Moin,
@Schmidt: Danke für den Hinweis. Diese Praktik hatte ich schon mal irgendwo von dir gelesen, muss aber zu meiner Schande gestehen, dass ich sie noch nicht ausprobiert habe
In den letzten Tagen habe ich hauptsächlich am PC ein paar Teile für die Brücke konstruiert, bzw. vorhandenes ein wenig umgebaut. An dieser Stelle nochmal Danke an Herbert, der mir auch ein paar Druckdaten zur Verfügung gestellt hat
Nachdem ich dann alles zusammen hatte, was meiner Meinung nach an gedrucktem auf die Brücke soll, hab ich den ollen Resinspritzer angeschmissen und seine Arbeit machen lassen. Ich zeige euch jetzt, was es für die Brücke im Moment so gibt. Hier erst mal zwei Übersichtsbilder.
Von Backbord:
Von Steuerbord:
Dann ein wenig mehr im Detail. Hier die Backbordseite der Brücke. Auf dem Deck die Bodenplatte für die 20 mm Oerlikon, an der Seite der geöffnete Spind für die Bereitschaftsmunition, zwei Spinde (gem. AOTS "Signalman's reading lamp") und achtern der Locker für die Signalflaggen:
Nochmal der Blick von vorn. Da ich keine Informationen habe, in welcher Konstellation die Spinde auf HMCS Thorlock standen, werde ich mal sehen was am besten aussieht und dann final stellen. Hier sind auch schön die einzelnen Fächer vom Flaggenspind zu sehen. Wandstärke: 0,3 mm:
Steuerbord, die gleichen Teile, nur ist der Munspind geschlossen und neben dem Flaggenspind steht der "Locker for AM flags"
Hier die Spinde im Detail. Teilweise hab ich sie schon lackiert, um zu sehen, ob die Farbe passt:
Für die Außenkante der Brücke habe ich die Reling in einem Stück konstruiert und gedruckt. War ein mächtiges Gefummel um sie vom Support zu lösen, ohne die einzelnen Holme zu brechen, die haben nur 0,8 mm Durchmesser. Für die Stellprobe sind sie noch nicht versäubert. Auf den Bildern oben sieht es an manchen Stellen so aus, als wenn die Reling nicht genau auf die Umrandung passt, die ich
hier angebracht habe. Doch das täuscht. Die Reling steht rundum mittig auf der Umrandung.
Backbord:
Steuerbord:
Die Reling wird noch eine Persenning bekommen. Hier ein Probestück mit einer Lage aus einem Recycling-Papiertaschentuch einer großen
Drogerie
Markt-Kette. Angeklebt mit verdünntem Weißleim wird das richtig hart. Da kann ich sogar mit einem 0,3er-Federstahldraht ein Loch reinstupfen und dann mit 0,1er Takelgarn die Persenning ordentlich anbändseln. Ja so verrückt bin ich

(Leider kein Bild davon gemacht)

So sieht es an Bord aus:
Ein Versuch mache ich noch mit getrocknetem Einwegbrillenputztuch. Das hat eine schöne Struktur auf der Oberfläche. Ich zeige euch dann was es geworden ist …
Ganz nebenbei: Jölle, was verwendest du für deine Persenning auf der Mikasa?
EDIT: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil ... Steht ja in deinem
Baubericht: Seidenpapier
Hier der Magnetkompass, wie er aus dem Drucker kam. Man erkennt, dass ich noch ein wenig versäubern muss:
Der Peildiopter:
Der braucht noch eine wenig Nacharbeit in der Konstruktion. Die beiden Stummel an den Seiten enden eigentlich in Halterungen für Sprachrohre. Die sind mir aber regelmäßig bei allen fünf gedruckten Teilen beim Lösen des Supports abgebrochen
Da kommt eine stabilere Version ran, der Rest ist in Ordnung.
Die Bodenplatten sind 0,75 mm hoch, die Antirutsch-Beschläge stehen dann zusätzlich 0,25 mm über:
An den geraden Rändern zwei, drei Züge mit 320er-Schleifpapier, dann passen sie perfekt auf die Brücke:
Und hier mit der
20 mm Oerlikon von Swordfish ...
Nebenher habe ich noch eine Seiltrommel bestückt. Da kommt noch eine weitere Lage, dann können sie an Bord. Stellplatz wird der kleine Aufbau unter dem Schornstein, insgesamt vier Stück.
Das war es schon wieder. Wie es weiter geht, erzähle ich euch beim nächsten Mal.
Schönes Wochenende
Ingo