ein wenig mit den von dir angesprochenen Einstellungen herumspielen und sehen, inwieweit sich etwas ändert.

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


Liste meiner Modellbau-Projekte im Portfolio

Beiträge: 32

Realname: Harald

Wohnort: Schwaikheim

  • Nachricht senden

412

Sonntag, 3. Mai 2026, 01:15

Hallo Ingo,
bei statischen Formen (z.B. Würfel etc) ist eine schräge senkrechte Anordnung immer die erste Wahl. Allerdings kann schon ein Bruchteil einer Neigung, unabhänig von den genannten Einstellungen, für die Qualität des Ergebnisses entscheidend sein. Hier hilft eben nur probieren.
Bei flachen Formen wie deine Geschützplattform ist es jedoch immer die beste Lösung diese plan und direkt auf der Druckplatte anzuordnen (einzelne Panzerplatten mit Nieten können so hervorragend dargestellt werden).
Du verbrauchst zwar etwas mehr Platz auf der Druckplatte, aber das Druckergebnis wird deutlich besser und vor allem hast Du auch eine gravierende Zeitersparnis gegenüber einer senkrechten Anordnung.
Grüsse von Harald

413

Donnerstag, 7. Mai 2026, 08:09

Moin,

Danke für die ganzen Hinweise Harald :hand:
Ich werde bei meinen nächsten Drucken ein wenig experimentieren. Ich habe mir auch mal die Druck-Vorschau etwas genauer angeschaut. Es könnte auch ein Problem beim Slicen sein. Ich meine die kleinen Rillen auch da in den einzelnen Schichten zu erkennen. Wir werden sehen ...

Gestern habe ich die Holzbeplankung auf der Kompassplattform fertiggestellt. Die einzelnen Leisten sind an den Rändern mit einem 2B-Bleistift geschwärzt und mit Acrylkleber (diesen hier) verklebt. Hier ein paar Impessionen:



LCdr J. E. Francois fühlt sich auch wohl, auf "seiner" Brücke:


Das war es schon wieder. Wie es mit dem restlichen Ausbau der Brücke weiter geht, zeige ich euch beim nächsten Mal.

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


Liste meiner Modellbau-Projekte im Portfolio

Beiträge: 1 403

Realname: Dirk

Wohnort: Am Rande des Nordharzes

  • Nachricht senden

414

Donnerstag, 7. Mai 2026, 09:15

Moin Flottenadmiral

sieht klasse aus dein Holzzeug.
Das Geschenk deiner Frau auch. :)
Dirk

415

Donnerstag, 7. Mai 2026, 09:26

Moin,

vielen Dank :hand:

Ich hab mir einst einen größeren Vorrat an 0,6 mm Furnier gekauft, das nutze ich für solche Geschichten ...

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


Liste meiner Modellbau-Projekte im Portfolio

416

Dienstag, 12. Mai 2026, 08:22

Moin,

in den letzten Tagen ging es mal wieder ein bisschen auf der Blumenbrücke weiter. Da hat zum Beispiel die Reling ihre Persenning bekommen.
Erst einmal alles bereitlegen was man braucht: Geodreieck zum Abmessen, Stahllineal zum Abschneiden, ein scharfes Skalpell (auf 600er geschliffen ;) ) und natürlich Papiertaschentuch (Recycling wegen der Farbe):


Für die niedrige Reling brauche ich 12mm breite Streifen. Diese werden dann einzeln aufgebracht und mit Leimwasser (Ponal + Wasser) verklebt:


Hier sind es jetzt zwei Schichten Papier, noch feucht, darum durchscheinend:


Getrocknet auf der hohen Reling. Wenn ich die Flecken nicht kaschieren kann, dann werde ich das aber nochmal machen. Das Papier hatte sich an zwei Stellen ein wenig gelöst und ich habe es mit Sekundenkleber angeheftet ... sieht man ganz deutlich :bang: :


Der Holzwurm war auch mal wieder auf der Werft. Die Holzdecks auf der Brücke sind ein Stück gewachsen. Zuerst von außen weiter bis zur Kompassplattform:



Dann die Lücken vor den Bodenplatten:


Das war es schon wieder. Weiter geht es dann mit dem Rest vom Holzdeck, der Bänselung an der Persening und dann kann es auch schon mit dem Aufstellen der Ausrüstung losgehen. Davon erzähle ich euch dann beim nächsten Mal.

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


Liste meiner Modellbau-Projekte im Portfolio

Beiträge: 45

Realname: Udo

Wohnort: Rödermark

  • Nachricht senden

417

Dienstag, 12. Mai 2026, 08:38

Hallo Ingo,
Bin eigentlich nur der Stille Mitleser, um halt immer wieder neues dazulernen, auch nach 50 Jahren Modellbau lernt man halt nie aus :D

Fantastisch was du hier zeigst, :thumbsup:


Was mir auffällt, soll die eine Planke auf dem Brückendeck breiter sein. Den dunklen Flecken auf der Persening würde ich lassen, sieht natürlich aus.


Danke dass du deine Bauweise hier teilst.


Gruß Udo

418

Dienstag, 12. Mai 2026, 09:31

Moin Udo,

vielen Dank, freut mich, dass dir meine kleinen Basteleien gefallen :hand:

Meinst du diese Planke:


Die ist mit Absicht etwas breiter. Ich habe zum Schneiden der Planken den Messschieber nur π * Daumen auf 2 mm eingestellt, so sind sie alle ein bisschen unterschiedlich. Auch auf der Kompassplattform habe ich von Außen nach Innen gearbeitet und in der Mitte blieb dann eine Lücke. Diese habe ich mit einer "Planke auf Maß" geschlossen.
Selbes Spiel Auf dem Brückendeck. Diese Planken sind auch breiter:


Ich gehe aber davon aus, dass wenn erst mal die ganzen Staukästen, Waffen, Spinde, etc. auf der Brücke stehen, oben auf der Kompassplattform dann Kompass, Peildiopter, Sprachrohre, ..., dann werden die etwas breiteren Planken nicht mehr auffallen.

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


Liste meiner Modellbau-Projekte im Portfolio

Beiträge: 45

Realname: Udo

Wohnort: Rödermark

  • Nachricht senden

419

Dienstag, 12. Mai 2026, 10:13

Hallo Ingo,
Danke für die Info, erklärt sich jetzt.
Wenn ich Decks beplanke, arbeite ich immer von der Mitte nach außen, die letzte Planke fällt dann aber auch auf.

Gruß Udo

420

Dienstag, 12. Mai 2026, 11:26

Moin,

Bei meinem Kriegsfischkutter und der Yankee-Braut habe ich es letztendlich auch so gemacht, von der Mitte nach außen. Hier habe ich aber durch die Randleisten eine feste Breite, da habe ich mich für den anderen Weg entschieden.

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


Liste meiner Modellbau-Projekte im Portfolio

Werbung