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Montag, 18. Mai 2026, 17:38

20 Jahre X-Wing im Maßstab 1:57, eine Zeitreise!

Hallo in die Runde,

den X-Wing im Maßstab 1:57 gibt es seit gut 20 Jahre im Handel. Eine kleine Zeitreise von den Anfängen bis heute.
Wer interessiert ist, für den gibt es viel Text. Alle anderen Besucher suchen sich halt andere Threads.
Um das Ganze ein wenig aufzulockern, natürlich auch ein paar Bilder.
Ich habe mir die Freiheit genommen es in vier Kapiteln aufzugliedern.
Da es sich weder um einen Bau-, noch um einen Galeriebericht handelt, ist dieser Bericht hier sehr gut aufgehoben.
Ein paar eingebundene Bilder waren mal Bestandteil vor langer Zeit eingestellter Bau- und Galerieberichte gewesen.
Die Bilder sind leider nicht mehr sichtbar, weil der Anbieter seinen Dienst eingestellt hatte.

Kapitel 1

Wenn man das Star Wars Universum nur auf sehr wenige Raumschiffe reduzieren wollte, welche wären es? Für viele Fans, besonders älteren Semesters, sind es die Raumschiffe aus der 1. Trilogie, Teile IV bis VI, ab 1977. Nostalgie? Oder liegt es daran, dass diese Raumschiffe von den Machern des Films noch ausnahmslos von Hand gebaut wurden, aus Materialien, welche Modellbauern der alten Schule nicht unbekannt sein dürften? Millennium Falke, TIE-Fighter, und selbstverständlich der X-Wing Fighter, der in diesem Bericht die Hauptrolle spielt!



Von 1977 bis 2005 brachten die Modellhersteller AMT/Ertl und MPC Modelle auf dem Markt, die immer wieder aufgelegt und verkauft wurden.
Die 2.Trilogie, Teile I bis III, der Star Wars Filme wurde von 1999 bis 2005 in den Kinos gezeigt. Die Handlung mit anderen Schauspielern, neuen Raumschiffen… ich sag mal so, ich habe bis dato keine Wiederholung dieser Filme mir mehr angesehen. Ich schaue bzw. höre während des Modellbaus viel Fernsehen. Und diese Art Filme bieten sich nicht unbedingt dafür an. Da braucht es mehr „Tiefe“ und Dialoge. Aber ich schweife ab.
Teil III, der 2.Trilogie war jedoch insofern für mich interessant, dass ein Modellhersteller passende Modelle zum Filmstart herausbringen wollte. Um eine neue Käuferschicht für Modellbau zu begeistern, wurden diese Modelle zum sehr großen Teil als „easykit“ realisiert. Es sollte auf den Küchentischen oder in den Jugendzimmern kein Kleben und Bemalen stattfinden, wie damals in den 70er und 80ern noch üblich. Einfach „Bauen und Spielen“.



Es gab schon Autos und die Baumaschinenserie im Maßstab 1:32, die das Konzept vorgegeben haben. Leider wurde diese nicht weiter verfolgt, obwohl im Katalog 2005 des Modellbauherstellers ein roter 6x6 MAN Dumper, eine gelbe Planierraupe PR 724 LIEBHERR und 8 Bauarbeiterfiguren mit Zubehör in 1:32 sogar bildlich angekündigt wurden. Und das zu Preisen laut der damaligen beiliegenden Preisliste, die heute einen die Tränen in die Augen treibt. Eine „Dampfwalze“, ein DEMAG Asphaltfertiger (bei uns hatte letztes Jahr eine fabrikneue Maschine von Vögele auf dem Parkplatz gestanden, unzählige Bilder davon gemacht), ein zweiachsiger Muldenkipper aus dem Tagebau oder ein gelber 3achsiger Muldenkipper von VOLVO. Das wären weitere Träume gewesen. Was hätte man für tolle Dioramen, wie z.B. in Goldrausch Alaska zu sehen, damit bauen können. Oder für den Slotcarbereich als interessantes Drumherum. Aber die Entscheidungsträger entschieden anders. Die Modellserie wurde sang- und klanglos eingestellt und es gab bis heute auch keine Wiederauflage der drei Modelle von damals. Manches muss man nicht verstehen; vielleicht ist auch die Käuferschicht einfach zu gering, damit es sich wirtschaftlich lohnt. Dazu das Statement in dem neuen YouTube Video 4/2026 auf die Frage, wann und ob es eventuell mal ein neues Feuerwehrfahrzeug geben wird?! Die Antwort auf die Wünsche ist immer ein Schmunzeln wert. „Der Hersteller verkauft in mehrere europäische Länder seine Produkte und muss deshalb alle Märkte berücksichtigen.“ Aha. „Das Ding ist…“ Manche Wahrheiten dürfen halt nicht ausgesprochen werden. Diese Videos… ersetzen für mich auch keinen Katalog. Wo ist eigentlich der Katalog 2026 geblieben? Selbst als PDF Datei zum Herunterladen? Fehlanzeige!

„Für mich ist das nicht der Weg“. Ich muss hier wieder die Kurve kriegen. Doch das Stichwort Katalog ist gut. 2006 feierte das Unternehmen 50 Jahre „Die Welt in deinen Händen“. Und man besann sich in der „easykit“ Reihe auf Raumschiffe aus der Ur-Trilogie der Star Wars Filme. Es gab eine Vorschau auf kommende Modelle, die immer noch eine große Faszination ausüben.



Die Modellauswahl fiel unter anderem auf den X-Wing. Das Bild im Katalog 2006 zeigte übrigens eine Zeichnung des X-Wing „Red one“. Luke flog den X-Wing „Red five“. Und die allerersten First-Shots in den Händen verwunderten noch mehr, denn die Gravuren zeigen bis heute einen X-Wing „Red three“. Die Modellfigur mit zwei sichtbaren Patronenriemen an den Stiefeln ist auch so eine Sache. Normalerweise ist nur ein Patronengurt am rechten oder linken Stiefel sichtbar und dafür hängt das Hosenbein am anderen Stiefel dafür herunter. Ich achte auf Details. Aber die eigentliche Zielgruppe dieser Modelle wird da wohl drüber hinwegsehen können. Zumal diese Modelle nach damaliger Aussage nur als reine easykit Modelle in den Handel kommen sollten.
Die Shots wurden mit passenden Farben als Vorlage für die Serienproduktion koloriert. Zu viele Farben durften es nicht sein. Aufgrund des Piloten gestaltete sich das nicht so einfach. Die Deko für die Drucke waren deshalb nur auf das Nötigste beschränkt.





Es waren Modelle, die von Anfang an für Kinder gedacht waren. Und dafür war die Detaillierung völlig ausreichend. Denn Eines muss der Hersteller bei der Umsetzung berücksichtigen; Ähnlichkeiten oder haargenaues „Abkupfern“ schon bestehender Modelle anderer Hersteller kann schnell als Plagiat ausgelegt werden. Ob das der Grund der krummen Maßstäbe ist? Aber mal im Ernst, die Modelle des X-Wing von AMT oder MPC hatten die Maßstäbe 1:43 bzw. 1:63. Bei 1:57 macht sich dann allgemeine Empörung in den unterschiedlichen Foren breit? Klar, die beiden Hersteller Fine Molds und BANDAI brachten den X-Wing ab 2005 in den Maßstäben 1:72 bzw. 1:48 auf den Markt. Die Zielgruppe war eine andere.
Und so schlecht konnte das Modell im Maßstab 1:57 im Verkauf nicht sein. In den damaligen haptischen Katalogen war das Modell, abgesehen bis auf zwei Unterbrechungen, von 2006 bis 2017 jährlich gelistet. Ein „easykit“ ohne Bemalung und Kleben. Andere Modelle aus dieser Serie können auf so eine Historie nicht zurückblicken. Die Modelle aus der Clone Wars Reihe sind komplett und aus der 2.Trilogie, bis auf zwei Ausnahmen ebenfalls aus dem Programm verschwunden. Allein der Republic Venator Sternenzerstörer als echter Bausatz mit Bemalen und Kleben weiß zu begeistern und könnte ruhig mal wieder aufgelegt werden, zumal dieser in dreifacher Ausführung ganz am Ende des III.Teils in dem sehr hellen grau zu sehen war, wie man es von den späteren Sternenzerstörern ab dem Teil IV gewohnt war.









Fortsetzung folgt…
In diesem Sinne, Tach zusammen :wink:

Der Revelluzzer wo Modellbau zu Hause ist seit 1981!
Die einen sagen stolz: "das habe ich gelernt" ; die anderen sagen nichts, aber dafür können sie es.

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Dienstag, 19. Mai 2026, 11:56

Hallo zusammen!

Kapitel 2

Zurück zum X-Wing. Im Jahr 2019 kam die Info, dass man einige easykit Modelle als normale Bausätze herausbringen wollte. Bemalen, Kleben, mit Decals versehen; so wie man Modellbau halt kennt. Es wurde nur eine Legende für das Revellfarbsystem benötigt und die Umsetzung der Decals. Im Jahr 2020 kam er mit der Artikelnummer 06779 in den Handel. Als ich später diesen Bausatz in den Händen hatte, war ich etwas erstaunt. Das gezeigte Modell auf der Frontseite der Schachtel war das gebaute von Hand bemalte easykit Modell von 2006. Auf der Rückseite wurde noch ein „ab Werk bemaltes" easykit Modell im Detail gezeigt. Zapfen und die 5 schwarzen Vierecke am Flügel waren retuschiert.
Der Decalbogen war… naja. Man hatte diese Details von 2006 1:1 übernommen. Für mich war es schon 2006 viel zu wenig. Im Jahr 2021 wurde dieser Decalbogen, was Farben und Größe einiger Decals betraf, angepasst und korrigiert. Wohl dem, der diesen Decalbogen hat.


Damit die Decals über die Jahre noch zu gebrauchen sind, behandel ich sie sorgfältig. Das Papier wird mit Tape gesichert und in einer Folie in Aktenordnern aufbewahrt. Man erkennt die Unterschiede der beiden Decalbogen von 2020 gegenüber 2021 trotzdem. Besonders die Helmdecals fallen ins Auge. Sie waren zuerst zu groß. Der Decalbogen ist was Farbe und Größen angeht, stimmiger.

Dieser X-Wing ist seit 2020 ununterbrochen im Revellprogramm, damals noch im haptischen Katalog, dann im PDF Format Katalog und auch aktuell im Online Shop. Seit 20 Jahren begeistert dieses Modell also mehr oder weniger die Käuferschicht. Warum man sich allerdings immer nur dem „Red five“ angenommen hat… jeder, der sich intensiv mit der Geschichte befasst, weiß, dass für den Film von den damaligen Modellbauern eine ganze Staffel von „Red one“ bis „Red six“ gebaut wurde.
Der X-Wing in 1:57 verschwand aus meinem Fokus, auch wenn ein gebautes und bemaltes Exemplar seit Jahren in meiner Vitrine mit anderen Modellen „steht“, der im Jahr 2006 nur mal so zwischendurch bemalt und gebaut wurde. Ich würde ihn heute allerding anders bauen und bemalen.



Fortsetzung folgt…
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Dienstag, 19. Mai 2026, 13:26

Willkommen zurück!

Da das zweite Kapitel sehr kurz war, folgt:

Kapitel 3


Im Jahr 2024 wurde es wieder spannend. Die Serie „The Mandalorian“ ist eine der erfolgreicheren Ableger aus dem Star Wars Universum und dann nutzt man doch die Gunst der Stunde um neue Modelle zu schaffen oder auf Bewährtes zurückzugreifen. In dieser Serie fliegen X-Wings auf Patrouille. Da bin ich doch wieder dabei! Gut, den leicht untersetzen Pilot Carson Teva muss man sich als Modellfigur im Bausatz denken. Die Druideneinheit sollte dagegen kein Problem sein.

Und die Deko und Bemalung des Raumschiffs? Tja. Das ist so eine Sache und war es schon immer! Die X-Wings, welche man in den Filmen oder in den Serien sieht, gibt es nicht haargenau im Modell umgesetzt. Wohlgemerkt, kein Hersteller kann jemals alles berücksichtigen. Da können die Befürworter der Fine Molds und BANDAI Modelle noch so laut ihre intensive Meinung kundtun was den Grad der Detailierung angeht. So genau wie die Filmmodelle sind sie alle nicht. Man muss bei den originalen Filmmodellen zwischen Hero- und Pyromodellen unterscheiden, die schlanker und abgespeckter im Detail waren.
Es gab sogar noch ein siebtes Modell, dass damals zuerst gebaut und nach England geschickt wurde, damit die Filmemacher auf Grundlage dieses Modells das 1:1 Filmmodell und gewisse Teile in 1:1 für Nahaufnahmen nachbauen konnten. Auf der Suche nach Infos für die neue „Razor Crest“ bin ich auf interessante Seiten mit Aussagen gestoßen, die 2006 noch nicht zur Verfügung standen. Ein Großteil der damaligen Modellbauer lebt leider nicht mehr. Die Aussagen eines Interviews aus 2010, die ich dort gefunden habe, besonders die Machart und Farbgebung ist schon wieder ein Aha-Erlebnis gewesen, dass mich nur darin bestärkt hat, dass meine angewandten Methoden für Farbe, Decals etc., gar nicht so falsch waren.
Von diesen damals 7 gebauten Modellen war nicht einer identisch mit den anderen. Und jeder der damaligen Modellbauer hatte seine eigenen Methoden und Vorgehensweisen was das Endergebnis betraf. Die Verwendung von zwei verschiedenen Grundierfarben, zwei weißen Farbtönen und zwei roten Farbtönen, lassen so manche Diskussion, welche Farbe für die Modelle denn nun korrekt ist, obsolet erscheinen.

Auf Nahaufnahmen von damals entdeckte ich, dass auch bei denen bei der Lackierung in einer Ecke ihrer Werkstatt die unterschiedlichen aufgebrachten Farben teilweise unerwünscht reagiert haben mussten. Das war mit Schleifpapier und anderen Alterungsmethoden bestimmt so nicht gewollt gewesen.
Das stimmt mich im Nachhinein etwas milder; denn ich hatte letztes Jahr mit einer Charge Verdünner des Modellherstellers richtig Pech. Und ich war wohl nicht der Einzige, der diese negativen Erfahrungen machen musste. In deren Forum ist ein Thread darüber zu finden in dem weitere Modellbauer offensichtlich die gleichen Probleme hatten. Ich habe dann auch alle noch restlichen Flaschen aus diesem Karton zurückgegeben zwecks Analysierung. Ja, die EU und ihre Bestimmungen machen es dem Hersteller nicht einfacher. Man kann nur hoffen, dass nicht noch die „Plastiksteuer“ für Spielzeug und Modellbau ins Spiel gebracht wird. Zuzutrauen wäre es diesen „singenden und klatschenden“ Zeitgenossen. Ich musste bei einigen Projekten wiederholt lackieren und konnte mir erst keinen Reim darauf machen, wieso es zu unerwünschten Reaktionen kam. Wer sich die Bilder der Razor Crest auf der Schachtel und Online genau ansieht, kann es im Transporterraum sogar erkennen. Es wurde laut im Keller!


Das Malheuer der Woche? Schön wäre es gewesen. Es betraf leider über mehrere Monate verschiedene Modelle und zig Wiederholarbeiten.
Da es hier jedoch im Innern war, und die Zeit drängte, verzichtete ich auf eine erneute Bemalung.

Zurück zum X-Wing. Um ein Modell so original getreu wie möglich zu bemalen braucht man Informationen. Ich habe noch die bekannten und beliebten Bildbände von damals. Als gelernter Industriebuchbinder liebe ich Bücher. Im Netz findet man ebenfalls Material. Aber was ist relevant? Gut gebaute Studiomodelle, meist Replikas, die es von „Red one“ bis „Red six“ mit vielen Bildern zu bestaunen gibt, nützen als Vorlage wenig, und seien sie noch so gut gebaut und detailreich bemalt. Das sind nicht die gezeigten Raumschiffe aus den Filmen oder der Serie. Von Fans erstellte Bilder am PC, oder X-Wings aus diversen PC-Spielen bringen mich auch nicht weiter. Zum Teil sehen die gebauten Raumschiffe so massiv gealtert aus, als wären sie alle in den Sümpfen auf Dagobah notgelandet. Weniger wäre da oft mehr. Aber jeder ist halt stolz auf seine Fähigkeiten und erlaubt ist schließlich was gefällt.
Von der eigentlichen Deko der Modelle mal ganz zu schweigen. Auch da war die gefundene Seite mit Informationen sehr hilfreich, wie die damaligen Modellbauer bei den Originalen vorgegangen sind. Habe ich damals und heute genauso gemacht, wenn es noch keine passenden Decals gibt. Und der Decalbogen bis 2021 war sehr überschaubar.

Das änderte sich mit dem X-Wing von Carson Teva. Ich bekam 37 hervorragende Referenzbilder aus allererster Hand, die ich nie veröffentlichen werde. Im Gensatz zu anderen halte ich mich an Verträge, die immer noch Gültikeit haben. Als ich Ausschnitte der zwei unterschiedlichen Serienreihen gesehen habe, wo Carson Teva den X-Wing fliegt, stand ich wie so oft vor einem Problem. Man sieht den X-Wing übrigens meist nur in sehr kurzen Filmausschnitten. Aber es reichte, um Unterschiede festzustellen. Er flog nicht nur einen bestimmten X-Wing. Auf dem Planeten der Mandalorianer flog er z.B. einen „Red five“. Dieses Raumschiff war von den Serienmachern in großen Teilen als 1:1 Modell mit sehr wenig Deko nachgebaut worden. Als Carson Teva dem Mandalorian in seinem „neuen“ N1- Starfighter begegnete flog er einen anderen X-Wing. Viel zu sehen gab es in dieser Szene nicht.

Welcher X-Wing sollte es denn nun als Modell sein? Die klare Ansage war, so wie auf den Bildern die ich zu Verfügung gestellt bekommen hatte. Und das war ein X-Wing „Red one“ mit einer Vielzahl an winzigen Markierungen, Schriften, farbiger Streifen, Flächen etc. Ich habe Stunden gebraucht um alles zu sichten, zu markieren und weiterzuleiten.
Mein Kumpel, der mich sowieso als verrückt bezeichnet, hatte gut zu tun diese zu zeichnen. Zumal von mir immer tagelang weitere Ergänzungswünsche folgten, die ich noch entdeckte. Es ist jedes Mal das Gleiche. Er ist eigentlich schon längst fertig mit Zeichnen. Und hat auch keine Lust mehr. Denn der Bogen wird als Prototyp bei einem hiesigen Decalspezialisten zeitnah gedruckt um sie dann auf die Prototypenmodelle aufzubringen. Die wiederum auf der Schachtel dann gezeigt werden.


Von links nach rechts. Der allererste Prototybogen. Die Größen passen meist noch nicht. In der Mitte sieht man Ergänzungen und schon Änderungen was Größe und Form betrifft.
Und ja, es sind Decals für zwei Modelle.
Ganz rechts ist der Seriendecalbogen zu sehen. Die Farben für rot und beige/ocker sind deutlich stimmiger als noch auf dem Prototypenbogen, der in einem anderen Verfahren gedruckt wird.
Wer genau hinsieht bemerkt, das zwei Elemente fehlen. Für mich war es nicht so schlimm, da ich diese sowieso bei dem Modell lackiert hatte.

Nicht umsonst steht neben den Bildern des gebauten Modells auf der Rückseite in sechs Sprachen oder damals an der Seite in vier Sprachen: Prototypmodell!
Damit ist der Hersteller "aus dem Schneider"! Wer lesen kann, ist klar im Vorteil! Das Modell in der Schachtel kann, was Details, Bemalung und Decals betrifft, sich noch geringfügig ändern.
Manche Anmerkung zu Neuerscheinungen in den bekannten Foren muss man wohl ignorieren.
Mein Kumpel meint immer, „reg dich nicht auf. Ich lese das gar nicht und kommentier das nicht. Sollen die mich doch verklagen.“
Die einen sagen stolz: "das habe ich gelernt" ; die anderen sagen nichts, aber dafür können sie es.

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Dienstag, 19. Mai 2026, 13:35

Ich lese das. Berechtigte Kritik notiere ich und sehr grobe „Schnitzer“ bei Decals oder Fehler in der Bauanleitung sollten bei einer Nachauflage, dann auch nicht mehr vorkommen. Wenn ich aber lese, dass einige bei diesen „Stammtischen“ sich zum Teil über die Fülle der Decals und deren Winzigkeit negativ äußern, bekomme ich jedes Mal Puls. Zumal das bis zu dem Hersteller vordringt, mit der Vorgabe alles was unter 1mm wäre, nicht mehr zu berücksichtigen. Zugegeben, diese sind nicht einfach anzubringen. Aber wer es nicht kann oder mag, dann lasst es doch weg. Ich habe lieber zu viel als zu wenig auf dem Decalbogen. Oder wenn eine Farbe auf der Verpackung unterschlagen wurde, weil sie am Modell nur ganz wenig vorkommt wie beim N1-Starfighter. Stimmt. Ich kann mich gut daran erinnern. Die Diskussion hatten wir nämlich selbst. Die Farbe wurde von mir punktuell im Cockpit verwendet und erschien dafür wenigstens noch in der Bauanleitung. Nicht auf der Schachtel. Aber wenn man sonst nichts zu schreiben hat...
Auch das Thema Farbenmischen wird immer wieder gerne kritisiert. Der Hersteller hatte im Katalog von 1982 noch ein großes Farbensortiment im Angebot. Es gab z.B. mit den Nummern 370 bis 379 zehn!!! graue Farbabstufungen in seidenmatt. Wie gerne würde ich darauf heute zurückgreifen. Ich könnte mir das Mischen sparen. Da aber für die Prototypen-Modelle Farben aus dem firmeneigenen Sortiment verwendet werden, bleibt nur das Mischen.



Und hier ist die "Giftküche". Was wäre wohl, wenn ich noch die Farbgläser zeige, wo gemischte 50% Farben noch weiter verändert werden um noch mehr Abwechslung auf dem Modell zu haben?
Eine öffentliche Steinigung wie in dem Filmklassiker das Leben des Brian? Die beiden ganz rechten Farbmischungen wurden übrigens für dieses Modell nicht verwendet. Es sind auch keine Mischungen in Prozentangaben.
Selbst 5% wären teilweise noch zu viel, wie in den früheren Bauanleitungen bei Autos beispielsweise angegeben. Man muss sich ran tasten bis es passt. Und zwar tröpfchenweise. Kann man aber in den bunten Bauanleitungen schlecht als Hinweis vermitteln.


Die Vorgabe ist, es nicht zu kompliziert zu machen und bei Level 3 Bausätzen nach Möglichkeit ganz darauf zu verzichten. Manchmal bleibt es aber partout nicht aus. Man gestattet wenigstens 50% Mischungen in der Farblegende anzugeben. Und mal ehrlich, wer bekommt das denn nicht hin? Wer will, kann gerne auf andere Produkte seiner Wahl zurückgreifen. Es muss doch niemand die Farben benutzen, welche in der farbigen Bauanleitung angegeben sind? Aus Frust habe ich dann den neuen McLaren 750S ohne eine Mischfarbe bemalt, da man mir sagte, es handelt sich um ein Level 3 Modell, und dort sollen Mischungen nicht mehr vorkommen um den Modellbauer nicht zu „überfordern“. Meine bevorzugten Alcladfarben für Auspuff- und Motorenteile, die dezente Alterung am Unterboden, die sonst sehr zeitintensive farbliche Darstellung des Teppichs im Innenraum habe ich diesmal weggelassen. Für mich war dieses Modell ein „Protestmodell“. Wenn ich mir die Bilder vom Motor- und Innenraum auf der Homepage ansehe… da wäre mehr gegangen. Hinterher teilte mir mein Kumpel mit, dass es doch ein Level 4 Modell sein soll. Ein Penny für meine Gedanken. Und ich habe schon viele Pennys gesammelt.

Aber ich schweife wieder ab. Also zurück zum X-Wing. Die Teile waren 2006 ursprünglich als easykit Modell gedacht. Leider gab es kein erhofftes Upgrade an Bauteilen. Man musste also aus dem Bausatz das Beste draus machen; zum einen mit Farbe, zum anderen mit Decals. Es wurden bei Carson Teva fast alle Wünsche berücksichtigt. Das Cockpit am Modell war immer so eine Sache gewesen. Die aufgeprägten Schalter vorne und an den seitlichen Konsolen waren nicht wirklich originalgetreu an dem Bauteil. Man fing vorsichtig mit zwei neuen Decals in diesem Bereich an. Die weiteren vielen Decals auf dem Decalbogen entsprechen der Vorlage des Rechteinhabers. Nicht alle Wünsche fanden sich auf dem Decalbogen wieder. Es war noch Luft nach oben.

Da ich zeitgleich das Modell weiter komplettiert hatte, während ich auf den Decalbogen wartete, wurden einige Details mit Farbe und Decalstreifen aus dem Fundus versehen, die es dann in der Serie nicht gab.
Es ist halt ein Prototypmodell:



Und wer sich das Deckelbild der Schachtel genau anschaut, bemerkt es. Die Seriendecals sind soweit korrekt. Wenn ich einen Serienbausatz bekomme, vergleiche ich sofort. Dann freut man sich, oder ist enttäuscht, weil dies oder das doch nicht umgesetzt wurde.
Bei dem Prototypenmodell entdeckt man feine gelbe auf den Triebwerksabdeckungen, rote Streifen an den vorderen Flügelkanten, graue Flächen am Unterrumpf, die ich auf den Vorlagenbilder ausmachen konnte und mittels Decalstreifen aus dem "Aftermarketbereich" umgesetzt habe.
Und wenn es nicht Decals sind, sind es Klebefolien. Meine Bekannte, die Inhaberin eines Folienateliers ist, hat immer wieder Reststücke, die ich sehr gut verwenden kann. Nicht anders haben es damals die Urmodellbauer gemacht.

Diese Details finden jedoch leider keine Berücksichtigung mehr auf dem Decalbogen.
Die Gründe sind vielfältig. Und man hofft auf das nächste Mal.

Fortsetzung folgt…
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Mittwoch, 20. Mai 2026, 13:35

Hallo zusammen,

es folgt das letzte Kapitel. Da hier offensichtlich eine 10000 Zeichen Regel angewendet wird, gibt es mehrere Teile.

Kapitel 4

Und das nächste Mal sollte nicht lange auf sich warten lassen. Der Film „The Mandalorian and Grogu“ warf seine Schatten 2025 voraus. Es sollten zwei Modelle auf dem Markt kommen. Etwas enttäuscht ist man schon, dass es nichts komplett Neues gibt. Zwei „alte Bekannte“ sollten gebaut werden. Die „Razor Crest“ und der X-Wing. Die „Razor Crest“ ist ein eigenes Thema für sich. Nur soviel; warum sie im Film „Razor Crest“ heißt, weiß ich nicht. Sie ist in der 2.Staffel der Serie abgestürzt und dabei unwiederbringlich zerstört worden. Das Raumschiff ist ein Typ der Klasse ST-70 Angriffsschiff; ein Kanonenboot oder Patrouillenboot wenn man den Info aus dem Internet glauben darf. Und wenn es zu einer Klasse gehört, dann wird es wohl mehrere Schiffe diesen Typs geben. Warum sollte der Mandalorianer im Film davon nicht ein komplett neues Schiff davon sein eigen nennen? Und damit war das Thema für mich persönlich plausibel erklärt.
Andere Personen haben ihre wiederum ihre ganz eigenen Meinungen dazu und versuchen das mit unterschiedlichen Zeitlinien zu erklären und wie man den Film innerhalb der Serie wohl zeitlich einzuordnen hat. Du liebe Zeit! Was nehmen die?
Ich hatte damals den Vorschlag gemacht auf der Verpackung die Bezeichnung ST-70 Angriffsschiff oder Kanonenboot anzugeben. Mehr wusste man zu diesem Zeitpunkt nicht. Und die Informationen waren bei diesen Projekten sehr spärlich seitens der Rechteinhaber. Und zwar für alle Beteiligten. Es gab die Anweisung die neue „Razor Crest“ so zu kolorieren, wie die erste. Es sollte nichts geändert werden. Da hatte ich aber Einwände. Denn es gab ja schon winzige Filmausschnitte mit Sekundenbruchteilen von dieser neuen „Razor Crest“ zu sehen. Die gelbe Farbe und das nicht mehr ganz so abgewrackte Aussehen fiel sofort auf, aber halt nicht im Detail. Und dann soll dieses Modell so bemalt werden wie das von 2021? Ich brauchte Bilder! Ich bekam auch welche! Aber es gab dieses Mal nur sehr wenige und auch nicht von allen Seiten. Die Filmemacher hatten wohl Angst, Informationen herauszurücken. Ich weiß es nicht.
Aber die „Razor Crest“ ist ein eigenes Kapitel. Ich weiß aber zumindest, warum man außen die Bereiche gelb lackiert hat. Aber dieses Wissen erfuhr man erst vor kurzem in einem Interview der besseren Youtube Videos. Gibt da auch viel "Schrott" mittlerweile zu diesem Thema.
Und wenn man es weiß, ist die Sache klar. Zumindest für meine Generation, die diesen für mich persönlich großartigen Film noch sehr gut kennt.

Und wieder der Schwenk zum ganz aktuellen X-Wing aus dem Film. Auch da benötigte ich Bilder. Ich bekam aber anfangs keine. Warum auch immer! Vielleicht gab es im Laufe der Jahre Probleme mit dem Umgang von Informationen. Bin da auf der Suche im Netz auf etwas gestoßen, dass sich wohl Personen nicht immer an getroffene Vereinbarungen gehalten und Bilder anderen anonym zugespielt haben und im Netz veröffentlicht wurden, die geistiges Eigentum von Lucas waren. Sowas geht gar nicht. Auch wenn einer meinte, das müste doch der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden um sich so für sein Verhalten zu rechtfertigen. Ich suchte mir daher selbst welche aus dem Netz. 6 Bilder, darunter Standbilder aus Filmsequenzen der bekannten Serien. Wohlgemerkt aus den Serien, nicht aus dem Film. Dann wurden mir weitere 8 Bilder in sehr dürftiger Qualität zu Verfügung gestellt. Ich musste mit diesen Vorlagen leben. Vergrößerungen am Bildschirm verzehrten nur das Resultat. Bilder von der Steuerbordseite und den inneren Flügeln auf der Seite hatte ich gar keine. Es gab nichts. Mein Ziel war das Modell so zu bemalen, wie im Kino zu sehen! Ich betrachte es als guten Versuch. Ich habe Kinokarten für den 21.5.2026 besorgt. Ich werde mich in allererste Linie auf diese beiden Raumschiffe konzentrieren, und dann feststellen: S… doch anders, mich ärgern und im Kino brüllen: „Mann, so ein S…“ Nur Spaß. Ich hoffe auf vergnügliche Stunden und gehe da vollkommen unvoreingenommen an diesen Fim heran.

Es wurmt aber doch, wenn farbliche Details nicht passen sollten. Denn der Transporterraum der „Razor Crest“ soll laut Aussage in dem Interview ebenfalls eine andere Farbe wie die ursprüngliche Razor Crest bekommen haben. Dass die drei Pilotensitze farblich nicht mehr dunkelrot sind, hatte ich noch berücksichtigt. Es gab zu dem Zeitpunkt ein!!! großes scharfes Bild vom Cockpit der neuen "Razor Crest" im Netz, dass ich mir gespeichert hatte. Star Wars Fans sind sehr kritisch. Wehe, da stimmt was nicht.

Und wieder zum X-Wing. Die blaue Deko war relativ gut zu erkennen. Die wenigen ockerfarbenen Flächen auch. Decals gab es noch nicht. Also wurde fröhlich gemischt, bis ich mit dem Ergebnis leben konnte.




Eine 50 % Mischung konnte man vergessen. Das Resultat entstand aus einer Mischung, welche ich für den Boden und Rampen des Transporterrraums der "Rrazor Crest" verwendet hatte.
Da war noch genug von übrig und dann wurden lustig weiter Farben hinzugegeben, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war. Man musste dann auch das Trocknen der Farbe abwarten, da sich dann der Farbton immer noch verändert und korrigieren.

Ferner war mein Kumpel um jeden Hinweis dankbar, den er für die Decals bekam. Denn er hatte das gleiche schlechte Bildmaterial vorliegen. Markierungen, Embleme, Symbole, Schriften etc. waren deutlich weniger erkennbar als bei dem X-Wing von Carson Teva.
Und dieser X-Wing hatte auf der Vorlage auch nicht so viele angebracht, wie noch Carson Teva’s X-Wing.

Aber irgendwie hatte ich richtig Bock auf diese Decals. Also habe ich mir den Decalbogen von Carson Teva nochmal genau angesehen und alles was es dort an Decals gab, abgesehen von den farbigen Flächen, vorgeschlagen zu übernehmen. Der Modellbauer kann dann selbst entscheiden, was er aufbringen möchte. Ob dies zu einer Diskussion in diversen Foren oder auf Youtube führt ist mir ziemlich egal. Da tummeln sich ja gerne „Experten“.

Ich hatte auch schon beim Carson Teva X-Wing weitere Vorschläge für Decals gemacht, die nicht umgesetzt wurden. Manchmal aus Zeitgründen, aber auch aus Platzgründen auf dem Decalbogen. Da gibt es Vorgaben. Ich wollte diesmal aber unbedingt noch mehr im Cockpit haben. Wenn man schon einen alten Bausatz herausbringt, dann doch bitte mit Decals etwas Leben einhauchen. Und wenn man laut Bauanleitung im Frontbereich mit der Feile die nicht originalgetreuen Armaturen abschleifen soll, dann kann man das ebenso an den Seitenkonsolen machen. Und wo man schon dabei ist, ein Decal hinter dem Sitz fehlte auch. Die glatte Fläche schrie förmlich nach einem Decal und groß genug war sie. All das findet sich auf dem aktuellen Decalbogen wieder.


Links ist der Prototypendecalbogen zu sehen. Größe der Decals und Farbe sind noch nicht angepasst. Das wird erst beim Anbringen erkennbar.
Es werden sich Notizen gemacht und dann entsprechend die Maße geändert. Das ist schon immer die Vorgehensweise von meinem Kumpel und mir gewesen.
Der Zeitfaktor des Modellherstellers spielt auch eine Rolle. Das rächt sich dann meistens, wenn Decals dann doch nicht passen oder es offensichtiche Fehler gibt.
Und das betrifft nicht Autokennzeichen! Ich lese die Kommentare und gebe das auch weiter. Die Antwort erspare ich euch. Ihr werdet damit weiter leben müssen.
Egal, was die Stammtische da diesbezüglich von sich geben.

Das Cockpit ist durch die drei neuen Decals deutlich aufgewertet. Nimmt man es genau, müsste es für das Cockpit noch insgesamt 8 weitere zum Teil winzige Decals für die Flächen geben. Ich hätte sie gerne realisiert gehabt. Aber ich muss realistisch bleiben.
Was ebenfalls auffällt sind die Triebwerke. Die ursprünglichen Filmmodelle hatten nicht die Triebwerksschaufeln. Auf einem Foto eines 1:1 Modells konnte ich die „Schaufeln“ aber entdecken. Bei den Bildern von Carson Teva’s X- Wing waren diese ebenfalls auf den Fotovorlagen mit gezeichnet worden. Die wollte ich schon damals als Decals haben.




Jetzt gibt es sie. Ich kann mich über solche Details freuen. Und über viele weitere Decals wie z.B. für die Landekufen, die mir immer zu platt erschienen. Der Zeichner des Rechteinhabers hatte den X-Wing von Carson Teva schon ansprechend gestaltet.
Im Gegensatz zu den X-Wings von 1977 waren die neuen im Detail zeichnerisch deutlich „aufgemotzt“ worden.
Mein Kumpel hat das exzellent umgesetzt. Der Decalbogen ist sehr umfangreich geworden. Und man muss dem Modellhersteller zu Gute halten, dass es keinen "Rotstift" im Decalbereich gab.

Ob die beiden ovalen Decals für die vorderen seitlichen Kanonenläufe Zustimmung der Modellbauer finden werden, weiß ich nicht. Ich hatte sie bei der Fertigstellung des Prototypen noch nicht. Wer es nicht mag, weglassen. Wenn ich das Raumschiff für mich bauen sollte, schneide ich diese beiden länglichen Bereiche am Rumpfteil aus und hinterlege diese mit Rohrmaterial und weiteren Details. Ich muss mal schauen. Weil in diesem Bereich ja auch die Verbindungstege von Ober- und Unterseite des Rumpfes sind, was dort nicht viel Platz lässt. Es ist halt immer noch ein „easykit“ Modell.
Die einen sagen stolz: "das habe ich gelernt" ; die anderen sagen nichts, aber dafür können sie es.

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Mittwoch, 20. Mai 2026, 14:01

Das Bauen und Bemalen war auch soweit erledigt. Dann hatte ich den Prototypendecalbogen endlich in den Händen. „Du Idiot“, das dauert wieder!“ hörte ich mich selbst sagen. Aber ich wollte es so. Der Decalbogen ist sehr umfangreich geworden. Da sich die Konturen und Gravuren des Modells von den bildlichen Vorlagen unterscheiden, muss man bei der Positionierung Kompromisse eingehen. Stimmig sollte es jedoch sein. Alle zu lackierenden blauen Flächen und beige/ockerfarbenen zum Teil winzigen Bereiche wurden sorgfältig abgeklebt, da sie nicht mit den Gravuren des Modells übereinstimmten oder gar nicht vorhanden waren und lackiert. Kaum fertig, gab es die Vorgabe, man wollte auch die Streifen, Kratzer und „Abplatzer“ in diesen blauen Bereichen mit drauf haben. Keine Alterung mit Washing aber diese Streifen, welche Kratzer darstellen sollen? „Ich werde bestimmt nicht die Prototypendecals verwenden.“ Meine Farbgrenzen und deren Abmessungen hätten nicht ganz übereinander gepasst. Also hat mein Kumpel mir nur diese sehr hellgrauen Streifen noch drucken lassen und die wurden dann sehr mühsam aufgebracht.


Mit diesem Decalbogen konnte ich jedoch nichts anfangen. "Ähh, du weißt schon dass ich die Streifen und Kratzer als Decals in hellgrau benötige!"
Also wieder ein paar Tage warten!

Der Zeichner des Rechteinhabers hat es sich sehr einfach gemacht. Diese ganzen Streifen, Kratzer und „Abplatzer“ wurden auf den vier Flügelteilen gespiegelt. Ob das authentisch ist, muss jeder selbst beurteilen. Die Flächen mit einem gefälligen Blauton zu bemalen und mit den üblichen Methoden die Streifen, Kratzer und „Abplatzer“ zu kreieren ist bestimmt die bessere Wahl. Zumal das Anlegen der blauen Decals an den hinteren vier Laserkanonen keinen Spaß machen dürfte. Und da kann man noch so viel Weichmacher verwenden.

Letztendlich war das Modell wie immer pünktlich fertig:


Selbst auf diesem Bild mit niedriger Auflösung erkennt der Leser die Decals beim Druiden, Pilotenhelm und Cockpit sehr deutlich und das trotz geschlossener Kabinenhaube.
Und dann liest man bei einer Bausatzvorstellung den Satz:
Zitat "Auch wenn das später kaum zu erkennen ist."
Solche Aussagen, sind sehr "hilfreich". Der ein oder andere sollte den Bausatz womöglich erst mal bauen?!
Es kam schon die Ansage, sich bei den Decals etwas zu beschränken. Es wären zu viele.
Und wieder ein Penny für meine Gedanken. Was ist mit manchen Zeitgenossen nur los?
Das Alter? Die Augen? Aufmerksamkeit?
Wir sind stolz darauf, dass die Decalbogen besonders im Sci-Fi- und Autobereich seit Jahren sehr umfangreich geworden sind.
Und wir hoffen, dass es noch eine ganze Weile so bleibt.



Und dann sah und hörte man lange Zeit nichts. Ich dachte, dass beide Modelle in Nürnberg 2026 auf der Spielzeugmesse gezeigt werden. Aber auch dort, Fehlanzeige. Es gab Tafeln mit Artikelnummern und Bildern von etwas unter Planen verborgen. Das war alles. Ist auch so eine Sache mit Nürnberg. Heutzutage macht dort jeder Videos für seinen Kanal auf Youtube und tut seine Meinung kund. Man wird für die eigene Sichtweise immer Unterstützer finden. Es gibt aber auch Menschen, die sehen Produkte mit anderen Augen und sind zu begeistern.
Das wird mit diesem Bericht von mir nicht anders sein. Es gibt den Daumen hoch oder eben den Daumen runter.

Irgendwann habe ich dann mal in dem Online Shop vom Hersteller nachgesehen, was es als Neuheiten gibt. Um die Zeit Februar/März 2026 waren sie dann gelistet und zu sehen. Aber ein großes „Tamtam“ gab es nicht. Naja. Vielleicht ist der Hype um Star Wars auch nicht mehr wie früher. Die aktuellen Berichte im Blog des Modellherstellers kamen erst später.

Auf jeden Fall hat der Modellhersteller aktuell drei X-Wing im Maßstab 1:57 gleichzeitig im Angebot, mit den Artikel-Nummern 06779, 06790 und 06791.

Es gab von diesem Hersteller erstmals im Jahre 2013 noch den großen X-Wing im Maßstab 1:29 als easykit zu kaufen:


War damals eine ziemliche "Sauerei". Die ganze Familie hat mitgeholfen zu schleifen.



Eine Wiederauflage als normalen Bausatz in den Designs von Carson Teva’s X-Wing und dem neuen New Republic X-Wing Fighter wäre durchaus zu begrüßen. Denn die Szene, als die beiden X-Wings den N1-Starfighter vom Mandalorian flankieren wäre eine interessante Darstellung wert. Den Maßstab 1:29 zu 1:24 kann man durchaus vernachlässigen; wenn sie ihn von hinten anfliegen ist es perspektivisch gesehen in Ordnung. Man braucht für die Szene im Modell auf jeden Fall Platz zu Hause. Und der Decalbogen wäre riesig.

Ferner gab es den X-Wing als easykit im Maßstab 1:112:





Aber der ist mir persönlich zu klein. Der X-Wing im Maßstab 1:57 hat schon eine sehr schöne Größe um alle Markierungen und Details , die einem persönlich gefallen, gut umsetzen zu können.

Hier muss man sehen, was uns in Zukunft hoffentlich noch erwarten wird. Irgendwann kommen die Modelle in die Jahre und die teuren Gussformen an ihre Grenzen. Und auch die Käuferschicht kommt in die Jahre. Es müssen neue Wege gefunden werden, die beide Seiten zufriedenstellen. Nicht immer nur Masse, aber dafür Klasse. Ein Hersteller muss wirtschaftlich denken, der Modellliebhaber denkt an seinen ganz persönlichen Wunsch, den er in diversen Foren kundtut. Oftmals findet er Unterstützer, die ihn bestätigen. Dann gibt es andere , die wiederum ihre ganz eigenen Wünsche realisiert hätten. Eine Vielzahl von neuen Modellen um alle Wünsche zu berücksichtigen, stellt kein Modellhersteller mehr her. Auch die Japaner nicht. Das finanzielle Risiko ist viel zu groß. Man müsste wissen, wieviel Modellbausätze von einem bestimmten Modell tatsächlich gekauft würden, damit es sich für den Hersteller rechnet, mit der Möglichkeit es ein paar Jahre später wieder aufzulegen, was ich für legitim halte. Einige wenige Hersteller haben da etwas Neues entdeckt, was man in Betracht ziehen könnte um ein finanzielles Risiko auszuschließen. Halte ich persönlich für eine gute Idee. Aber das ist eine andere Geschichte.

Und hiermit endet die "Zeitreise" über ein Modell, das immer noch begeistern kann.



In diesem Sinne, Tach zusammen :wink:

Der Revelluzzer
wo Modellbau zu Hause ist seit 1981!
Die einen sagen stolz: "das habe ich gelernt" ; die anderen sagen nichts, aber dafür können sie es.

7

Mittwoch, 20. Mai 2026, 16:23

Hallo zusammen!

Epilog

Der Bausatz wird seine „easykit“ Herkunft nie ganz verleugnen können. Und mit Decals allein kann man viel, aber nicht alles wettmachen. Dafür hätte es mehr als die Plakette als zusätzliches Bauteil bedurft.



Für mich persönlich fehlen zwei neue Gießäste mit Teilen, die bei vielen Interessierten bestimmt Zustimmung finden würden. Worum es sich handelt? Ich habe zwei eigene Projekte von X-Wings auf dem Tisch liegen.
Übrigens waren alle gebauten Prototypmodelle immer First-Shots von 2006 gewesen. Spachteln und Schleifen gehörte schon immer dazu:


Eine Ära geht zu Ende. Der letzte First-Shot von 2006!


Und die Figuren waren sehr zur „Freude“ bei First-Shots am Anfang meist immer aus schwarzem weichen Kunststoffmaterial.
Weißes Material wäre auch zu einfach gewesen.

Die beiden privaten Projekte sind im Großen und Ganzen schon fertig und warten noch auf Decals und Feinheiten.
Mal sehen, wann ich darüber einen Baubericht einstellen werde. Vielleicht sehe ich ja noch was im Film, was mich reizt, zu ergänzen. Ich werde auf jeden Fall einen Notizblock und einen Stift ins Kino mitnehmen. Smartphone geht ja schlecht.

Mein Zeichner hat eh noch ganz aktuell ein paar Hinweise für Ergänzungen der Decals bekommen. Diese Decals sind sehr exklusiv:


Bei den ganz neuen X-Wings hatte ich den Spruch im Sinn:
"Immer zu Zweit sie sind".
Heute ist die englische Synchronstimme von Meister Yoda leider für immer verstummt. R.I.P.
Mit dem Decalbogen können zwei verschiedene Piloten dargestellt werden. Leider ist auf dem Seriendecalbogen jedoch nur eine Variante für den Druiden berücksichtigt worden.
Der Platz dafür war dann leider doch nicht mehr da.


Endlich habe ich die Decals, die auf den Urmodellen mit drauf waren.


Und das sind noch nicht mal alle. Er zeichnet aktuell immer noch.
Ich bekomme noch zwei weitere Farbvarianten für die Druiden. Allerdings den "pinkfarbenen", der z.B. in Hamm letztes Jahr zu sehen war,... darauf verzichte ich dann doch.

Denn irgendwie reizt es, irgendwann alle 6 X-Wings der roten Staffel nachzubauen. Und selbst das 7. Modell, das damals als Vorlage für die 1:1 Modelle gebaut wurde hat seinen gewissen Reiz im Modell umgesetzt zu werden. Es unterschied sich insofern, dass dieses Modell kein Cockpit hatte und die Bemalung sehr vereinfacht war.

Die damaligen Ur-Modellbauer haben sich Decals der unterschiedlichsten Bausätze bedient, die jeder bei genauem Hinsehen erkennen kann. Ich kann jedoch verstehen, dass diese bei den regulären Bausätzen vom Hersteller nicht immer berücksichtigt wurden.
Bei den X-Wings von Carson Teva und dem aktuellen sind viele Markierungen mit drauf, welche die Urmodelle gar nicht hatten. Ich werde hier mir die Freiheit nehmen die Decals zu mischen. Das Interessante waren die schon damals sehr vielen kleinen schwarzen Vierecke in unterschiedlichen Größen auf den X-Wings. Mein Kumpel hatte aber beim letzten Projekt abgewunken. Bei Carson Teva’s Decalbogen waren diese zum Teil mit drauf, da Bestandteil anderer Decals. Aber einzeln? Da ich ja noch weitere Ergänzungen gefunden habe, wird er mir hoffentlich diesen Wunsch erfüllen, dass ich sie noch bekomme.

Das Anbringen dieser winzigen Decals wird bestimmt interessant werden. Es bleibt im Star Wars Universum weiterhin spannend.
In den verdächtig sehr vielen „Final Trailern“ auf Youtube zum neuen Film entdeckte ich weitere Raumschiffe, die man als Wiederauflage hätte verwenden können. Aber sie sollen sich doch unterscheiden, so dass man das nicht weiterverfolgt hat. Für mich persönlich muss ich mir mal den AT-RT im Film anschauen. Es gibt zwar erkennbare Unterschiede, die man jedoch mit Geschick selbst umbauen kann. Die Figur aus dem easykit Modell von 2005 ist allerdings nicht zu gebrauchen.

Ich bedanke mich für das Interesse!



In diesem Sinne, Tach zusammen :wink:

Der Revelluzzerwo Modellbau zu Hause istseit 1981!
Die einen sagen stolz: "das habe ich gelernt" ; die anderen sagen nichts, aber dafür können sie es.

8

Gestern, 22:37

Hallo zusammen,
noch ein kleiner Nachtrag. Ich war seit Jahren wieder mit meinem Sohn Im Kino. Die Preise, du liebe Zeit. Das muss man schon wollen.

In 2D und ohne Vibrationssitze.
Wie früher halt, aber dafür Loge. Reicht völlig.

Die derzeit aktuellen Kritiken auf Youtube? Aufmerksamkeit? Klicks generieren?

Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt.
Beim letzten Kinofilm Han Solo bin ich tatsächlich eingeschlafen und ich habe ihn mir nie wieder angeschaut. Hab ich was verpasst?

Ich hatte heute natürlich besonders die Raumschiffe im Auge. Mit der Umsetzung des neuen X-Wings bin ich zufrieden. Die blaue Deko auf den Innenflügeln der Steuerbordseite konnte ich nicht entdecken. Ich kann ja schlecht ein Standbild einfordern.

Bei der "Razor Crest" möchte ich nicht spoilern wieso, weshalb, warum. Aber die Hommage an George Lucas ersten Film ist unverkennbar.
Den Transporterraum würde ich mit dem Wissen von heute allerdings anders bemalen.
Und einige Sachen entfernen und einige hinzufügen. Da der Bausatz in 1:72 gehalten ist dürfte es kein Problem sein diese Detais aus anderen Bausätzen zu entnehmen und dort einzubauen.

In diesem Sinne, Tach zusammen! :wink:

Der Revelluzzer - wo Modellbau zu Hause ist - seit 1981!
Die einen sagen stolz: "das habe ich gelernt" ; die anderen sagen nichts, aber dafür können sie es.

9

Heute, 14:31

Moin,

Wahnsinn, was für ein Thread! Vielen Dank dafür :five:

Ich habe es noch nicht geschafft, alle Kapitel zu lesen, aber ich wusste auch nicht, dass der X-Wing als Modell ein so lange Geschichte hat. Ich selbst habe ihn einst als Rot-4 mit einer kostenlosen Vorlage aus dem Netz gedruckt und habe den 1/72-Bausatz von Bandai im Lager.
Ich werde mir aber auf jeden Fall den Rest auch noch zu Gemüte führen und dann vielleicht findet dann auch mein Bandai-Falke wieder den Weg auf meinen Tisch.

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


Liste meiner Modellbau-Projekte im Portfolio

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