Hallo,
nachfolgend stelle ich Euch meinen Tamiya "Peterbilt" vor. Ich bekam die Zugmaschine 1998 von meiner besseren Hälfte zu Weihnachten geschenkt. Zwei Tage später konnte ich die Bauanleitung sogar im Schlaf aufzeichnen. Ich besorgte sofort die nötigen Kugellager, eine andere Antenne, Fernsteuerung etc...
Dann begann die Planung über das Aussehen. Ich wollte etwas machen, was nicht jeder daraus machen würde. Weiters wusste ich nicht, was ich an das Ding anhängen sollte. Also überleget ich noch ein paar Tage.
2008 (kein Schreibfehler) war ich dann so weit und ich legte los.
Verwendete Teile:
- Tamiya King Hauler
- Tamiy Multifunktionseinheit
- Truckpuller Motor
- 56 Kugellager
- Ausziehbare Antenne
- Bull Bar
- Dachspoiler
- Servonaut Multisiwtch
- Infraroteinheit für Aufliegersteuerung
- 259 LEDs (beim Conrad hatte der Verkäufer Selbstmordgedanken wenn er meiner ansichtig wurde
- Tamiya Rungenauflieger
- Kugellager dazu
- 2 m² 4 mm Polysterol
- 1 m² 2 mm Polyterol
- Metallfolie
- 8 verschiedene Farbtöne von Testors und davon mit Sicherheit 25 Gläser - alles auf Nitrobasis
- 20 Liter Nitroverdünnung
- 3 Meter Aluprofile
- 200 Schrauben und Muttern......
- 86 H0 Schienennägel
- 1 m² Nirosterblech
- ca. 100 Meter Klingeldraht isoliert
Hilfsmaterialien
- Micormesh Schleifsett
- neue Atemschutzmaske
- neue Profispritzpistole
- ca. 98,5 Stangen Zigaretten, Cola (too much to list), ab und an Bierchen
- Beruhigungstabletten - für meine Frau

- Ohrstöppsel für mich
Und dann kam das dabei heraus:
Zuerst wurde die Zugmaschine gebaut, zerlegt, gebaut, zerlegt und dann begann die Lackiererei. Zuerst wurde grundiert - Lack 14 Tage ausgasen lassen weil auf Nitrobasis. Dann wurden die ersten Schichten Metalikgelb und Metalikrot nass in nass lackiert - das dauerte gesamt einen ganzen Tag, da dazwischen die einzelnen Lachkschichten ja auch "anbeissen" mussten. Diese Prozedur des Lackierens zog sich über volle 2 Monate, da der Lack aufgrund der Verarbeitung sehr viel Zeit zum ausgasen brauchte. Dazwischen wurde der Lack immer wieder verschliffen 800 - 12.000. Nach zwei Monaten wurde die erste eingefärbte Schicht Klarlack aufgetragen - der dritte Durchgang war dann reiner Klarlack. Auf diese Weise wurden 18 Schichten Lack auf der Zugmaschine verarbeitet.
Zwischenzeitlich wurden die LEDs mitsamt der ganzen Elektronik eingebaut. Nach der Fertigstellung wurde das Teil noch ein wenig aufgepeppt - Spiegelstangen, Positionsstangen, neuer Spoiler angefertigt (dafür die 86 kleinen Eisenbahnnägel).
Als das fertig war brauchte ich einen Auflieger - weiß ich noch aus meiner eigenen Zeit im Fernverkehr, wer wurde auf Rastplätzen am meisten verdammt? - die Kühlerfahrer - ich war einer von denen und hatte immer einen Riesenspass auf Rastplätzen in der Nacht.
Als ich das Projekt Kühlauflieger in Angriff nahm, gab es das Teil noch nicht im Handel. Also kaufte ich mir den Rungenauflieger von Tamiya und baute das Teil einmal zusammen und gleich dazu einen "Koffer". Stolz präsentierte ich einem Freund und Modellbaukumpel das Teil und bemerkte, dass mich irgendetwas daran störte. Mein Freund öffnete mir mit seinen Worten - "des Trumm schaut aus, als hätte man es zu heiß gewaschen - tu das weg und mach das was wir alle gerne tun täten - machs länger". Ok. Also das ganze Teil in der Mitte auseinander gesägt und Teile eingesetzt - so wie bei "Pimp my Ride". Das sah dann noch schrulliger aus. Also wieder alles zerlegt, alten Koffer geschredert und alles auf 40 Fuß verlängert. Als das erledigt war, kam mein Freund wieder und grinste zufrieden - ich auch - meine Frau nicht.
Das Kühlaggregat ist auch Eigenbau - von 1:87 auf 1:14,5 vergrößert. Dann begann ich mit der Lackierung, lief genauso ab wie bei der Zugmaschine, nur das ich ca. ein 3/4 Jahr dafür auwenden musste - 26 Lackschichten gehören mal lackiert, geschliffen etc...
Zu guter letzt wurde noch die Elektronik eingebaut - im Auflieger sind 8 AA Akkus und 2 Stück 3600 (glaub ich) und die Metallfolie aufgebracht.
Aufgrund dieser Aufliegerverlänger misst der ganze Zug jetzt von Rammschutz bis Unterfahrschutz 138 cm!!! Das ist auf so manchen Messebahnen schon eine Herausforderung ohne Kratzer und Steckenbleiben seine Runden zu drehen.
Genug gequasselt - seht selbst. Hoffe es gefällt Euch. Fragen - Anregungen - Kritik jederzeit willkommen. Glg Oliver

Da hat es ein bisserl gestaubt, weil ich so zwischendurch zum dritten Mal das Wohnzimmer umgebaut habe