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Farben: Washes

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  • »Vykos« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 269

Realname: Stephan

Wohnort: Münster

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1

Sonntag, 3. Februar 2013, 08:53

Washes

Hey Zusammen!

Ich wollte mein ( hoffendlich bald mal nach 2 Monaten Bauzeit ) Model Lackieren. UÍm anschluß daran muss ich
zwingend nach Altern mit fast allem was dazu gehört. Rost, Alterung, Schmutz etc.
So, nun will ich auch Washes nutzen. Und da stellen sich mir einige Fragen. Ich habe in einigen Vid's via Youtube
zum Thema Washes gesehen das dort Werk-fertige washes genutzt werden ( ZB. AK, MiG etc ) die einen für mich
grandiosen eindruck auf dem Model hinterlassen haben.
Pinsel in das Zeug, draufpinseln, fertig! Es läuft in dei Ritzen aber bleibt aber zugleich auch azf den Ebenen flächen.
Nun ist die Frage aber, Kann ich mir die Washes selbst zubereiten? Wenn ja, was brauch ich dazu und in welchem Mengenverhältnis?¿
- Mein Model ist ausschließlich mit Akryl-Farben von Model Master bemalt.
- Der Grund- und Hauptton meines Model ist Grün in 6 Variationen. Dementsprechend brauche ich Tipps ;)
- Klarlack ist noch kein Thema.
- Pikments[Pulver] besitze ich nicht.
Wenn erlaubt knüppel ich unten noch einen Link von Youtube an in dem gezeigt wird, was mein Model später abbekommen soll.

https://www.youtube.com/watch?v=2rikF17CapU


Valhalla.
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Und der Tod stellte seine Sense in die Ecke und setzte sich auf den Mähdrescher, den es war Krieg!

2

Sonntag, 3. Februar 2013, 09:48

Hi Vallhalla
Kannst sie dir selbst machen , nimm Künstlerölfarben ZB . Umbra gebrannt ,Schwarz usw sehr Stark verünnen und Fertig, hab ich früher auch gemacht , bin aber doch auf die Produkte von Mig und Ak umgestiegen weils gleichmässiger ist einfach Kräftig Schütteln und Fertig die Flaschen halten Ewig bei den Künstlerölfarben kanns Passieren das sie nach langen liegen austrocknen.
Gruß Peter

Nur weil Ich graue Haare habe bin Ich nicht Weise .

Beiträge: 98

Realname: Bastian

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3

Sonntag, 3. Februar 2013, 12:38

Hey Valhalla,
schau doch mal in meinen aktuellen Baubericht.
https://www.wettringer-modellbauforum.de/forum/index.php?page=Thread&threadID=44739
ich benutze für die washes Ölfarben (12Stück für 3,99, so eine Anfängerpackung die du in jedem Sonderpostenmarkt findest) und ganz normales Feuerzeugbenzin. Einfach ein Bisschen farbe in eine Filmdose, stark verdünnt mit Benzin und ab gehts.

liebe Grüße
Bastian

4

Sonntag, 3. Februar 2013, 17:23

Ich nehme hierfür ganz normale Ölfarbe von der Marke Lucas, in Schwarz und Braun. Einfach mit Feuerzeugbenzin oder Terpentinersatz (Testbenzin) stark verdünnen und fertig ist. Aber ganz wichtig, noch kannst du sie so nicht benutzen. Vorher muss noch eine Schicht glänzender Klarlack drunter, es sei denn die verwendete Farbe ist glänzend, da du die Ölbrühe sonst nicht wieder abbekommst.

Den Farbton des Washes muss man selber rausfinden, je nach Farbe, Grad der gewünschten Alterung und Herkunft des Originals (bei Helis sind die Afghanischen z.B. immer viel verdreckter) variiert dieser.

Hoffe ich konnte helfen, Robin
:doof:

  • »Vykos« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 269

Realname: Stephan

Wohnort: Münster

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5

Dienstag, 5. Februar 2013, 09:43

Klarlack, hmm. ICh habe nmoch niemals mit klarlack gearbeitet. Dafür darüber aber schon sehr ,sehr viel negatives gehört/gelesen.
Ich würde mit nur ungern das Model, an dem ich zwei 2 Monaten Baue Ruinieren :/
Wenn ich mir die "Vorgefertigten" Washes Kaufe. Zb. MiG oder Ak etc. Muss ich da dann auch vorher mit Klarlack Arbeiten?
Auf einigen Video's in Meth sieht man sehr schön wie man sein Model damit Altern/Zuschmocken etc kann, allerdings wurde da
meines Wissens nie von Klarlack geredet. Aber auch Abwischen wird in den Meisten fällen nicht erwähnt.

Valhalla.
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Und der Tod stellte seine Sense in die Ecke und setzte sich auf den Mähdrescher, den es war Krieg!

Mr. Azuma

unregistriert

6

Dienstag, 5. Februar 2013, 10:25

Quatsch. Musst Du nicht. AK Interactive sind nett, und MIG Pigmente auch, aber grade letzteres kann man sich mit trockener (nicht ölhaltiger) Kreide ausm Künstlerbedarf selber machen. Was die Washes angeht: Man KANN natürlich AK Interactive benutzen, genauso gut gehen die Washes von Games Workshop. Oder, wie ich letztens erfahren habe, es gibt im Künstlerbedarf auch ein Malmittel (zB der Fa. Lukas), welches man farbig anrühren kann - vielleicht war das mit Klarlack gemeint?! Lass Dich dazu einfach mal im Künstlerbedarf beraten. Das sollte auch viel ergiebiger sein übrigens.

Natürlich hat jeder Modellbauer so sein Hausmittelchen, aber ein Patentrezept gibts nicht. Klarlack höchstselbst kommt bei meinen Figuren/Büsten/Modellen ausschliesslich zum Versiegeln drauf. Bei Flugzeugen auch mal als Zwischenschicht, bevor die Decals drauf kommen. Aber das wars dann schon ;)

Lucas.

7

Dienstag, 5. Februar 2013, 17:06

Hi Val
Zum Klarlack mal was Grundsätzliches da du Acrylfarben nimmst ,was ich auch benutze sollte immer mit Klarlack vor dem Washing das Modell Versiegelt werden ,da die washings immer mit verdünner verarbeitet werden und diese würden den Acryllack anlösen .die versiegelung schützt das Modell .Auserden lässt sich das washing leichter machen weil die Oberfläche glatter ist. Sprech aus eigener Erfahrung hab da schon Lehrgeld bezahlt.
Gruß Peter

Nur weil Ich graue Haare habe bin Ich nicht Weise .

Mr. Azuma

unregistriert

8

Dienstag, 5. Februar 2013, 19:43

Öhm... Da muss ich Dir leider teilweise widersprechen, denn so ist die Aussage nicht ganz richtig. Es gibt durchaus Washes, die mit Nitro-Verdünner u.ä. verdünnt werden. AK Interactive möglicherweise (??? - mit denen hab ich null Erfahrung, das wissen bestimt die Anwender besser). Oder Ölfarben mit Terpentinersatz (aromatenfrei) oder, wie bereits richtig angesprochen, mit Feuerzeugbenzin... Dort empfiehlt sich wirklich eine Schutzschicht, und zwar optimalerweise glänzend, damit das Washing/die Ölbrühe auch in jede Ritze fliesst. Stichwort: Kapillarwirkung.

Ein konkretes Gegenbeispiel hierzu sind die bereits angesprochenen GW-Washings die man, wenn überhaupt, problemlos mit H2O verdünnen kann (aber eigentlich nicht muss). Da wird nichts angegriffen, und eine Zwischenschicht kann man sich in den meisten Fällen ebenfalls sparen. Die Washes sind so konzipiert, dass sie eigentlich problemlos in jede Ritze fliessen, mann KANN natürlich auf Nummer Sicher gehen, und hier vorher Glanzlack auftragen. Selbst das bei Flugzeugbauern so beliebte "Future" oder "Erdal Glänzer" wird benutzt. Der Effekt ist nur hier nicht das Versiegeln an sich, sondern die direkte Beeinflussung der Fliesseigenschaften, die aber, wie gesagt, schon ab Werk ziemlich gut sind.

Umgekehrt kommt dann wiederum sehr wohl Klarlack zum Einsatz, wenn die Mattheitsgrade zB bei einer Figur unterschiedlich sind (zB Hauttöne und Stoffe). Hier dient der Lack aber ausschliesslich dem Schlussfirnis wie gesagt, nicht als Zwischen(Schutz)schicht.

Beispiel 1:




hier wurde GW-Washing angewendet, unverdünnt. Anschliessend (Acryl!)Klarlack zum Versiegeln und zur Verstärkung des Metall-Effektes.

Beispiel 2:


Acrylbemalung komplett, Washing mit GW-Sepia, anshcliessend Vallejo-Mattlack (Acrylic Resin) als Schlussfirnis.



Lucas.

9

Montag, 11. Februar 2013, 10:42

Was haltet ihr eigentlich von Washings aus simpler Wasserfarbe (ausm Schul-Wasser-Farbmalkasten), in einem Spüli-Wasser-Gemisch (für die Kapillarwirkung)?

10

Montag, 11. Februar 2013, 11:54

Hallo,

ich benutze seit geraumer Zeit die Washes von AK und MIG, wobei die beiden so ziemlich dass gleiche sein dürften. Die Basis bildet bei beiden Herstellern White Spirit. Ich benutze als Farbe für meine Modelle normalerweise Acrylfarben, und hatte bei Anwendung der Washes oder auch der Filter keinerlei Probleme. Die Washes laufen sehr gut in jede Ritze, Vertiefung und sehen auch auf geraden Flächen sehr authentisch aus. Ich habe früher immer selbst hergestellte Washes aus Feuerzeugbenzin, von Zippo und Ölfarben aus dem Künstlerbedarf benutzt. Zippobenzin deshalb, da es weitgehend frei von Aromaten ist. Dies ermöglicht ein Rückstandfreies verdampfen und die verwendeten Ölfarben kleben nicht. Von der Benutzung von Wasserfarbenkasten und Spüli würde ich abraten, da es in den meisten Fällen immer Wasserränder gibt.
Zur Verwendung von Klarlacken: Da kann ich Lacke empfehlen, die zum Versiegeln von Gemälden und Kreidezeichnungen verwendet werden. Die Lacke gibt es als Glanz, Matt und Seidenmattlack in jedem besser ausgestattetem Künstlerbedarf. Die Lacke sind bei mir bis jetzt nie milchig geworden, oder haben die darunter liegende Farbe auch noch nie angegriffen oder verfälscht. Sie haben auch noch den Vorteil, dass verwendete Pigmente von ihnen hervoragend fixiert werden.

Gruß aus der Südpfalz

Matthias
Bekennender Dioramenmuffel
Mitglied des PMC-Südpfalz :ok:

Mr. Azuma

unregistriert

11

Montag, 11. Februar 2013, 12:54

@Paladin: Je nach Einsatzzweck ist das sowohl die günstigste und auch effektivste Art eines Washings. Ich kenne Flugzeugmodellbauer, die drauf schwören, um ihre Panellines zu betonen. Bei Flugzeugen insbesondere ist die Oberfläche meist sehr glatt und die Panellines von der Tiefe und Breite her sehr gleichmäßig, von manchen typischen Stellen (Ruder usw.) mal abgesehen. Das ist aber bei einer Figur naturgemäß so ganz und gar nicht der Fall, daher empfiehlt sich hier ein Washing anderer Art. Ob das jetzt Ölfarbe verdünnt mit Terpentin, Washings aus dem Zubehörmarkt (MIG, AK, GW usw.) oder was ganz anderes ist - darüber streiten sich Modellbauer seit jeher und jeder hat so sein Lieblingsmittelchen. Ich hab zB AK mal probiert, finds auch ganz nett, aber mMn ist es totale Geldverschwendung, weil man sich vieles auch ganz gut selber machen kann - wie eben auch Deine angesprochene Wasserfarben-Brühe.

Die angesprochenen Klarlacke von Matthias sind vor allem für die Figurenbauer allererste Wahl und auch in meiner Ausstattung. Vorrangig kommt hier entweder Valejo Matt Varnish (Acrylic Resin), oder LUKAS Fixativ zum Einsatz. Auf letzteres krieg ich übrigens keinen Rabatt ;)Zur Not wenns sein muss geht auch Mattlack zum Sprühen vom OBI, dann aber darauf achten, dass man nicht den Lack auf Kunstharzbasis erwischt, sondern den auf wasserlöslicher Basis, sonst tritt der von Matthias angesprochene Effekt ein: Lack wirft Blasen, ruiniert den Anstrich und alles von vorne - wenn überhaupt. Grundlegend: Enamel-Lacke auf Enamel-Farben sind okay, ansonsten sicherheitshalber immer wasserlösliche Lacke nehmen (die funktionieren immer eigentlich)

Lucas.

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